„Begehbares Feuerbacher Gedächtnis“ wird sichtbar

Erste Tafel am Bezirksrathaus eingeweiht

V.l.: Moritz Paysan, Bezirksvorsteherin Andrea Klöber und Joachim Arendt kurz vor der Enthüllung der ersten Tafel......und Frau Klöber kurz danach.Unter den Gästen waren interessierte Feuerbacher Bürger, sowie Vereinsvorstände, Honoratioren u.m. Fotos: feuerbach.de

Mit der feierlichen Einweihung der ersten von geplanten ca. 50-60 Schautafeln fiel vergangenen Dienstag, den 17.01.2012, im Rahmen des „Zukunftsforums Feuerbach“ u.a. der Startschuss zum Projekt „Begehbares Feuerbacher Gedächtnis“. Die Tafel wurde am Feuerbacher Bezirksrathaus von Bezirksvorsteherin Andrea Klöber enthüllt. Projektleiter Joachim Arendt stellte den trotz Minusgrade zahlreich erschienenen Zuhörern das interessante Projekt vor.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sind in den Stuttgarter Stadtbezirken vor rund anderthalb Jahren für die Bürger die sogenannten „Zukunftsforen“ eingerichtet worden. So auch in Feuerbach, wo sich neun Arbeitsgruppen (AGs) bildeten - teilweise mit bis zu 30 Teilnehmern.
Diese AGs setzen sich intensiv mit Themen wie Verkehr, Mobilität, Ortsgeschichte, Kultur, Solarstrom, Begegnung, Nachbarschaft, Wirtschaft und Arbeit auseinander. Die Moderation der AG „Erlebbare Stadtgeschichte“ liegt in der Verantwortung von Moritz Paysan. Einen wichtigen Teil davon stellt das von Dipl. Ing. Joachim Arendt M.A.  geleitete und bearbeitete Projekt „Begehbares Feuerbacher Gedächtnis“ dar.

Angefangen bei den ersten Siedlungen der Alamannen (die Schreibweise ist korrekt – sie bezieht sich auf die von der Unterelbe stammende Volksgruppe) über das alte kleine Wengerter- und Steinbrecherdorf im Mittelalter, dem rasanten Aufstieg während der Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert, bis hin zur Gegenwart deckt das Projekt fast alle Epochen der Stadtgeschichte Feuerbachs ab. Dabei werden in Bälde 50 bis 60 Tafeln viele der wichtigsten kulturhistorischen Objekte Feuerbachs zieren und Bürger und Gäste über die reiche Vergangenheit des Stadtteils informieren. Der Clou: Ein an den Tafeln angebrachter QR-Code führt den Leser per Smartphone oder Handy direkt auf eine Online-Version der Tafel weiter, wo noch mehr Infos und Fotos warten.
Damit aber nicht genug: Geplant ist bis Jahresende ein noch viel umfangreicheres Info- und Geschichtsarchiv von bis zu 250 Objekten auf www.feuerbach.de zu installieren. Jedes Objekt ist dabei in einem Online-Archiv mit einer eigenen Seite vertreten und mit meist mehreren, teilweise historischen Fotos aus dem Archiv Rieker illustriert. Eine gedruckte Version ist ebenfalls geplant.

„Wir wollen dazu beitragen, das Geschichtsbewusstsein der Feuerbacher Bevölkerung zu beleben, die Kenntnisse über unseren Stadtbezirk zu vertiefen, interessierten Mitbürgern die Möglichkeit zu geben, leicht an Informationen über die verbliebenen Zeugen der Feuerbacher Geschichte – den baulichen Objekten – zu kommen, und die Feuerbacher Identität zu stärken.“, so Joachim Arendt zum „Begehbaren Feuerbacher Gedächtnis“.

Projektleiterin Jutta Sailer-Paysan wird zudem im Rahmen eines zweiten bereits weitestgehend fortgeschrittenen Projekts Geschichten des Stadtteils aus der historisch dokumentierten Vergangenheit mit einer weiteren öffentlichen Installation illustrieren, die ebenfalls die Zeitepochen von der Steinzeit bis zur Moderne abdeckt. Unterstützt wird dieses Projekt von der SSB. Nähere Infos dazu werden noch folgen, man darf gespannt sein.
 
Ziel beider Projekte ist es, aus dem Gestern mehr Klarheit über das Heute und Morgen zu schaffen, geleitet von der Erkenntnis, dass Unkenntnis der Geschichte die Beurteilung der Gegenwart und die Gestaltung der Zukunft erschwert.


Hier geht's direkt zur Seite des Projekts „Begehbares Feuerbacher Gedächtnis" mit derzeit ca. 40 Objekten (weitere folgen nach und nach).
(Der Pfad zum „BFG“ lautet: Startseite > Menüpunkt  „Stadtgeschichte“  > Untermenüpunkt „Begehbares Feuerbacher Gedächtnis“)

Termin-Hinweis:
Der WOGV wird am kommenden Samstag, den 21.01.2012 um 10 Uhr vor der Feuerbacher Kelter auf dem Rudolf-Gehring-Platz die Objekttafel KELTER mit einem kleinen Stand einweihen und lädt hierzu alle interessierten Bürger herzlich zu einem kleinen Umtrunk ein!
23.01.2012 Kategorie(n): Gesellschaft