Mehr Mobilität für die „grüne Gruppe“

Behindertenzentrum bhz hat von Bosch ein neues Transportfahrzeug überreicht bekommen

Foto: David van Niel

Die Mitglieder der „grüne Gruppe“ des Behindertenzentrums (Bhz) sind zufrieden. Jetzt ist alles im grünen Bereich. Mit dem von Bosch gespendeten Transporter können sie auch mal zu acht bei einem ihrer Auftraggeber anrücken.

Auch das, was sie an Gerätschaften und Maschinen brauchen, passt locker in den mit einer Doppelkabine ausgestatteten Fiat Ducati. Die achtköpfige Gruppe kümmert sich beim Bhz um den Bereich Garten- und Landschaftspflege. Sie übernehmen Grünpflegearbeiten in öffentlichen Anlagen, mähen Rasenflächen, stutzen Hecken, schneiden Gehölze, coupieren Stauden, transportieren das Schnittgut, entfernen Laub und kümmern sich darum, dass das Grünzeug wächst und gedeiht. Zu den Auftraggebern gehören unter anderem Firmen und Kindergärten. Ihre Sägen, Laubbläser und Freischneider haben sie heute zur Feier des Tages mitgebracht. "Mit der Fahrzeugspende leistet Bosch einen wertvollen Beitrag zur Integration von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben", sagt Stefan Wegner. Der Fiat Ducato, ausgestattet mit modernster Bosch-Diesel-Einspritztechnik, wird künftig die im Bereich Garten- und Landschaftspflege beschäftigten Mitarbeiter des Bhz zu ihren Einsatzorten bringen. Der Leiter des WerkHaus Feuerbach berichtet, wie "wahnsinnig schnell" in diesem Fall die Hilfe kam. Im September sei das Thema erstmals an Bosch herangetragen worden.

Der Leiter des Werk-Hauses habe ihm berichtet, dass die Garten- und Landschaftspflegegruppe des Bhz ein Fahrzeug benötige, sagt Klaus Bohler, der bei Bosch Bereichsvorstand für den Vertrieb von Diesel-Systemen ist. Bohler machte sich betriebsintern unverzüglich auf die Suche nach einem geeigneten Objekt. Er habe gedacht, dass dürfte keine allzu schwere Aufgabe werden. "Wir sind schließlich ein so großes Unternehmen, da dürfte es doch bestimmt irgendwo ein Fahrzeug geben, das abgegeben werden kann." Doch ganz so einfach war es nicht. Letztendlich dauerte es dann doch drei Monate: "Als Weihnachtsgeschenk haben wir das Transportfahrzeug dann bekommen", berichtet Wegner bei der Schlüsselübergabe. Auch Bhz-Geschäftsführer Albert J. Ebinger betont, dass Bosch großen Wert auf soziale Verantwortung lege. Mit dem Bhz ist die Feuerbacher Weltfirma schon seit längerer Zeit in Kontakt. Im vergangenen Jahr ist zum Beispiel das Projekt "Kopf-Herz-Hand" ins Leben gerufen worden, bei dem angehende Führungskräfte der Firma in ihrer Freizeit im Bhz mitarbeiten und dort soziale Kompetenzen erlernen. "Unsere Beziehung ist eine ganz Besondere. Robert Bosch, der Jüngere, hat das Bhz vor 40 Jahren mitbegründet", sagt Ebinger. "Bosch ist für uns ein wichtiger Auftraggeber, ein Spendengeber und Ratgeber." Er wies zudem darauf hin, dass die Bosch-Gruppe in diesem Jahr ein Doppeljubiläum feiert. Das Unternehmen feiert 2011 sowohl sein 125-jähriges Bestehen als auch den 150. Geburtstag des Firmengründers Robert Bosch. "Und dann haben wir ja in diesem Jahr auch noch das Jubiläum 125 Jahre Automobil", betonte Klaus Bohler. Bosch fühle sich hier in Feuerbach zu Hause und mit der Gemeinde verbunden, betonte der Bereichsvorstand.

 

Von Georg Friedel
Mit frdl. Genehmigung der Nord-Rundschau
14.02.2011