Kirche St. Josef

Oswald-Hesse-Straße 76

Bild 1 von 9: Kirche mit altem Gemeindesaal (Bild: Archiv Rieker)Bild 2 von 9: Kirche 1938 (Bild: Archiv Rieker)Bild 3 von 9: Oratorium 1910 (Bild: Archiv Rieker)Bild 4 von 9: Kircheninnenraum 1934 (Bild: Pfarrarchiv)Bild 5 von 9: Bau der Kirche (Notiz von 1934: Pfarrarchiv)Bild 6 von 9: Kircheneinweihung 1934 (Zeitungsartikel: Pfarrarchiv)Bild 7 von 9: Kircheninnenraum  (Bild: Archiv Rieker)Bild 8 von 9: Alter Gemeindesaal von 1961 (Bild: Archiv Rieker)Bild 9 von 9: Kirche mit neuem Gemeindesaal (Bild: Arendt 2011)

Die katholische Kirche St. Josef steht an der Oswald-Hesse-Straße, der Namensgeber dieser Straße war Feuerbacher Ehrenbürger und Hofrat, Chemiker und Direktor der Firma Friedrich Jobst, der ersten industriellen Fabrik in Feuerbach. Bis 1938 hieß die Straße Pragstraße.

Im Jahre 1895 wurde der vom Regierungsbaumeister Pohlhammer errichtete Bau der ers­ten katholi­schen Kirche eingeweiht. Die wegen ihrer geringen Größe das Ora­torium (also eine Haus­kapelle) genannte Kirche (Bild 3) diente zur Seelsor­ge sowohl für die aus vielen zugezogenen Katholiken vergrößerte Gemeinde in Feuerbach, wo es im Jahre 1902 be­reits 252 Katholiken gab, als auch bis 1902 für die katholische Ge­mein­de in Zuffen­hausen. Begonnen als Expositurvikariat und seit 15. April 1898  als Pfarrverweserei (also eine Art Ne­ben­­pfarrei)  wurde die katholische Gemeinde erst 1912 in eine ordent­liche Stadt­pfarrei erhoben.

Im Jahre 1933 wird die Stadtpfarrei dem Stadtdekanat Stuttgart zugeteilt, vorher gehörte sie zu Neuhausen a.F.

Bedingt durch das Wachstum der Kirchengemeinde, im Jahre 1930 gab es bereits 2300 Katholiken in Feuerbach, reichte das Oratorium für die Seelsorge nicht mehr aus, und so wurde beschlossen, eine größere Kirche vom Architekten Herkommer bauen zu lassen. Der erste Spatenstich für die neue Kirche St. Josef war am 10. September 1933, die Grundsteinlegungsfeier folgt am 17. November 1933, und die Glockenweihe fand bereits am 20. November 1934 statt (Bilder 1, 2, 4 – 8).

Durch den Zweiten Weltkrieg wurde auch die katholische Kirche in Mitleidenschaft gezogen. So zog am 16.Januar 1943 die Wehrmacht die zwei Glöcklein des Oratoriums ein, und am 16. Juli 1944 zerstört eine Sprengbombe die alte Kirche, und auch  das Pfarrhaus wird stark beschädigt. Bei einem Luftangriff am 21. September 1944 fielen außerdem die katholische Schule und das Schwesternheim zum Opfer. Die inzwischen 10 Jahre alte Kirche St. Josef blieb unbehelligt.

Erst 1961 konnten die Aufbauarbeiten mit der Einweihung des neuen Gemeindezentrums (Bild 9) abgeschlossen werden. Und heute steht an dieser Stelle ein modernes Haus für die Kirchengemeinde.

Die Kirche St. Josef ist mit Werken moderner Künstler reichhaltig ausgestattet.

 

Mehr Infos:
www.katholische-kirchengemeinde-feuerbach.de