Wohnhaus Richard Albrecht

Bandkellerstraße 8

Bild 1 von 7: Wohnhaus Richard Albrecht (Bild: Arendt 2011)Bild 2 von 7: Feuerbacher Talstraße 45, hier stand das  Elternhaus von Richard Albrecht (Bild: Arendt 2012)Bild 3 von 7: Richard Albrecht (Selbstbildnis 1970)Bild 4 von 7: Feuerbach im Bombenhagel (Bild 4: R. Albrecht)Bild 5 von 7: Goethe auf der Durchreise (Bild 5: R. Albrecht)Bild 6 von 7: Obere Hohewartstraße (Bild 6: R. Albrecht)Bild 7 von 7: „Feuerbach ond ebbes Feuerbächer“ (Bild 7: ZVAB)

Diese Straße ist benannt nach dem Verwaltungsgebäude (Bandhaus) der Tübinger Universitätspflege (1477-1829), zu dem auch ein großer Keller, der Bandkeller, gehörte. Bis 1909 hieß diese Straße noch Bandhausstraße, sie wurde jedoch wegen der leichten Verwechselung mit der Landhausstraße (heute Happoldstraße) in Bandkellerstraße umbenannt. Dieser Universitätsbandkeller ist im Schulhaus der Föhrichschule (Sartoriusstraße 3) noch vorhanden. Der Bandkeller war ein Keller der Küfer, in dem diese die Eisenbänder für die Fässer aufbewahrten und den Zinswein lagerten.

Der Feuerbächer Maler, Grafiker und Heimatforscher Richard Albrecht (12.05.1902 - 8.12.1994) machte eine Lehre als Schilder-, Dekorations- und Glasmaler und studierte dann an der Stuttgarter Kunstgewerbeschule Gebrauchsgrafik. Im Jahre 1934 erhielt er den Akademiepreis für Malerei. Nach der Teilnahme am Zweiten Weltkrieg wurde er als Grafiker tätig, bekannt wurde er jedoch als Heimatmaler mit Bildern in Öl, Aquarell und Tempora (Beispiele Bilder 4 bis 6). Drei Bücher mit Feuerbacher Anekdoten hat er veröffentlicht, welche noch heute ihre Bedeutung für die Feuerbacher Heimatgeschichte haben. Albrecht war Mitbegründer des Kunstkreises und Mitglied des „Dreibeins“ (mit Hugo Peters und Horst Bulling), mit dem er viele produktive Kunstreisen unternahm.

Das Feuerbacher „Urgestein“  Richard Albrecht, dem Feuerbach künstlerisch wie literarisch viel verdankt, hatte als Kind Kallee bei seinen frühgeschichtlichen Ausgrabungen zugesehen. Er berichtet in seinem Buch "Feuerbach ond ebbes Feuerbächer" (Bild 7), mit welcher Sorgfalt die Funde in den alamannischen Gräbern sichergestellt wurden: Als Wengerter auf der "Haward" (Hohewart) schätzte Richard Albrecht auch den Weinverstand des geistlichen Herrn, Kallee war "am Honoratiorentisch der Mittwochsgesesellschaft ein würdevoller Vertreter seines Standes". 

In Feuerbach ist eine Straße nach Richard Albrecht benannt.


Quelle: Chronik, K.Müller, R. Albrecht, Die Stuttgarter Straßennamen