Alter Friedhof

Stuttgarter Straße 128, Burgenlandstraße

Bild 1 von 6: Alter Friedhof 2011 (Bild: Arendt)Bild 2 von 6: Alter Friedhof (Bild: Archiv Rieker)Bild 3 von 6: Friedhofsmauer 2011 (Bild: Arendt)Bild 4 von 6: Friedhofsmauer 1920 (Bild: Archiv Rieker)Bild 5 von 6: Steintafel 1619 (Bild: Archiv Rieker) Bild 6 von 6: Eingangstor zum Alten Friedhof 1621 (Bild: Zeichnung Holstein)

Zwischen der oberen Stuttgarter Straße (der früheren Rosenstraße) und der Burgenlandstraße (bis 1938 Eychstraße) befindet sich ein schöner kleiner und denkmalgeschützter Park mit Brunnenanlage und dabei auch ein Spielplatz für die Kinder, der aus dem umgestalteten früheren Friedhof entstanden ist (Bilder 1 und 2). Nachdem der Kirchhof bei der Stadtkirche zu klein geworden war, wurde 1619 dieser Friedhof als zweiter christlicher Begräbnisplatz für Feuerbach angelegt. Bereits kurze Zeit danach musste man in den Jahren 1634/35, nach der Schlacht bei Nördlingen, in 13 Monaten 527 Pesttote beisetzen.
Nach einem Bericht von Richard Kallee, wurde hier im Jahre 1820 auch der seit 1787 in Feuerbach wirkende Pfarrer Johann Georg Schmid, ein Onkel des bekannten Dichters Ludwig Uhland, beigesetzt.

1898/99 wurde dieser Friedhof aufgehoben und durch den neuen Friedhof im Feuerbacher Tal ersetzt.  Stadtbaumeister Friedrich Holstein hat 1915 diesen Platz in eine Parkanlage umgestaltet. Die Friedhofsmauer wurde dabei im Original erhalten (Bild 3 und 4), so wie sie noch heute zu sehen ist. In einem Stein findet man die Aufschrift H.K. und H.G. (1619), wohinter sich die einstigen Kirchen- bzw. Heiligenpfleger Hans Kaab und Hans Gehr verbergen (Bild 7).
In den Jahren 2012/13 wurde diese Anlage einer gründlichen Renovierung und Umgestaltung durch die freien Landschaftsarchitekten Verdyck & Gugenhahn unterzogen, darunter auch die noch im Original erhaltene Friedhofsmauer (Bilder 3 und 4). Am 25. Oktober 2013 wurde der Alte Friedhof wieder eröffnet.
Der Alte Friedhof ist am Eingang Burgenlandstraße mit einer Informationstafel ausgestattet.


Quelle: Liste der Kulturdenkmale, R. Adam, NSR