Tal der Rosen

Killesberg-Park

Bild 1 von 4: Steinbrüche 1845 (Bild: Christian Septimus von Martens)Bild 2 von 4: Tal der Rosen 2011 (Bild: Arendt)Bild 3 von 4: Steinbrüche um 1900 (Bild: Archiv Rieker)Bild 4 von 4: Steinbruch-Informationstafel (Bild: Arendt)

Wer durch das wunderschön angelegte Tal der Rosen spazieren geht, der kann sich nicht vorstellen, dass dieser Ort einst Arbeitsplatz für über 100 Steinbrecher und später eine unansehnliche Müllhalde gewesen ist.
Schon vor 500 Jahren muss man hier Steine gebrochen haben, denn um das Jahr 1500 gab es schon eine Ordnung für Steinbrecher. Um das Jahr 1700 wurden an diesem, damals noch zur Feuerbacher Gemarkung gehörenden Gebiet organisierte Werksteinbrüche in Betrieb genommen, in welchen Steinbrecher aus Feuerbach tätig waren und deren Zahl 1850 auf etwa 100 anstieg. Es waren die größten Steinbrüche im Oberamt Stuttgart. Noch bis zum Jahre 1904 (wie es in der Chronik vermerkt ist) wurde hier der Schilfsandstein der Keuperformation abgebaut, welcher als gutes Baumaterial insbesondere auch in der Stuttgarter Innenstadt Verwendung fand.
Während der Steinbrucharbeiten begegnete man auch der Urgeschichte, fand man hier doch Überreste großer Panzerlurche.

Nutzte man dieses Tal dann zunächst zum Lagern von Schutt und Abfall, so war dann die für 1939 geplante Reichsgartenschau Anlass genug zu einer Nutzungsänderung dieses Geländes. Der Potsdamer Gartenarchitekt Hermann Matern gestaltete dafür dieses einladende Erholungsparadies, welches wir unter dem Namen Killesberg-Park kennen.

Heute gehört dieser Höhenpark zum Stadtbezirk Stuttgart-Nord, aber eine Informationstafel oberhalb der Seerosenteiche verweist noch auf die Geschichte mit den Feuerbacher Steinbrüchen (Bild 4).


Mehr Informationen:
www.stuttgart.de/item/show/54350