Durchblick für den besseren Kick

Optiker Schuppin verhalf VfB-Spielern bei einem Augen-Screening zu mehr „Augen-Fitness“

Optikermeister Frank Schuppin mit VfB- und Nationalspieler Cacau. Foto: www.optik-schuppin.de

Zu Beginn des Jahres wurde die Initiative „Vision@Sports“ vom VfB Stuttgart mit der Durchführung eines Augen-Screenings für die Spieler des Fußball-Bundesligisten beauftragt. Ein 10-köpfiges Team aus Augen-Spezialisten und Sportoptometristen von der FH Jena, Ciba Vision und dem Feuerbacher Optiker Optik Schuppin, kam mit hochmodernen Gerätschaften im Wert von über 200.000 Euro nach Stuttgart.

„Durch die Einbindung von Frank Schuppin, AO-Meister und Funktionaloptometrist, gewährleisten wir eine Nachhaltigkeit“, so Jan Thore Föhrenbach, Marketing Direktor Ciba Vision für Deutschland und Österreich.

„Wir reisen nach dem Screening wieder ab und übermitteln unsere Testergebnisse sowie Empfehlungen. Die weitere Betreuung vor Ort aber ist somit auch sichergestellt“, erklärt Prof. Wolfgang Sickenberger, Leiter des Lehrgebietes für physiologische Optik und Optometrie im Fachbereich SciTec der Fachhochschule Jena. Gemeinsam ging das Team das über 8-stündige Screening an, dem sich 43 Aktive aus Profikader und Nachwuchsteams, sowie sechs Trainer und Betreuer unterzogen. In einem 45 Minuten andauernden 9 stufigen Test wurde die Augen-Fitness an folgenden Stationen überprüft:

-       Anamnese / subjektive Befragung

-       Sehschärfe statisch

-       Gesichtsfeldmessung

-       Hand-Auge Koordination

-       Augenabschnittsuntersuchung

-       Kontrastsehen

-       Farbsehen

-       Sehfunktionstest

-       Vorstellung der Korrektionsmöglichkeit

 „Traditionell ist der letzte Sehtest auf einen Termin kurz vor der Führerscheinprüfung datiert“, erklärt Sickenberger. Tatsächlich ergab das Vorgespräch, dass bei über 50 Prozent der Teilnehmer der letzte Sehtest länger als drei Jahre zurücklag und lediglich ein Drittel der Aktiven sich einem regelmäßigen Augentest unterziehen. „Dazu muss man wissen, dass ein Sehtest bei einem Spielertransfer auch bei der vorgeschriebenen sportmedizinischen Untersuchung nicht vorgesehen ist“, erklärt ZVA-Pressesprecher Ingo Rütten. Dass ein Viertel der Spieler zumindest gelegentliche Sehprobleme bemerken, wurde durch die folgenden Untersuchungen bestätigt.

Die Auswertung der Screeningergebnisse unterstreicht die Bedeutung der Maßnahme. So wurde bei zwölf Spielern eine Sehleistungsverbesserung um eine Stufe (d.h. z.B. von 80 auf 100 %), bei zwei Spielern um zwei Stufen und – was dann doch überraschte – bei einem Spieler gar um vier Stufen ermöglicht.

Das für das Erkennen der Ballrotation so wichtige Kontrastsehen wurde bei sechs Spielern verbessert. Die im Screening getestete Hand-Auge-Koordination, insbesondere für die Torhüter bedeutsam, wurde fast durchgängig positiv getestet. Dennoch wurde umgehend ein Interesse am Erwerb der für diesen Test eingesetzten T-Wall signalisiert, nicht zuletzt deshalb, da die FH Jena Spezialprogramme entwickelte, um die Wall auch für Fuß-Auge-Koordinationstraining einzusetzen.

Bei der prognostizierten Farbenschwäche konnte der getestete Kader der Statistik marginal widersprechen. Nicht zehn, sondern nur fünf Prozent der Teilnehmer zeigten in diesem Bereich Probleme, was vor allem für den Zeugwart des Vereins von Interesse ist, da die Schwäche nicht korrigiert werden kann. „Wer hier Abhilfe schaffen möchte, muss diesen Fakt bei der Trikotwahl beachten und sollte vor allem bei roten oder grünen Trikots, Hosen und Stutzen mit Farbverwechslungen rechnen. Die idealen Trikotfarben sind blau und gelb“, verrät Wolfgang Sickenberger, da für diese Farben die Erkennung im peripheren Bereich das Gesichtsfelds am größten ist. Bei einem Spieler wurde auf einem Auge eine irreguläre Hornhautverkrümmung (Keratokonus) erstmals festgestellt, bei welcher mit speziellen Kontaktlinsen die Sehleistung von unter 40 % auf nahezu 100 % verbessert werden kann.

Zur Behebung bzw. Verbesserung festgestellter Mängel in Sehfunktionen wie der schnellen Einstellung auf verschiedene Entfernungen (Akkommodationsflexibilität) und von Verzögerungen in der Augenmotorik wird den Vereinsverantwortlichen ein Visualtraining empfohlen, für welches der Funktionaloptometrist Frank Schuppin und in Abstimmung mit ihm auch der vom Verein engagierte Lifekinetiker zuständig sein werden. „Im Fußball sollten 90 Prozent des Trainings weiterhin aus konventionellen fußballspezifischen Programmen bestehen. 10 Prozent aber müssen wir den verschiedensten Wissenschaften öffnen“, sagt Bruno Labbadia. Bluttests oder zahnärztliche Untersuchungen gehören beispielsweise schon lange zum Standard. Immer mehr sollte hier auch das Augen-Screening Einzug halten, dem sich unter Federführung der Initiative Vision@Sports in der Vergangenheit schon die Handball-Nationalmannschaft (Männer) und die Fußball Nationalmannschaft (Frauen) sowie Einzelsportler verschiedenster Disziplinen unterzogen.

Die Auswertung der in Stuttgart entstandenen Leistungs-Hexagramme, die jeder Spieler persönlich und vertraulich, zudem ein Vereinsarzt personifiziert, der verantwortliche Trainer hingegen nur anonymisiert erhält, zeigt auf, dass bei neun Spielern eine massive Sehleistungsverbesserung durch spezielle Kontaktlinsen gewährleistet werden kann und acht Spieler durch Visualtraining ihre Sehfunktionen verbessern können. Somit konnten durch das Screening bei einem Drittel der Spieler des VfB Stuttgart eine erhebliche Optimierung des so wichtigen Organs Auge herbeigeführt werden.

Das Ziel der Initiative Vision@Sports, im vergangenen Jahr vom Fachbereich SciTec der Fachhochschule Jena, sowie Vertreter des Zentralverbandes der Augenoptiker (ZVA) und Ciba Vision, dem Marktführer im Bereich Kontaktlinsen, gegründet, ist die Förderung des bestmöglichen Sehens im Spitzen- und Breitensport. Dazu zählen sowohl die Aufklärung sowie Schaffung von Aufmerksamkeit bei allen Institutionen im Sport, in der breiten Öffentlichkeit und bei den Medien als auch die optimale Versorgung und Korrektur von Sehschwächen oder deren Unterstützung bei betroffenen Leistungssportlern mittels Kontaktlinsen oder anderen Korrekturmaßnahmen. Der Profifußball bietet dank seiner Popularität und Breitenwirkung hierfür ein geradezu ideales Betätigungsfeld.

Optik Schuppin

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22.02.2012 Kategorie(n): Gesundheit, Handel/Gewerbe/Dienstleistung