Theaterhaus

Siemensstraße 11-13

Bild 1 von 4: Theaterhaus 2011 (Bild: Arendt)Bild 2 von 4: Theaterhaus (Bild: Theaterhaus Stuttgart)Bild 3 von 4: Rheinstahlhalle 1925 (Bild: F. Elsas)Bild 4 von 4: Theaterhaus 2011 (Plan: Theaterhaus Stuttgart e.V.)

Dieser heute als Theaterhaus genutzte Gebäudekomplex wurde 1923 von den Architekten Emil Fahrenkamp und Carl Bengel als Fabrikhalle sowie mit dem L-förmigen Flügel als Büro- und Wohngebäude des Rheinstahlwerks (Bild 3) erbaut. Er ist ein herausragendes Beispiel für die Industriearchitektur des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit und gehört als Sachgesamtheit zu den Kulturdenkmalen Feuerbachs.  Zuletzt diente das 12.500 qm große Areal  der Firma Thyssen als Endfertigungshalle für Baustahl.

Seit 2003 ist dieser Komplex Spielstätte des gemeinnützigen Vereins Theaterhaus Stuttgart e.V. , gegründet 1984 von Werner und Gudrun Schretzmeier sowie Peter Grohmann  in Stuttgart-Wangen, wo seit 29.03.1985 zunächst der Spielbetrieb des alternativen Kulturzentrums stattfand. Um auf das stetig wachsende Angebot an kulturellen Veranstaltungen und dem damit verbundenen Anstieg der Zuschauerzahlen zu reagieren, wurde der Theaterbetrieb in die zweckentsprechend umgebaute, ehemalige Rheinstahlhalle verlegt.
Das Haus bietet in vier Veranstaltungshallen und zusätzlich vermietbaren Räumen eine Gesamtkapazität von nahezu 2000 Sitzplätzen. Neben den Veranstaltungssälen beherbergt das Gebäude zwei Proberäume, Werkstätten, ein Restaurant, Büroräume und ein zweistöckiges Foyer (Bild 4). Das künstlerische Programm wird zudem durch ein Sportangebot ergänzt, wofür eine separate Sporthalle zur Verfügung steht.
Das Theaterhaus Stuttgart ist eines der innovativsten Kulturprojekte Europas.
Die Stiftung Theaterhaus Stuttgart hat die Aufgabe, unter anderem durch den Betrieb der Rheinstahlhalle und des dazugehörigen Verwaltungstrakts in Stuttgart (Pragsattel), Kunst und Künst­ler/innen, das THEATER­HAUS STUTT­GART e.V. und mit ihm ko­operierende kulturelle Einrichtungen sowie Musik der Jahrhunderte e.V. zu fördern.


Quellen: Theaterhaus, Jörg Kurz

www.theaterhaus.de