Weinbergbrunnen

Hohewart Brunnenweg

Bild 1 von 4: Weinbergbrunnen 2011 (Bild: Arendt)Bild 2 von 4: Text am Weinbergbrunnen 2011 (Bild: Arendt) Bild 3 von 4: Weinbergbrunnen mit Eisentrog 1933-1978 (Bild: Archiv Rieker)Bild 4 von 4: Weinbergbrunnen mit Eisentrog 1933-1978 (Bild: Archiv Rieker)

Mehr als 200 Jahre vor der im Jahre 1895 eingeführten  Wasserversorgung in Feuerbach hatte man diese Quelle, der man Heilwirkung zusprach, für Trinkwasser der Feuerbacher Bevölkerung nutzen wollen. Man fasste sie und führte das Wasser in Teuchelrohren zum bereits 1680 erwähnten „Dorfbrunnen in der Langen Gasse“. Teuchelrohre sind unterirdisch verlegte, durchbohrte Eichenstämme, und der Dorfbrunnen ist der heutige Hirschbrunnen. Gemäß Feuerbacher Chronik gibt es zwischen den Jahren 1700 und 1856 keine Angaben hinsichtlich des Teuchelns, weshalb der Wasserfluss von der Hohenwarte zur Dorfmitte zeitlich und örtlich noch ungeklärt bleibt.

Im Jahre 1899 wurde untersucht, ob die Wassermenge der Quelle für diesen lange Zeit einzigen laufenden Röhrenbrunnen ausgiebig genug sei, um wenigstens einen Teil von Feuerbach mit frischem Quellwasser zu versorgen. Das Wasser reichte dafür aber  nicht aus.

Bei dieser Untersuchung hatte man Steinplatten gefunden, welche mit römischen Inschriften bedeckt waren. Dieselben wurden aber wieder an der gleichen Stelle zum Bedecken des alten Wasserkanals verwendet. Die „Wasserstube“ wurde wieder geschlossen und die Quelle erhielt 1900 einen in der Botnanger Straße (heute Feuerbacher Talstraße) überflüssig gewordenen eisernen Trog.

In den 1930-er Jahren ersetzte man diesen durch den im Ort überflüssigen, 1877 hergestellten, gusseisernen Hirschbrunnentrog (Bilder 3 und 4).

Aufgrund einer Initiative des Bürgervereins Feuerbach wurde im Jahre 1978 der gusseiserne Trog wieder in die Ortsmitte „verpflanzt“ und am 24.Mai 1978 wieder in Betrieb genommen,, deshalb erhielt diese Weinbergquelle einfachen Betontrog, der im Jahre 1991 vom WOGV mit einer der Weinbergmauer angepassten Sandsteinverkleidung versehen wurde (Bilder 1 und 2).

Der heute vom Stuttgarter Tiefbauamt unterhaltene Weinbergbrunnen wird mit Schichtwasser aus dem darüber liegenden Gelände versorgt.  Dieses Wasser ist in einem Abstand von ca. 30m vom Brunnentrog in eine Rohrleitung gefasst. Das überlaufende Wasser wird in ein offenes Gerinne abgeleitet.

 

Der Weinbergbrunnen ist mit einer Informationstafel ausgestattet

 

Quellen: G. Kleemann, J. Schrader, Brunnenamt der Stadt Stuttgart