Felsenkeller

Tunnelstraße 16

Bild 1 von 3: Felsenkeller, links die Lünigsche Fabrik um 1910 (Bild: Archiv Rieker)Bild 2 von 3: Postkarte Felsenkeller (Bild: Archiv Rieker)Bild 3 von 3: Felsenkeller 2012 (Bild: Arendt)

Der heute unter Denkmalschutz stehende Felsenkeller wurde im Jahre 1880 vom Kaufmann und Brauer J.G. Motz neben seiner Brauerei nach Plänen des Architekten Wilhelm Mack im Stile des Historismus und der Neorenaissance erbaut. Die kontrastfarbige, dekorative Fassade aus Zierfachwerk und das flache Satteldach erinnern an ein Schweizerhaus. Der Name dieser ehemaligen Sommergaststätte „Brauerei zum Felsenkeller“ ist von dem tief in den Felsen gebauten Brauereikellern der benachbarten Brauerei abgeleitet. Die mit einem Gartensaal ausgestattete Gaststätte war einst ein bekanntes Ausflugslokal.
Am 19. Januar 1900 wurde dieses Motzsche Anwesen zum Preis von 7.000 Mark an den Wirt Eugen Brudi verkauft. Sehr viele Veranstaltungen  -unter anderem ein Militärkonzert anlässlich der Stadterhebung Feuerbachs, Tanzstundenbälle, Bockbraten­essen- fanden dort statt. Im Jahre 1908 wurde hier der katholische Arbeiterverein gegründet.

Dieser Saal war 1917/18 vom Militär belegt.

Das im Jahre 1922 stillgelegte Lokal kaufte die Polster- und Ledermöbelfabrik Karl Straub, und zwischen 1939 und 1999 betrieb die Firma Hermann  Bubeck GmbH & Co. KG  hierin eine Modellbau­werkstatt.
Während des Zweiten Weltkrieges dienten Garage und Keller als öffentliche Luftschutzkeller.

Nachdem der Felsenkeller zwischen 1999 und 2004 leer gestanden hatte, führten umfangreiche Renovierungsarbeiten zu einer Wandlung hin zu einer Veranstaltungsräumlichkeit. Seit 2009 werden die Räume des Felsenkellers vom Produktionszentrum für Tanz und Performance e.V. genutzt.


Quellen: Felsenkeller, U. Gohl, J. Kurz, Liste der Kulturdenkmale, K. Müller