Drei Cluster-Kuben für Feuerbach

Architektenwettbewerb für neuen „Schulcampus Feuerbach“ ist entschieden - Gesicht des Stadtbezirks bekommt Facelift

Der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs für den neuen „Schulcampus Feuerbach“ ist entschieden - so werden die neuen Schulbauten im Herzen Feuerbachs aussehen. Image: Günter Hermann Architekten und White arkitekter

Der Architektenwettbewerb für den Schulcampus Feuerbach hat einen Sieger: Der Entwurf des Büros Günther Hermann Architekten aus Stuttgart mit White Arkitekter (Göteborg) und W+P Landschaftsarchitekten überzeugte das Preisgericht.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen MGF Architekten aus Stuttgart und Schweizer Landschaftsarchitekur sowie gmp International GmbH aus Hamburg, Stefan Paul Vesiligaj.

Die Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, Isabel Fezer, stellte die Ergebnisse am 26. Oktober im Stuttgarter Rathaus im Rahmen der Ausstellungseröffnung zum Wettbewerb vor. Die Jury, die am 23. Oktober unter dem Vorsitz von Professor Jens Wittfoht tagte, hatte insgesamt 18 eingereichte Entwürfe aus der europaweiten Ausschreibung zu bewerten. Am Siegerentwurf lobte diese unter anderem, die vorgesehenen drei einzelnen Gebäudekuben seien „geschickt und zueinander versetzt platziert, so dass vielfältige und qualitätvolle Freiräume entstehen“. Insgesamt sei dies „eine stadträumlich sehr überzeugende Arbeit mit gut und klar organisierten Innenräumen“. 

Einer der vorgesehenen Baukörper bildet eine Art Schulforum. Im Erdgeschoss dieses auch gestalterisch hervorgehobenen Bausteins ist die Mensa mit Veranstaltungsmöglichkeiten in attraktiver und auch zum Gesamtcampus zentraler Ausrichtung positioniert. Im Obergeschoss befindet sich das Musikcluster. Zwei weitere viergeschossige Cluster-Gebäude nehmen im Erdgeschoss naturwissenschaftliche Fachräume auf. In den darüberliegenden Ebenen sind jeweils drei Geschosse mit gut organisierten Jahrgangsclustern untergebracht, die sehr gut den pädagogischen Anforderungen entsprechen, wie die Jury anmerkt.

Insgesamt vergab das Preisgericht fünf Preise sowie drei Anerkennungen. Die weiteren Prämierten sind Broghammer.Jana.Wohlleber aus Zimmern ob Rottweil mit SIMA|BREER Landschaftsarchitektur sowie Hausmann Architekten GmbH aus Aachen mit Club L94 Landschaftsarchitekten. Anerkennungen erhielten Drei Architekten mbB aus Stuttgart mit realgrün Landschaftsarchitekten, Auer Weber Assoziierte GmbH aus Stuttgart mit Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur sowie V-Architekten GmbH aus Köln mit (f) Landschaftsarchitektur. 

Hintergrund des Wettbewerbs ist der Beschluss des Gemeinderats vom Februar 2017, die beiden bisher eigenständigen Feuerbacher Gymnasien Leibniz- sowie Neues Gymnasium zusammenzuführen und dafür die notwendigen baulichen Voraussetzungen zu schaffen. Durch den künftigen gemeinsamen Schulcampus sollen pädagogisch-inhaltliche, räumliche und strukturelle Synergieeffekte erreicht werden. Ein neues Raum- und Funktionskonzept wurde mit den beiden Schulen bereits entwickelt, denn der bisherige Raumbestand ist mittel- und langfristig nicht ausreichend. Dazu müssen noch Teile des Bestandes saniert werden. 

Die prämierten Arbeiten werden vom 26. Oktober bis zum 14. November in einer Ausstellung im zweiten Obergeschoss des Stuttgarter Rathauses, Marktplatz 1, und anschließend vom 16. November bis zum 1. Dezember im ersten Obergeschoss des städtischen Hochbauamts, Hauptstätter Straße 66, gezeigt und können dort während der Öffnungszeiten besichtigt werden.


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27.10.2017 Kategorie(n): Bildung, Gesellschaft, Kultur, Verkehr