Banken und Technik: Rasante Veränderungen

170. Bürgertreff des BV im Zeichen des Geldes und Mitgliederversammlung am 17. Mai

Uwe Butsch, Regionaldirektor Privatkunden der Volksbank Stuttgart, informierte die zahlreichen Zuhörer beim 170. Bürgertreff des Feuerbacher Bürgervereins. Foto: Privat

Selbst erfahrene Bankkaufleute sind davon überrascht, wie schnell sich das Zahlungsverhalten im digitalen Verkehr Handel-Kunde–Bank derzeit verändert.

Die Bezahlsysteme werden im rasanten Tempo digital. Überweisungen werden jetzt schon per „GiroCode“ oder per „VR-Banking App mit Scan2Bank per Foto“ getätigt. Kontaktloses Bezahlen im Handel mit VR GiroCard mit NFC-Technik oder Handy wird derzeit von großen Handelsfirmen eingeführt. Das bedeutet z.B., dass die GiroCard nicht mehr in ein Gerät eingesteckt werden muss, sondern nur darüber „gewischt“ wird.  

Rund 70 Mitglieder und Freunde des Bürgerverein Feuerbach e.V. folgten sehr interessiert den anschaulich und zugleich packend präsentierten Informationen über die aktuellen inhaltlichen und strukturellen Veränderungen in der Bankenlandschaft. Uwe Butsch, Regionaldirektor Privatkunden, Volksbank Stuttgart e.G., erläuterte dabei die historische Entwicklung der Institute wie Volks- und Raiffeisenbanken, Girokassen und Großbanken. Die geschichtliche Unternehmensphilosophie ist ein völlig andere; hier Kundenbetreuung und Entwicklung, dort das alleinige ökonomische Streben nach betriebswirtschaftlichen Nutzen.  

Die derzeitige, schon lange anhaltende „Nullzinsphase“ hat die Marktsituation gravierend verändert. Trotzdem die Sparquote der Deutschen 2016 bei rekordverdächtigen 9,7 Prozent lag, ist an einen Vermögenszuwachs nicht zu denken. Im Gegenteil, die Inflation, wenn auch moderat, führt zu Vermögensverlusten. Dabei hat das Aussitzen keinerlei Aussicht auf Erfolg. Das Phänomen des Nullzinses hat sich zur stetigen Nullzinsphase gewandelt. Dies trifft natürlich in besonderer Form die jungen Menschen bei der Altersvorsorge. Der oft unterschätzte Zinseszinseffekt in der Kapitalbildung bleibt aus. Eine Reaktion, hin zu anderen Anlageformen ist dringend notwendig. Die Altersarmut steht drohend im Hintergrund. Mut machte Uwe Butsch dem Publikum im gesetzteren Alter, dass die derzeitige sehr negative Handhabung der Wohnmobilienkreditrichtlinie zugunsten der Älteren geändert werden soll. Es unterblieben und unterbleiben notwendige Renovierungsarbeiten an Haus und Hof, weil notwendige Kredite an die ältere Generation (Lebenserwartung) nicht mehr aufgelegt wurden – eine Verfahrensweise mit Brüsseler Bürokratiehintergrund. Neueste Untersuchungen zeigen dabei, dass das Interesse für Bankgeschäfte und –vorgänge beim jüngeren und älteren Publikum nahezu ausgeglichen ist. Die Besuche via Internet auf den „homepages“ (Seiten) der Bankinstitute sind nur marginal different. Fazit des Abends: Aufmerksames Begleiten und  Mitmachen in der schnellen Wandlung des Bankensektors ist für alle Altersgruppen unabdingbar.


HINWEIS:
Mitgliederversammlung am Mittwoch, 17. Mai 2017, um 19.30 Uhr
Ort: Bürgeretage im Bürgerhaus und FMZ, Stuttgarter Str. 15, Stuttgart-Feuerbach

Die Vorsitzende, Ruth Maier, berichtet über das vergangene Vereinsjahr. Es folgen der Bericht des Kassierers, Michael Dobelmann, der Bericht der Kassenprüferin und die Entlastung des Kassierers sowie des Vorstands. Im Anschluss berichtet Bezirksvorsteherin, Andrea Klöber, über Aktuelles aus Feuerbach. Mitglieder und Freunde des Bürgerverein Feuerbach e.V. sind herzlich willkommen! 

05.05.2017 Kategorie(n): Gesellschaft, Handel/Gewerbe/Dienstleistung