„Zeit für Gerechtigkeit“

SPD lud zu traditionellem Frühjahrsempfang ins WerkHaus

Fotos: SPD Feuerbach

Der traditionelle Frühjahrsempfang der SPD Feuerbach fand dieses Jahr im WerkHaus des BHZ im Feuerbacher Osten statt. Stadträtin Suse Kletzin und der Vorsitzende der Jusos Sven Baumstark begrüßten die über hundert Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Schulen und Vereinen.

Die Grußworte sprachen der Leiter des WerkHaus Stefan Wegner und SPD Bundestagskandidat des Wahlkreises Stuttgart II Dr. Michael Jantzer.
„Zeit für Gerechtigkeit“ war das Thema des Abends, unter dem die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier ihre Ansprache hielt. Breymaier bekräftigte in ihrer Rede, dass sich Arbeit lohnen müsse. Wer ein Leben lang gearbeitet habe, müsse auch eine würdige Rente erhalten. Hinsichtlich der sozialen Gerechtigkeit lobte sie die bislang an der Agenda 2010 vorgenommenen Korrekturen, beispielsweise die Einführung des Mindestlohns. Dabei müssten aber weitere Taten folgen und wichtig sei „net bloß zu schwätza, sondern auch macha“. Für die nächste Regierungszeit versprach sie unter anderem die Einführung einer Bürgerversicherung.Breymaier erinnerte an die Einführung des Frauenwahlrechts im Jahr 1918 und an die Aufnahme der Gleichberechtigung in Artikel 3 des Grundgesetzes „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ im Jahr 1949, bei welchen die SPD jeweils eine vorantreibende Rolle einnahm. Bis 1977 galt § 1356 BGB Absatz 1, nach welchem Frauen nur dann erwerbstätig sein durften, „soweit dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar“ war. Vor diesem Hintergrund sei auch die Einführung der sogenannten Mütterrente für vor 1992 geborene Kinder absolut gerecht. Handlungsbedarf gebe es weiterhin bei der Reduzierung der Verdienstunterschiede zwischen Mann und Frau. Die vom Statistischen Bundesamt errechnete „bereinigte“ Lohnlücke sei ungerecht und müsse verringert werden.Bei anstehenden Veränderungen, etwa die Industrie 4.0 und die damit zusammenhängenden Herausforderungen, blickte Leni Breymaier optimistisch in die Zukunft. Wichtig sei es, keine Angst vor neuem zu schüren, sondern verschiedenste Ideen und Möglichkeiten zu durchdenken und die Zukunft sozial zu gestalten.

Erleichtert äußerte sich Breymaier über den Ausgang der Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Der großen Aufgabe Europas der Friedenssicherung müsse ein soziales Versprechen hinzugefügt werden. Schließlich könnte man den Jugendlichen in Spanien oder Griechenland viel vom längsten Zeitraum ohne Krieg in Europa erzählen, solange jede und jeder Zweite arbeitslos sei. In dieser Hinsicht müssten die europäischen Staaten verstärkt zusammenarbeiten.Im Anschluss an die mit viel Applaus belohnte Ansprache blieb noch ausreichend Zeit für interessante Gespräche bei Häppchen und einem Glas Rotwein.

Zuvor fand Martin Härer, Vorsitzender der SPD Feuerbach, im Schlusswort der Veranstaltung anerkennende Worte für die 60 Jahre lange Mitgliedschaft Fritz Schulters in der SPD. Schulter ist damit fast die Hälfte des 130-jährigen Bestehens des SPD-Ortsvereins Feuerbach Mitglied der Partei und soll im Rahmen des nächsten Senioren-Treffs geehrt werden. Die Senioren treffen sich jeden ersten Dienstag im Monat um 15 Uhr in der Gaststätte „Foehrich“ in Feuerbach, zu denen Interessierte herzlich willkommen sind.
16.05.2017 Kategorie(n): Politik