Ruhbank

Feuerbacher Weg / Spitzwegstraße

Bild 1 von 5: Ruhbank Feuerbacher Weg (Bild 2012: Arendt)Bild 2 von 5: Ruhbank Feuerbacher Weg (Bild 2012: Arendt)Bild 3 von 5: Mauer mit Gedenktafel (Bild: Schweickart)Bild 4 von 5: Mauer mit Gedenktafel (Bild 2014: Arendt)Bild 5 von 5: Gedenktafel von 1675 (Bild: Schweickart)

Am oberen Feuerbacher Weg (bis 1935 noch Mühlbergstraße genannt), bei der Einmündung der Spitzwegstraße, steht eine denkmalgeschützte, steinerne Ruhbank, auch Gruhe oder Gruabbank genannt. Sie stammt aus einer Zeit (1500-1850), als man schwere Lasten auf dem Rücken oder auf dem Kopf transportierte. Die Höhe der Ruhbank war in der Regel nicht zum Sitzen vorgesehen, sondern sie war so dimensioniert (1,20 bis 1,50m), dass man die Krätten (Rückenkörbe) bequem abstellen und nach dem Ausruhen wieder selbstständig aufnehmen konnte.
„In der Re­gion und rund um Stuttgart herum, gab es früher zahlreiche Ruhbänke zur Rast der Lasten­träger. Sie befanden sich hauptsächlich an Steigun­gen und Weg­kreuzungen oder auch an Quellen und Aussichtspunkten. In Stuttgart erinnert der Haltestellen-Name „Ruhbank“ an eine solche Einrichtung.“

Die hier beschriebene Ruhbank steht auf dem alten Verbindungsweg („Steige“) zwischen Feuerbach und Stuttgart, auf dem die Feuerbacher Bauersfrauen Milch oder auch andere Produkte ihrer Landwirtschaft auf den Markt nach Stuttgart transportiert haben. Es wird berichtet,“ dass sich damals Tag für Tag 80 Frauen und Mädchen frühmorgens am Fuße des Feuerbacher Weges versammelt haben, um, beladen mit Milch, Eiern und Gemüse, den beschwerlichen Weg in die Residenzstadt Stuttgart anzutreten“.  Das geschah auch noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als es bereits eine Eisenbahnverbindung nach Stuttgart gab.

Unweit dieser Ruhbank, an der Mauer zum Grundstück Feuerbacher Weg 138, ist eine Tafel eingelassen, mit der sich ein Tübinger Vogt anno 1675 verewigt hatte. Diese Gedenktafel erinnert damit auch an die Besitzrechte in der Gemeinde Feuerbach, welche in den Jahren 1477/82 von Graf Eberhard V. („im Bart“) der Universität Tübingen zu deren wirtschaftlicher Ausstattung übertragen wurden. Das Patronatsrecht blieb noch bis in das Jahr 1919 bei der Tübinger Universität.

Quellen: WIKIPEDIA, Liste der Kulturdenkmale. J. Kurz
www.bv-feuerbach.de