Högenbrünnele

Gernotstraße

Bild 1 von 4: Högenbrünnele 2011 (Bild: Arendt)Bild 2 von 4: Högenbrünnele (Bild: Brunnenamt)Bild 3 von 4: Högenbrünnele mit Treppenaufgang (Bild: Archiv Rieker)Bild 4 von 4: Högenbrünnele vor dem Zweiten Weltkrieg (Bild: Archiv Rieker)

Am oberen Ende der 1938 so benannten Gernotstraße steht neben dem Treppenaufgang zur Rüdigerstraße das 1913 im Jugendstil erbaute Högenbrünnele. Brunnen und Treppenanlage, beide bestehend aus Ortbeton mit Kunststeinvorsatz, sind zusammen mit der Böschungsmauer in Sachgesamtheit denkmalgeschützt.
Der Name des Högen- oder auch Höchenbrunnens leitet sich von Hag oder Hecke ab.
Oswald Hesse berichtete, dass „in der Stuttgarter Straße, in der Nähe des alten Postgebäudes, im Jahre 1897 ein römisches Bad in einer Tiefe von 3 Metern gefunden wurde. Es zeigte auf dem Boden einen Belag von platten Ziegelsteinen, die fest aneinandergefügt waren, und enthielt ein Zinnrohr, in welchem offenbar das Wasser zuge­führt wurde. Die Richtung des Rohres wies nach dem Höchenbrunnen hin, eine aus Keuperdand­stein hervortretende Quelle, welche ein fast kalkfreies Wasser lieferte, das somit zum Baden ganz besonders geeignet war. Gegenwärtig (1909) ist diese Quelle versiegt.“
Die Quelle, welche oberhalb des „Birkenwäldles“ lag, speiste zur Römerzeit einen an der unteren Stuttgarter Straße entdeckten Gutshof („Villa rustica“), noch vor dem Zweiten Weltkrieg lieferte sie frisches Quellwasser, sie ist inzwischen aber versickert.
Nach der Sanierung im Jahre 1983 ist dieser Laufbrunnen am öffentlichen Netz angeschlossen, er hat Trinkwasserqualität.
In der Brunnensaison (Mai bis September) öffnet der Brunnen über eine Zeitschaltuhr von 8:30 bis 22:00 Uhr die Ventile.


Quellen:  R. Heinz, Brunnenamt, O. Hesse