Mehr Transparenz

ist gefordert

Das Neue Gymnasium. Foto: Privat

Die Fraktion der Freien Wähler übt Kritik an der städtischen Informationspolitik in Sachen Schul-Campus. Ende Juni stellte Schulbürgermeisterin Susanne Eisenmann in der Festhalle Feuerbach den Schulentwicklungsplan für den Planungsbereich Nord-West (Feuerbach und Weilimdorf) vor.

Für Feuerbach schlug Eisenmann vor, das Leibniz-Gymnasium und das benachbarte Neue Gymnasium zu einem Schul-Campus zusammenzulegen. Dadurch könnten die räumlichen Kapazitäten besser genutzt werden. So steht es auch in der Modellvariante des Schulentwicklungsplans. Mehrere Mitglieder der Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler fordern nun in einem Antrag, das Schulverwaltungsamt möge konkrete Informationen zu dem Thema geben. In Zusammenhang mit einer eventuellen Campus-Lösung sei bei der Sitzung auch von möglichen Teilabrissen gesprochen worden. "Die konkrete Anfrage der Elternbeiräte daraufhin wurde aber abwiegelnd und ausweichend beantwortet", heißt es in dem Antrag. Die zurückhaltende Information, die seitens der Verwaltung praktiziert werde, führe zu Unsicherheit und Misstrauen. Verstärkt werde dieser Eindruck noch dadurch, dass zuletzt Details der Pläne nur der Tagespresse zu entnehmen gewesen seien, nicht aber den Schulen vorab bekannt gegeben worden seien: "Wer Lehrer, Eltern, Bürger ,mitnehmen" will, muss informieren und ihre Einwendungen ernst nehmen", schreiben Fraktionsvorsitzender Jürgen Zeeb, Christoph Gulde und Rose von Stein in dem Antrag. Sie fordern das Schulverwaltungsamt auf, Auskunft darüber zu erteilen, "welche möglichen Varianten für das Gymnasium diskutiert werden, und welche Gebäude(teile) eventuell abgerissen werden sollen". Gleichzeitig solle das Schulverwaltungsamt die Schulleitung, die Lehrer und Elternvertreter in den laufenden Prozess einbeziehen. Auch die Zeitpläne und Termine für eventuell anstehende Sanierungen sollen der Schule vom Schulverwaltungsamt mitgeteilt werden. Abschließend heißt es im Antrag: "Das Neue Gymnasium ist nicht umsonst in der Untersuchung von Drees und Partner mit ,höchster Priorität" bewertet worden."

 

Von Georg Friedel
Mit frdl. Genehmigung der Nord-Rundschau
15.08.2011 Kategorie(n): Gesellschaft, Politik