WOGV: Beeren- und Obstbaumschnitt

für den Winter mit Hindernissen

Referent Andreas Siegele musste beim jährlichen Obstbaumschnitt-Unterweisungstermin des WOGV am vergangenen Samstag wegen Erkältung absagen, als Referent konnte aber Obst- und Garten-Coach Helmut Wirth mit Unterstützung des Fachwartes Steffen Wirth kurzfristig einspringen.

Trotz der nicht ansprechenden Witterung - kurz gesagt; nasskalt - konnten über 20 Personen bei der Veranstaltung begrüßt werden. Mit der Pflanzung eines Zwetschgenbaums wurde begonnen. Eine Herausforderung war die recht tiefe Veredlungsstelle. Beim ersten Schnitt wurde auf Wunsch der Teilnehmer auf baldigen Ertrag geschnitten. Bei der zweiten Baumpflanzung einem Topaz Apfelbaum konnte der kräftige Pflanzschnitt vorgeführt werden. Um schöne Träuble (Johannisbeeren) zu bekommen ist ein jährlicher Rückschnitt unbedingt erforderlich. Durch den guten Wuchs des Strauches konnten alle 3 jährigen Triebe entfernt werden. Auch ein Teil der jüngeren Triebe wurde Boden eben abgeschnitten. Das gleiche erfolgte auch beim Rückschnitt des Stachelbeerbusches.

Bei den Bäumen war der Frost im April der ausschlaggebende Faktor. Sofern noch nicht im Sommer geschehen wurden jeweils drei, vier größere Astpartien im oberen Bereich heraus gesägt. Im unteren Bereich wurde ein massiver Rückschnitt auf junge Triebe gezeigt. Durch den Frost wurde die Alternanz auf null gesetzt. Dies bedeutet, vorausgesetzt es gibt keine Frostausfälle, dass mit einem überdurchschnittlichen Ertrag bei Apfel, Birne und Steinfrüchten zu rechnen ist. Durch den so durchgeführten Rückschnitt werden die Blütenknospen reduziert und das Wachstum angeregt, so dass wir auch 2019 einen Ertrag erwarten dürfen. Der Schnitt wurde beim Apfel, der Birne und der Kirsche gezeigt. Bei der Zwetschge wird normalerweise die Mitte nicht angeschnitten, denn dies würde zu einem extremen Zuwachs führen. Für die Teilnehmer überraschend hat Helmut Wirth aus einem vorhandenen Zwetschgenbaum die Mitte massiv herausgeschnitten, so dass eine Hohlkrone entstand. Nach dem Schnitt konnte er den Grund deutlich zeigen. Der Baum war schon stark geschädigt und sollte nur noch Früchte bringen, bis die Neupflanzung gut angewachsen ist. Auf die Besonderheit des Pfirsichschnitts wurde eingegangen. Nachdem auch Düngung und Pflanzenschutz behandelt war, bedankten sich die Teilnehmer leicht angefroren aber mit viel neuem bzw. aufgefrischtem Wissen für die Unterweisung mit einem kräftigen Applaus.

Der WOGV wünscht Referent Andreas Siegele baldige Genesung und freut sich auf die nächste Unterweisung im Januar nächsten Jahres.
14.11.2017 Kategorie(n): Kultur, Umwelt