Stuttgart macht in Sachen Feinstaub blau

Stadtwerke Stuttgart und OB Kuhn eröffnen Saison 2017 für die E-Roller von stella-sharing für Stuttgart

Auch in Feuerbach genutzt: Die E-Roller von stella-sharing. Foto: feuerbach.de

Die Stadtwerke vergrößern die Flotte von „stella-sharing“ auf 75 E-Roller und erwarten in diesem Jahr 3000 Kunden. Die Stadt Stuttgart erhofft sich mit dieser ökologischen, flexiblen und bezahlbaren E-Mobilitäts-Lösung einen weiteren Lösungsbaustein zur Überwindung des Stuttgarter Feinstaubproblems.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Fritz Kuhn haben die Stadtwerke-Geschäftsführer Olaf Kieser und Martin Rau am Mittwoch, 26. April, auf dem Stuttgarter Marktplatz die Saison 2017 von stella-sharing eröffnet – dem Elektroroller-Mietangebot der Stadtwerke für Stuttgart. 

Die blauen E-Roller im schicken Retro-Design fahren mit 100 Prozent Ökostrom der Stadtwerke. Wer sich einmalig registriert hat, kann die E-Roller über sein Smartphone und die kostenlose stella-App reservieren, anmieten und durch die Stadt fahren. Wo sich der nächste freie E-Roller befindet, zeigt ebenfalls die App an. Alle stella Fahrer können die E-Roller ab Samstag, den 29. April um 10 Uhr in Stuttgart nutzen.
„Die Elektromobilität ist nicht mehr aufzuhalten“, sagt Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Stuttgart. Kuhn weiter: „Die Elektromobilität ist ein wesentlicher Bestandteil der nachhaltigen Mobilität in Stuttgart. Die stella E-Roller sind eine weitere Möglichkeit, sich schnell, sauber und bequem in der Stadt zu bewegen. Sie führen immer mehr Bürger an die Elektromobilität wie auch die Stadtwerke insgesamt heran. Weil das Angebot stimmt und Nachfrage so groß ist, sind die E-Roller in immer mehr Stadtbezirken zu Hause.“

Saisoneröffnung stella-sharing (v.l.n.r.): Michael Kleber (Geschäftsführender Gesellschafter emco Group), Olaf Kieser (Technischer Geschäftsführer Stadtwerke Stuttgart GmbH), Fritz Kuhn (Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart) und Kurt Sigl (Präsident Bundesverband eMobilität e.V.). Fotos: Stadtwerke Stuttgart„Wir freuen uns sehr, dass stella-sharing wieder unterwegs ist“, sagte Olaf Kieser, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart. „Nach den  durchweg positiven Erfahrungen aus dem Vorjahr sind in diesem Jahr 75 neu entwickelte stella E-Roller in Stuttgart unterwegs.“ Mit der Ausweitung des Sharing-Angebots leisteten die Stadtwerke einen Beitrag zur ökologischen, flexiblen und bezahlbaren E-Mobilität in der Großstadt. In der dreimonatigen Pilotphase 2016 nutzten rund 1.200 Kunden das Angebot und legten mit den E-Rollern über 12.500 Kilometer zurück. In der Saison 2017 werden 3.000 Nutzer erwartet. „Für die Stadtwerke ist E-Mobilität ein integraler Bestandteil der urbanen Energiewende“, sagte Kieser. „Die dezentrale Erzeugung ökologischer Energie zum Beispiel durch Photovoltaikanlagen, das Speichern dieser Energie, der Aufbau von Ladeinfrastruktur in großen Wohngebäuden oder Quartieren sowie der Einsatz dieser ökologischen Energie in der E-Mobilität – alles muss zusammen gedacht und umgesetzt werden.“ 

„Die stella E-Roller sind bestens für den anspruchsvollen Einsatz im hügeligen Stuttgart ausgestattet“, sagte Michael Kleber, Geschäftsführender Gesellschafter der emco Group aus Lingen/Ems. Der niedersächsische E-Roller-Hersteller hat für die Stadtwerke und die Saison 2017 ein komplett neues E-Roller-Modell entwickelt mit einem stärkeren Motor, einer zweiten Scheibenbremse, einem Sturzbügel aus Edelstahl und einem besonders stabilen Gepäckträger. Nicht verändert wurde das unverwechselbare Retro-Design der Roller. „In die Entwicklung des Fahrzeugs sind neben unserer Expertise auch etliche konstruktive Rückmeldungen der stella-Nutzer aus 2016 eingeflossen, wofür wir uns heute ausdrücklich bedanken möchten“, ergänzte Kleber.„Die günstigen Preise für stella-sharing mit 0,19 € pro Minute oder 0,59 € pro Kilometer bleiben in 2017 unverändert. Abgerechnet wird für den Kunden weiterhin immer der günstigere Tarif“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Kieser. Eine monatliche oder jährliche Grundgebühr fällt nicht an. Direkt nach jeder stella-Fahrt erhält der Kunde eine Fahrtübersicht per Mail. Gebucht und genutzt werden die E-Roller über die kostenlose stella-App. Auch die einmalige Registrierung und Führerschein-Verifizierung erfolgt in der Regel online über die Homepage www.stella-sharing.de beziehungsweise per skype-Anruf beim stella-Team. Alternativ dazu sind Anmeldung und Verifizierung auch im Kundencenter der Stadtwerke im Tagblatt-Turm, Eberhardstraße 61 in 70173 Stuttgart, zu den Geschäftszeiten möglich.

Gefahren werden können die stella E-Roller mit einer Reichweite von rund 100 Kilometern im ganzen Stadtgebiet. „Wir sind überzeugt von der Attraktivität unseres Sharing-Angebots, deshalb haben wir nicht nur mehr Fahrzeuge im Einsatz, sondern auch das Gebiet, in denen die Miete der E-Roller gestartet und beendet werden kann, gegenüber 2016 deutlich erweitert“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Kieser. Dieser sogenannte Zuhause-Bereich von stella-sharing umfasst in der Saison 2017 die Stadtbezirke Mitte, Süd, Ost, Nord, West sowie Botnang, Degerloch, Feuerbach, Sillenbuch, Teile von Bad Cannstatt und die beiden Universitätsstandorte Vaihingen und Hohenheim. Der Zuhause-Bereich ist in der stella-App gekennzeichnet. Verlässt ein Nutzer den Zuhause-Bereich, wird er zusätzlich über die Vibrationsfunktion seines Smartphones oder eine Push-Nachricht darauf hingewiesen. Diese Funktion wird in den kommenden zwei Wochen in die App integriert.

Die Service-Station von stella-sharing befindet sich in der Saison 2017 im Stuttgarter Westen bei der Firma ELMOTO. Der Service-Partner hat eine breite Zweiraderfahrung mit dem Schwerpunkt E-Mobilität. In der Werkstatt werden kleinere Reparaturen und die Wartung der E-Roller erledigt sowie die Akkus mit 100 Prozent Ökostrom der Stadtwerke aufgeladen.  


Mehr Informationen zu stella-sharing finden Sie im Internet unter www.stella-sharing.de oder www.stadtwerke-stuttgart.de.
27.04.2017 Kategorie(n): Gesellschaft, Umwelt, Verkehr