Lob für generationenübergreifendes Konzept

Neues Wohnquartier von DRK und Siedlungswerk auf dem Killesberg mit 140 Wohnungen

Auf dem Killesberg soll ein neues Wohnquartier mit Pflegeeinrichtungen und mindestens 140 Wohnungen entstehen.

Geplant ist in einem 1. Bauabschnitt der Neubau eines Pflegeheimbereichs des DRK auf dem heutigen Parkplatzgelände mit 45 Pflegeplätzen, Tagespflegeplätze für 15 Tagesgäste, einer Begegnungsstätte für das Quartier, sowie ein Pflege- und Betreuungsstützpunkt als Programmteil des DRK. Erfreulicherweise ist ein paralleler Weiterbetrieb des Seniorenzentrums „Haus auf dem Killesberg“ mit 35 Plätzen und der betreuten Wohnungen möglich, was für die bisherigen Bewohnerinnen und Bewohner eine große Sicherheit darstellt. In einem 2. Bauabschnitt werden familiengerechte Miet- und Eigentumswohnungen, Mietwohnungen mit Betreutem Wohnen sowie Pflegewohnungen im neuen Quartier gebaut.

Das neue Konzept stelle „etwas Besonderes“ dar, betonte Bürgermeister Werner Wölfle dazu im Sozial- und Gesundheitsausschuss (SGA) am 27. November. „Hier entsteht ein integriertes generationenübergreifendes Stadtquartier in der Innenentwicklung ohne zusätzlichen Flächenverbrauch auf der grünen Wiese. Außerdem wird sichergestellt, dass die bisherigen Bewohner des Pflegezentrums auf dem Killesberg bleiben können.“ Das neue Projekt wird von zwei Bauherren getragen: das DRK ist für den Pflegebereich und die Begegnungsstätte zuständig, der neue Partner Siedlungswerk für die Wohnnutzungen. In einem ersten Bauabschnitt im Sommer 2020 wird der neue Pflegeheimbereich für die Senioren auf dem heutigen Parkplatzgelände geschaffen. Nach Fertigstellung und Umzug folgen im Frühjahr 2023 Abriss und Neubau des bisherigen Heims sowie die Erweiterung zum generationen-übergreifenden Quartierswohnen.

Ursprünglich hatte das DRK als Betreiber des Seniorenzentrums geplant, das Haus aus wirtschaftlichen Gründen abzureißen und den Bewohnern eine Unterkunft in Feuerbach anzubieten. Auf die zunehmende Kritik von Senioren und Bürgerverein reagierte die Stadt Stuttgart sowohl als Eigentümerin des Grundstücks als auch als Verantwortliche in der gesamtstädtischen Sozialplanung mit Mindestforderungen an den Erhalt von Pflegeplätzen gegebenenfalls auch bei einem Abriss. Das neue erweiterte Konzept mit Parallelbetrieb des bestehenden Pflegezentrums entstand in enger Abstimmung der Sozialplanung mit dem Stuttgarter Stadtplanungsamt und umfasst mit insgesamt 89 Pflegeplätzen jetzt sogar 23 Plätze mehr als bisher. 

Mit dem Konzept wird sowohl ein neues Wohnquartier realisiert und eine große Anzahl dringend benötigter (Miet)-Wohnungen geschaffen, als auch den heutigen Bewohnern des Hauses auf dem Killesberg ermöglicht, in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. Die Mitglieder des SGA sprachen sich einmütig dafür aus, dieses Konzept weiterzuverfolgen.Wenn der zuständige Ausschuss für Umwelt und Technik in seiner Sitzung am 28. November dem Aufstellungsbeschluss zustimmt, kann ein Architektenwettbewerb bereits im April 2018 gestartet werden. Die endgültige Fertigstellung des neuen Quartiers ist für das Frühjahr 2025 geplant.
28.11.2017 Kategorie(n): Politik, Soziales