10 Jahre und kein bisschen trocken

Das „Weinerlebnis Lemberg“ feiert am 6. August Jubiläum und lädt zum Geniessen ein

Die Feuerbacher Winzer laden wieder herzlich ein - diesmal schon zum 10. Mal! Foto: Privat

Das Weinerlebnis am Lemberg feiert am 6. August sein zehnjähriges Jubiläum. Neben dem Brackefest und dem Kelterfest ist es heute fester Bestandteil der Veranstaltungen rund um den Feuerbacher Wein.

Seit zehn Jahren öffnen immer am ersten Sonntag im August Wengerter ihre Weinberge und laden zur Wanderung rund um den Lemberg mit Verkostung ein.

Die Idee entstand – wie kann es anders sein – auf einer Weinwanderung. Inspiriert durch edle Tropfen kam Joachim Friedrich, einem der Gründungsväter des Feuerbacher Weinerlebnisses, der entscheidende Gedanke: Das können wir auch bei uns in Feuerbach machen. Eine wundervolle Aussicht, Wengerter mit Liebe zu ihrem Stückle und eine Vielfalt guter Weine hat Feuerbach zu bieten. Vor allem gibt es ein Publikum, dass sich mit den vor Ort angebauten Tropfen identifiziert. Diese Weinliebhaber sollen auch bei uns die Gelegenheit haben zu erleben, wo und wie ihr Wein wächst, gedeiht und am Ende mundet.Am 6. August von 11 bis 19 Uhr bieten die Familien Bachmann, Bogenschütz, Hörenberg, Fabian Rajtschan, Siegfried und Manfred Rajtschan sowie Schnyder-Friedrich Ihnen entlang des Rundwegs am Lemberg eine große Anzahl ihrer Weine zur Verkostung an. Sie sind in Feuerbach gewachsenen, ganz überwiegend selbst ausgebaut und oft noch im heimischen Keller gereift. Und wie jedes Jahr gibt es wieder sieben für sechs. Wenn Sie an jedem Stand einen Wein probieren, erhalten Sie am Ende den siebten Wein im Wert von 2,-- € am Stand Ihrer Wahl gratis.

Daneben gibt es kleine Gaumenfreuden vom Kräuterkäsbrot über die Maultasche auf die Hand, dem vielfältigen Stocherteller, die beliebten Kutteln und dem trendigen „Pulled Pork“.Auf dem Rundweg finden Sie wie im vergangenen Jahr bei den Ständen Infotafeln, die Sie über die dort angepflanzten Rebsorten informieren. Heute werden in Feuerbach neben Trollinger und Riesling weitere 24 Rebsorten angebaut, darunter Sorten wie der Cabernet Cortis, die erst durch das mildere Klima in unserer Region gedeihen.

Im Jahr 1850 wuchsen rund um den damaligen Feuerbacher Ortskern auf einer Fläche von 140 ha Reben. Heute sind es nur noch auf knapp 12 ha, der größte Teil davon am Lemberg. Die verbliebene Rebfläche wird ganz überwiegend von Freizeitwengertern bewirtschaftet, die damit eine lange Tradition fortführen und unsere einmalige Kulturlandschaft mit ihrem hohen Freizeitwert am Leben erhalten. Die bunte Mischung aus Weinbergen, Gärten, Sträuchern, Büschen und Wald ist auch ein wertvoller Rückzugs- und Lebensraum für seltene Tiere von der Mauereidechse bis zum roten Milan.Für den Weinbau ist diese Vielfalt im Vergleich zu den großen Monokulturen eine Herausforderung, die viel Individualismus, Engagement und  nicht zu unterschätzende körperliche Anstrengungen das ganze Jahr hindurch mit sich bringt. Es gilt, sich ständig auf die Wetterkapriolen - in diesem Jahr der verheerende Spätfrost -, neue Krankheiten und neue Schädlinge wie die Kirschessigfliege einzustellen. Die vielen Feuerbacher Wengerter arbeiten hart, um allen Herausforderungen zum Trotz dieses Erbe zu erhalten, damit es auch in Zukunft den Wein „Feuerbacher Berg“ geben wird.

Das Weinerlebnis am Lemberg findet am 6. August von 11-19 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mit Rücksicht auf die Besucher wird gebeten, den Wanderweg nicht zu befahren.

Weitere Info unter www.weinerlebnis-lemberg.de



01.08.2017 Kategorie(n): Freizeit, Gastronomie, Gesellschaft, Umwelt