„Chinesische Malschule“: Begegnung der Kulturen

Vernissage und Ausstellung im „Café Kitz 7“ am 11.11.

Unter dem Motto „Begegnung der Kulturen“ lädt das Service- und Quartiershaus am 11.11. alle Interessierten Feuerbacher herzlich zu einer Vernissage mit anschliessender Ausstellung ins „Café Kitz 7“ ein.

Das Service- und Quartiershaus der Samariterstiftung im Kitzbüheler Weg in Feuerbach hat schon vieles zusammengebracht: Generationen, Stile und nun auch Kulturen. Denn am Samstag, 11. November, wird um 14.30 Uhr im Café Kitz, die Ausstellung der Chinesischen Malschule mit einer Vernissage eröffnet. Stilecht werden dazu chinesische Köstlichkeiten gereicht. Entstanden sind die Werke aus Anlass eines Sommerferienkurses der chinesischen Sprachschule Stuttgart im Quartiershaus. Die Künstler sind zwischen drei und 15 Jahren alt. Zudem werden einige  Bilder des chinesischen Malkurses und des Kindermalkurses  der Chinesischen Spracheschule Stuttgart gezeigt. Darunter sind auch Bilder von Erwachsenen.

Die traditionelle chinesische Malerei, die man heutzutage guó huà (国画), ‘Landes-’ oder ‘ursprüngliche Malerei’ nennt, ist eine der ältesten noch andauernden artistischen Traditionen der Welt. Es ist noch kein Meister in der chinesischen Malerei vom Himmel gefallen. Deshalb haben im August Kinde und Jugendliche an einem Malkurs im Feuerbacher Quartierhaus teilgenommen. Die Kinder der höheren Klasse hatten beispielsweise an zwei Tagen Arbeiten erstens eine Seefahrtsroute zu vervollständigen, also das Meer zu schaffen und am nächsten Tag ein Tiefsee-Monster zu kreieren. Das gesamte handgemachte Gemälde drehte sich um das „Tiefsee-Monster". Sie sollten sich vorstellen, dass sie das angefertigte Schiff aufs Meer hinausschicken, um das Monster zu finden und zu fangen. Dieser Weg, der durch zahlreiche fremde Landschaften führte, wurde malerisch und basteltechnisch aufgearbeitet. 

Die kleinen Kinder übten sich in  Fingermalerei. "Rundreise mit den fliegenden Häusern" und "die Bäume der vier Jahreszeiten" waren ihre Themen. Auch sie bastelten und malten. Zu sehen sind in der Selfies mit den selbst gebastelten Requisiten und die Arbeiten der höheren Klassen, die sich mit farbigen Papieren bei der Herstellung von Requisiten betätigten, die zur Dekoration von Fotos benutzt wurden. Die selbst gebastelten Requisiten sind ausgestellt.Schon mit dem Beginn der Zeit der Streitenden Reiche (475 - 221 v. Chr.) zeichneten die Künstler nicht mehr länger nur Muster und Designs, sondern sie fingen an, die Welt um sie herum in Bildern abzuzeichnen. Landschaften sind die höchste Form der chinesischen Malerei. 

Das Wesentliche dieser Kunstform liegt nicht nur im Darstellen der äußeren Erscheinung eines Gegenstandes, sondern vor allem in dem Abbilden der inneren Essenz: seine Energie, seine Lebenskraft, sein Geist. Wer die ausgestellten Werke der jungen Künstler mit diesem Verständnis betrachtet, wird überraschende Einblicke gewinnen.
Die chinesische Sprachschule, die den Kurs im Sommer im Quartierhaus veranstaltete, wurde 1997 gegründet und hat heute, gemeinsam mit der Zweigschule in Ostfildern, 400 Schülerinnen und Schüler sowie 40 Lehrkräfte. In insgesamt 21 Klassen werden die chinesische Sprache und eben auch außerunterrichtliche Aktivitäten wie Malen, Kampfkunst, Schach, Tanzen und chinesischer Chorgesang unterrichtet. 2011 wurde die Sprachschule von der staatlichen Kommission für Angelegenheiten der Auslandschinesen als Musterschule für die Vermittlung der chinesischen Sprache im Ausland ausgezeichnet.

 

Samstag, 11. November, um 14.30 Uhr, Service- und Quartiershaus, Samartierstiftung, „Café Kitz 7“, Kitzbüheler Weg 7, 70469 Stuttgart

Wohnquartier Feuerbacher Balkon
Quartiersbüro im Service- und Quartiershaus der Samariterstiftung
Kitzbüheler Weg 7
70469 Stuttgart
magdalena.heinrichs@samariterstiftung.de

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30.10.2017 Kategorie(n): Kultur