Einstimmen in die Enttäuschung über den Autogipfel

Feuerbacher Unternehmer Peter Schmaus legte als Gast bei „Dunja Hayali“ seine Sicht der Dinge dar

Peter Schmaus, Mitte, neben Bundesumweltministerin Hendricks und Moderatorin Dunja Hayali, links, bei der gleichnamigen Sendung. Bildschirmfoto: „Dunja Hayali“, ZDF Mediathek

Am Mittwochabend, 02. August, war der Feuerbacher Sanitärunternehmer und stellv. GHV-Vorsitzende Peter Schmaus als Gast in der ZDF-Talkshow „Dunja Hayali“ eingeladen, um seine Sicht der Dinge auf das magere Ergebnis des „Autogipfels“ zu erörtern.

Der deutschen Autoindustrie könnte aufgrund des Verpassens des Umstiegs hin zur Elektromobilität langfristig ein ähnliches Schicksal wie Nokia nach dem Aufkommen des Smartphones drohen, sie könnte an ihrem eigenen Hochmut scheitern, wenn sie nicht schnell und radikal umdenkt. In Mitleidenschaft würden dann vor Allem die Millionen Arbeitsplätze gezogen werden, die daran hängen. Aber auch schon jetzt ist der Imageschaden beträchtlich - der Autogipfel hat gezeigt, dass ein echtes Umdenken bei den Autobossen und in der Politik noch in weiter Ferne liegt.  Vor alledem kommen jedoch erstmal die drohenden Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in deutschen Städten.

Nicht nur aus den bekannten Umweltschutzgesichtspunkten, sondern auch aus ökonomischer Sicht wären die Verwerfungen für Bürger und Gesellschaft also in jedem Fall zu spüren. Als „Beispielfall“ durfte der Feuerbacher Sanitärunternehmer und stellv. GHV-Vorsitzende Peter Schmaus in der ZDF-Talkshow die Lage schildern, die ihm drohen würde, würde ein Dieselfahrverbot für Stuttgart tatsächlich kommen. Dann müsste er die gesamte Fahrzeugflotte seines Sanitärunternehmens teuer umrüsten. Aber auch andere Arbeitgeber wie etwa ein ebenfalls geladener Talkgast aus Mönchengladbach, der ein Autohaus hat - und auf seinen Dieselautos sitzen bleibt - sowie ein Umweltschützer aus Stuttgart haben das Ergebnis des Gipfels deutlich kritisiert.

Hier geht’s zur Sendung „Dunja Hayali“ vom 02. August 2017 in der ZDF-Mediathek

03.08.2017 Kategorie(n): Gesellschaft, Politik, Umwelt