Hauffsche Häuser

Stuttgarter Straße 121-135

Bild 1 von 3: Hauffsche Villa 2012 (Bild: Arendt)Bild 2 von 3: Hauffsche Doppel-Villa 2012 (Bild: Arendt)Bild 3 von 3: Alamannisches Gräberfeld, links das Haus Rosenstraße 21 ist heute die Stuttgarter Straße 121,es  ist das erste der Hauffschen Häuser. (Plan: nach Wikipedia)

Dieser Teil der Stuttgarter Straße hieß früher Rosenstraße, von 1933-1945 Wilhelm-Murr-Straße und ab 1945 Stuttgarter Straße.

Die im Jahre 1870 in Feuerbach gegründete chemische Fabrik J. Hauff & Co.GmbH war neben anderen hiesigen Firmen der selben Branche wegen der hervorragenden Qualität ihrer Erzeugnisse äußerst erfolgreich. Hauff gehöte somit zu den Mitbegründern des Industriestandorts  Feuerbach.
Hauff hatte im Jahre 1910 ein größeres Grundstück zum Preis von 50.000 Mark erstanden. Obwohl es zur damaligen Zeit nicht üblich war, größere Komplexe für Werkswohnungen zu bauen, errichtete er auf diesem Areal vier villenähnliche Doppelwohnhäuser (Bilder 1 und 2), um darin überwiegend seine Chemiker unterzubringen.
Bei den Ausschachtungsarbeiten stieß man 1911 auf alamannische Reihengräber (Bild 3), deren Ausgrabungen und Fundentnahmnen vom Stadtpfarrer Richard Kallee geleitet wurde.
Julius Hauff war Mitglied der in jener Zeit einflussreichen Mittwochsgesellschaft, aus der heraus er zusammen mit dem Unternehmer Karl Feuerlein am 5.März 1887 anregte, einen  Feuerbacher Gewerbeverein zu gründen.

Quellen: Chronik Feuerbach, O. Häusssler, J. Hagel