Ruhbank

Hohewartstraße

Bild 1 von 3: Ruhbank Hohewartstraße (Bild 2012: Arendt)Bild 2 von 3: Ruhbank Hohewartstraße (Bild 2012: Arendt)Bild 3 von 3: Gedenksäule (Bild 2012: Arendt)

In der Hohewartstraße (bis 1937 noch Solitudestraße genannt) bei der Einmündung des Einsiedelwegs, steht eine denkmalgeschützte, steinerne Ruhbank, auch Gruhe oder Gruabbank genannt. Sie stammt aus einer Zeit (1500-1850), als man schwere Lasten auf dem Rücken oder auf dem Kopf transportierte. Die Höhe der Ruhbank war in der Regel nicht zum Sitzen vorgesehen, sondern sie war so dimensioniert (1,20 bis 1,50m), dass man die Krätten (Rückenkörbe) bequem abstellen und nach dem Ausruhen wieder selbstständig aufnehmen konnte.
„In der Re­gion und rund um Stuttgart herum, gab es früher zahlreiche Ruhbänke zur Rast der Lasten­träger. Sie befanden sich hauptsächlich an Steigun­gen und Weg­kreuzungen oder auch an Quellen und Aussichtspunkten. In Stuttgart erinnert der Haltestellen-Name „Ruhbank“ an eine solche Einrichtung.“

Auf dem Gelände hinter der Ruhbank, welches der evangelische Landeskirche als Schenkung zugesprochen wurde, ist der Bau von Reihenhäusern geplant. Der Standort der Ruhbank wird sich dadurch jedoch nicht verändern.

Die hier beschriebene Ruhbank (Bilder 1 und 2) steht am Rande des alten Verbindungswegs zur Solitude, auf dem die Feuerbacher Lasten transportiert haben.
Vor nahezu 2000 Jahren verlief hier die von Römern erbaute Straße zwischen Cannstatt und Pforzheim, worauf eine privat aufgestellte Gedenksäule vor dem Gebäude der Hohewartstraße 138 hinweist (Bild 3).


Quellen: WIKIPEDIA, Liste der Kulturdenkmale. J. Kurz