„Bufdis“ gesucht: Bhz hat nach Umgestaltung

der Freiwilligendienste noch sieben Stellen frei

Image: bhz

Mit dem Aussetzen der Wehrpflicht und dem damit einhergehenden Wegfall des Zivildienstes verändert sich der Einsatz junger Menschen in freiwilligen Diensten in ganz Deutschland grundlegend. Das bekommt auch das bhz und das Feuerbacher „WerkHaus“ zu spüren und sucht ab sofort für seine sieben freien Stellen junge Leute im Rahmen des neuen „Bundesfreiwilligendienstes“.

Bisher beschäftigte das bhz zirka 40 Freiwillige, davon 23 Zivis und 16 FSJler. Da fast alle Zivis verlängert haben, hat das bhz bis Januar zwar nur noch acht Stellen, zu besetzen. „Grundsätzlich haben wir jedoch weniger Bewerbungen als in den Jahren zuvor“, sagt Geschäftsführer Albert J. Ebinger. „Wenn die letzten Zivis im Januar weg sind, gilt es, eine große Lücke zu füllen.“ Es werde immer schwieriger, vor allem männliche Kräfte für soziale Arbeit zu begeistern.

Ebinger bedauert diese Entwicklung. Von zahlreichen Rückmeldungen der früheren Zivis weiß er, dass sie dem bhz auch später positiv gegenüberstanden, von ihrer Zeit als Zivi profitiert und vor allem viel Sozialkompetenz gewonnen haben. „Ein paar von ihnen sind dabei geblieben und haben im Sozialbereich eine Ausbildung gemacht. Aber auch wenn sie eine andere Berufswahl getroffen haben, sind viele mit uns in Kontakt geblieben. So ist ein richtiges Netzwerk entstanden.“ Sie alle haben keine Berührungsängste gegenüber Menschen mit Behinderung. „Das tut den Menschen mit Behinderung und der ganzen Gesellschaft gut.“

Ohne Zivildienst werde es künftig schwerer werden, jungen Männern den Einstieg in soziale Berufe schmackhaft zu machen. Für den Bundesfreiwilligendienst hatte das bhz zwei Bewerber, einer wird seinen Dienst im September beginnen, der andere hat abgesagt.

Wie soll also neben dem FSJ und den „Bufdis“ die Lücke geschlossen werden? Das bhz setzt auf unterschiedliche Wege: Einen Teil der Aufgaben sollen 400-Euro-Kräfte übernehmen. Allerdings seien diese nicht in gleichem Umfang einsetzbar wie Zivildienstleistende, da sie eine bei weitem kürzere Arbeitszeit haben. In anderen Bereichen soll eine zusätzliche hauptamtliche Kraft eingestellt werden. Die übrigen Lücken versucht das bhz durch Umstrukturierungen und andere Freiwilligendienste zu schließen. „Dabei wollen wir eine Einschränkung unseres Angebots möglichst vermeiden“, betont Ebinger.


Durch den Zivildienstwegfall hat das bhz aktuell (und dringend) noch sieben BFD / FSJ-Stellen im Arbeits- und Wohnbereich zu besetzen!
Interessierte melden sich im bhz bei Frau Elisabeth Theimer, Personalwesen, Telefon: 0711 / 715 45 – 56, E-Mail: elisabeth.theimer@bhz.de

25.07.2011 Kategorie(n): Soziales