Ehemaliger Militär-Schießplatz
Mähderklinge 16


Der ehemalige Schießplatz mit Kantine der Militär-Standortverwaltung (Mähderklinge 16) lag im hinteren Teil des Gewanns Mähderklinge unterhalb der Hohen Warte. Die je 600m langen Schießbahnen Mähderklinge und Heukopf sind erkennbar als zwei weiße Streifen links in der Mitte des Planes.
Ulrich Gohl (NSR) hat seine diesbezügliche Recherche wie folgt veröffentlicht: „Die kgl. Militärverwaltung suchte – anstelle des Schießstandes Rotebühl-/Rötestraße – einen neuen Standort für die Anlage und begann 1869 in Feuerbach, in der Mähderklinge, erste Flächen zu kaufen. 1870 war die Anlage für Soldaten und Offiziere bereit. Bereits 1874 und dann 1878/79 vergrößerte das Heer die Anlage um jeweils mehr als 100 ar. Die Schießbahnen waren insgesamt 600m lang; ihre Wälle und Mauern sind teilweise noch heute zu identifizieren. Restlos verschwunden sind jedoch die 1886 errichteten dazugehörigen Gebäude. Wegen vermehrt verirrter Gewehrkugeln wurde der Schießbetrieb 1892 (Quelle: HSA) vorläufig eingestellt, später erneut zugelassen. Eine erneute Erweiterung wurde 1904 von den Feuerbacher Behörden abgelehnt.“
Da es im Hauptstaatsarchiv über die Schließung dieser Anlage keine Dokumente gibt, wird vermutet, dass diese Schießbahnen noch bis zum Zweiten Weltkrieg existierten. Diese Vermutung ist von einem Zeitzeugen inzwischen bestätigt worden. Im Feuerbacher Adressbuch von 1929 ist die Adresse „Militär-Schießstand-Kantine“ noch genannt.