Straftaten nahmen um 15 Prozent ab

Dieter Baur, Leiter des Reviers 8 Kärntner Straße, hat die aktuelle Kriminalitätsstatistik vorgestellt.

Foto: Mattes

Die Zahl der Straftaten in Feuerbach ist 2010 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Polizeirevier 8 Kärntner Straße wurden im Laufe des vergangenen Jahres insgesamt 2093 Straftaten verzeichnet. Das waren 385 weniger als im Jahr zuvor, immerhin ein Rückgang um 15,5 Prozent. In der Gesamtstadt waren es 2,9 Prozent weniger. Was die Aufklärungsquote angeht, liegt Feuerbach mit 66,5 Prozent etwas über dem Durchschnitt der Gesamtstadt (63,9 Prozent).

Bei drei Raubüberfällen konnten die Täter relativ schnell gefasst werden - auch Dank der Mithilfe der Bevölkerung. So habe bei dem Überfall in ein Feuerbacher Juweliergeschäft ein Bürger den entscheidenden Tipp gegeben, berichtete Dieter Baur. Alle drei mutmaßlichen Täter der Bande konnten ermittelt werden. Auch der Überfall auf ein Spielcasino an der Bludenzer Straße sei inzwischen aufgeklärt. Die flüchtenden Täter wurden nach dem Überfall im Zuge der Fahndung kontrolliert und vorläufig festgenommen. In diesem Fall habe die Mithilfe der Hundeführerstaffel zum Fahndungserfolg geführt, berichtete Revierleiter Baur. Der Täter, der einer älteren Dame eine Goldkette vom Hals gerissen habe, sei ebenfalls erwischt worden, sagte Baur.

Deutlich gestiegen im Vergleich zu 2009 sind unter anderem die Autoaufbrüche im Stadtbezirk (30 statt 9). Auch Feuerbach blieb nicht von den Navi-Dieben verschont. Auch mehr Wohnungseinbrüche wurden im vergangenen Jahr verzeichnet (46 statt 31). Auch bei der Deliktgruppe Raub/räuberische Erpressung (19 statt 15) wurden mehr Fälle als im Vorjahr verzeichnet. Zurück gingen dagegen der einfache Diebstahl (424 statt 497), die Ladendiebstähle (145 statt 163), Betrugsfälle (473 statt 541) und die registrierten Schwarzfahrten (249 statt 284). Ebenfalls rückläufig waren Beleidigungen (115 statt 129), Sachbeschädigungen (222 statt 352) und Graffiti-Sprühereien (24 statt 75).

Auch weniger Fälle von Drogenkriminalität wurden registriert (42 statt 65). Dass könne aber auch daran liegen, dass sich die Szene mehr ins häusliche Umfeld zurückgezogen habe und deshalb der Handel weniger auf öffentlichen Plätzen stattfinde, sagte Baur. Insgesamt sollte jedoch die Kriminalitätsstatistik nicht überbewertet werden: Die Zahlen können zwar Trends aufzeigen, sie geben aber lediglich Auskunft über jene Straftaten, die den Ordnungshütern zur Kenntnis gelangt sind. Hansjörg Mackh (CDU) wollte wissen, ob die Ermittlungen bezüglich des Brandes im Jugendtreff Camp Feuerbach bereits zum Abschluss gekommen seien. "Dort laufen die Ermittlungen noch, wir haben mehrere Verdächtige im Visier", sagte Baur.


Von Georg Friedel
Mit frdl. Genehmighung der Nord-Rundschau
11.07.2011 Kategorie(n): Gesellschaft, Politik