Roserareal

Roserplatz

Bild 1 von 8: Roserareal 2011 (Bild: Arendt)Bild 2 von 8: Freie Musikschule, Kultur- und Bürgerhaus 2011 (Bild: Arendt)Bild 3 von 8: Wichtel-Hausbrauerei (früher Roser-Maschinenhaus) 2011 (Bild: Arendt)Bild 4 von 8: Freie Musikschule, Kultur- und Bürgerhaus 2011 (Bild: Arendt)Bild 5 von 8: Roserareal mit Wasserspielen 2011 (Bild: Arendt)Bild 6 von 8: Roserareal 2011 (Bild: Arendt)Bild 7 von 8: Lederfabrik Roser 1872  (Bild: Festschrift 100 Jahre Lederfabrik C.F. Roser Stuttgart-Feuerbach 1834-1934)Bild 8 von 8: Lederfabrik Roser in den 1930er Jahren (Bild: Festschrift 100 Jahre Lederfabrik C.F.Roser Stuttgart-Feuerbach 1834-1934)

Dieser Platz ist benannt der ehemaligen Lederfabrik C.F. Roser. Die Familie Roser war aus Straßburg zugewandert und betrieb bereits 1698 eine Gerberei in Stuttgart. Gerbermeister Jakob Heinrich Roser gründete 1834 eine Gerberei in Heilbronn und verlegte diese 1848 nach Stuttgart. Aus diesem Unternehmen gingen als Nachfolger 1875 die Esslinger Lederfabrik und 1872 die Feuerbacher Lederfabrik C.F. Roser als Neugründungen hervor. Feuerbach bot damals genügend Raum für den industriellen Ausbau. Die Feuerbacher Firma entwickelte sich danach zu einem führenden Unternehmen der Branche. Bis 1934 wurde ständig erweitert und umgebaut.

Bei Bauarbeiten zur Erweiterung der Produktionsfläche entdeckte man am 26.06.1935 jungsteinzeitliche Siedlungsspuren und Gräber auf dem Werksgelände. Die Nähe des wasserspendenden Feuerbachs hatte also schon vor 5000 Jahren Menschen einen Lebensraum geboten.

Im Zweiten Weltkrieg war die Firma größter Hersteller des auf PVC-Basis gründenden Kunststoffes „P-Sohle“, ein Vorläufer der später bedeutenden Folienproduktion. In den Jahren 1944/45 verursachten Luftangriffe schwere Schäden. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm das Unternehmen einen raschen Aufschwung. So hatte Roser Mitte der 1980er Jahre eine Monopolstellung bei der Autolederherstellung. 1994 wurde die Fertigung eingestellt und das veräußerte Werksgelände unter Einbeziehung denkmalgeschützter Firmengebäude  (Bonatzarchitektur) einer neuen Nutzung zugeführt und zu einem attraktiven Treffpunkt umgestaltet.

Im Wasserbecken des Brunnens sind Schaumfontänen und zwei Technikobjekte integriert, die damalige Arbeitsabläufe symbolisieren: Antriebskraft durch Wasserräder und Transport durch Fördertechnik. Quarzitblöcke und Sitzmauern laden zum Verweilen ein. Historische Backsteingebäude neben neu entstandenen Bürogebäuden und der wieder offen verlaufende Feuerbach umschließen diesen Platz.