Föhrichkirche

Steigerwaldstraße 10

Bild 1 von 6: Föhrichkirche 2012 (Bild 1: Arendt)Bild 2 von 6: Innenraum der Föhrichkirche 2004 (Bild 2: Hauser)Bild 3 von 6: Innenraum der Föhrichkirche 2004 (Bild 3: Hauser)Bild 4 von 6: Föhrichkirche im Bau 1929 (Bild 4: Archiv Rieker)Bild 5 von 6: Föhrichkirche 1930 (Bild 5: Archiv Rieker)Bild 6 von 6: Russisch-Orthodoxe Kirche 2012 (Bild 6: Arendt)

Der im Jahre 1920 beginnenden umfangreichen Bauaktivität im Föhrich folgte der Wunsch der Kirchengemeinde, auch diese Siedlung kirchlich zu versorgen. Nach langem Bemühen wurde dann im Jahre 1926 ein entsprechender Bauplatz an der Steigerwaldstraße (früher Goethestraße) erworben. Im Frühjahr 1926 konnte das Haus Wielandstraße (heute Donnersbergstraße)  45 als Wohnung für den zukünftigen Pfarrer gekauft werden.

Allerdings waren für eine massive Kirche die entsprechenden Mittel nicht vorhanden (1929 war das Jahr der Weltwirtschaftskrise), sodass man sich zum Bau einer aus Holz gefertigten Notkirche entschloss. Begonnen wurde dieser Bau dann im September 1929 unter der Leitung des Architekten Schwarz (s. Bild 4), und am 14.März 1930 konnte diese Kirche eingeweiht werden (s. Bild 5). Der damalige Kirchenpräsident Theophil Wurm (1868-1953) sprach in seiner Festrede den auch heute noch hochaktuellen, denkwürdigen Satz: „Wir haben eine Kirche geöffnet. Anderswo werden Kirchen geschlossen.“

Der Zweite Weltkrieg hatte seine zerstörerische Wirkung auch an der Föhrichkirche, die aber durch Mithilfe vieler Freiwilliger zusammen mit dem angegliederten Gemeindesaal wieder aufgebaut wurde. Am 8.Oktober 1950 konnte die Föhrichkirche zusammen mit dem neuen Glockengeläut erneut eingeweiht werden (s. Bilder 1 bis 3). „Seit Dezember 1961 besteht das Gemeindezentrum in seiner heutigen Gestalt mit Kirche, Gemeindesaal, Jugendräumen, Kindergarten und Wohnungen für Pfarrer und Mesner.“ Die alte störungsanfällige, elektrisch gesteuerte  Orgel wurde im Jahre 1966 durch Wiederverwendung alter Orgelbautradition abgelöst, womit die Föhrichkirche den anderen drei Feuerbacher Kirchen beispielhaft voran ging.

Seit 2005 sind die bis dahin rechtlich selbstständigen vier evangelischen Kirchen Feuerbachs durch Beschluss der Kirchengemeinderäte wieder in einem Verbund, der Evangelischen Kirchengemeinde Feuerbach. Und seit dem Jahre 2010 gibt es einen Beschluss dieses Feuerbacher Kirchengemeinderates, aus finanziellen Gründen zwei der vier Feuerbacher Kirchengebäude (bei Erhalt der Pfarrstellen) zu schließen.

Die Föhrichkirche konnte diesen Beschluss optimal umsetzen: die bereits vom Mai 2010 bis Juni 2011 im Kirchengebäude gastierende und zum Moskauer Patriarchat gehörende Russisch-Orthodoxe Kirche „Heiliger Prophet Elias“ ist seit Juli 2011 in ein Mietverhältnis eingetreten (s. Bild 6), welches der Kirchengemeinde jedoch das Recht einräumt, als Gast diese Räume weiterhin partiell zu nutzen, so auch mit Taizé-Gottesdiensten.

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Feuerbach, NRS

 

Die Föhrichkirche ist mit einer Informationstafel ausgestattet.

Mehr Informationen: www.evangelische-kirche-feuerbach.de, www.prophet-elias.com