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Feuerbach is(s)t gesund
TCM: Die sanftere Art, zu heilen
2000 Jahre Erfahrung wirken nachhaltig


'TCM', die traditionelle chinesische Medizin, hat sich neben Gütern des Konsums und östlichen Philosophien zu einem weiteren sehr erfolgreichen 'Fernost-Import' bei uns im Westen entwickelt. Die TCM besitzt eine über 2000-jährige Geschichte und wird bereits seit dem Jahre 240 v.Chr. in China an speziellen Universitäten gelehrt. In Feuerbach bietet das Institut Zong Yi im Haus der Gesundheit Akupunktur, Tai Chi, Moxibustion und Co. an. Wir stellen Ihnen die einzelnen Behandlungsmethoden genauer vor.

Im Vergleich zur TCM hat die Entwicklung der westlichen Schulmedizin vor gerade mal 250 Jahren begonnen, weshalb man zu Recht von 'Traditioneller Chinesischer Medizin' spricht. Zudem kann man sich vorstellen, welch umfassender und tiefer Erfahrungsschatz in den Methoden, Verfahren und Anwendungen der TCM enthalten ist - von der Diagnose bis zu tausenden bekannten Arzneimitteln.

Der entscheidende Unterschied zur westlichen Medizin, in der spezielle Schmerzen und Beschwerden behandelt werden, liegt im ganzheitlichen Ansatz der chinesischen Medizin, dessen Grundlage die antike chinesische Philosophie der Gegensätze ist, wie z.B. Tag und Nacht, Ruhe und Bewegung, stark und schwach.
Diese bedingen und ergänzen sich gegenseitig und werden durch die bekannten Zeichen Yin und Yang symbolisch dargestellt. Überträgt man diesen ganzheitlichen Ansatz auf den Menschen, bedeutet dies, daß er sich „nur" in die Harmonie des Kosmos einfügen muss und Geist und Seele, Yin und Yang stehen in vollkommenem Einklang.


Das „Qi“ und die Säulen der chinesischen Medizin
Die Behandlungsformen in der chinesischen Medizin orientieren sich am gesamten Menschen und nicht an einzelnen Symptomen, Dabei steht das Qi (sprich: Tschi), unsere Lebensenergie, im Mittelpunkt. Qi ist die Kraft, die uns trägt, und der Atem, der uns leben lässt. Das Qi durchfließt den ganzen Körper in zwölf unsichtbaren Bahnen, den Meridianen, die jeweils mit bestimmten Organen verbunden sind. Nur wenn der Mensch sich im seelischen und körperlichen Gleichgewicht befindet, kann das Qi ausgeglichen fließen, d.h., er ist gesund. Körperliche Probleme und Beschwerden dagegen werden durch Blockaden des Qi hervorgerufen. Diese werden über die Meridiane behandelt, die dem jeweils betroffenen Organ zugeordnet sind.
Die wichtigsten Therapien der TCM sind:

• Akupunktur
• Moxibustion
• Naturneilkräuter
• Tuina Heilmassage
• Schröpfen
• Tai-Chi

Vor den einzelnen Therapieformen steht jedoch eine umfassende Diagnostik, die sich in der TCM ebenfalls wesentlich von der der klassischen westlichen Schulmedizin unterscheidet.


Fühlen und beobachten - der Weg zur gezielten Diagnose
Umfassende und gründliche Untersuchungen sind die elementaren Grundlagen für die richtige Diagnose. Auf der Suche nach den relevanten Anzeichen und Symptomen nehmen sich Mediziner, die nach der TCM verfahren, viel Zeit für ausführliche Gespräche mit dem Patienten, eine aufmerksame, sensible Beobachtung und intensives Erfühlen - schließlich ist jedes Krankheitsbild so einzigartig wie die zu behandelnde Person, aus diesem Grund gibt es in der chinesischen Medizin auch keine Standardlösungen, sondern ausschließlich individuelle therapeutische Behandlungskonzepte. Besondere Bedeutung kommt dabei zwei Formen der Diagnose zu:

PULSDIAGNOSTIK
Pulsfühlen ist nicht gleich Pulsfühlen! Der chinesische Mediziner differenziert 28 Pulsarten, aus deren Kenntnis er wichtige Rückschlüsse auf den Energiefluss der einzelnen Meridiane zieht. Da wir gerade noch einen schnellen vom langsamen, einen oberflächlichen vom tiefen Puls unterscheiden können, lässt sich erahnen, wie viel Gefühl und Erfahrung nötig sind, einen feinen, großen, leeren, vollen, rauen, drahtigen, jagenden, schlüpfrigen, sanften, überflutenden, kraftlosen oder zerfließenden Puls zu erkennen - um nur die wichtigsten zu nennen.

ZUNGENDIAGNOSTIK
Auch die Zunge gibt Aufschluss über den gesamten Zustand von Körper, Geist und Seele.
Dabei werden die allgemeine Beschaffenheit, Form, Farbe, Belag und sogar der Geruch der Zunge diagnostiziert, wobei schon allein die ungewöhnliche Form oder Farbe nur eines kleinen Sektors der Zunge auf konkrete Probleme eines bestimmten Organs Hinweise liefert.

WHO- Indikationen der chinesischen Medizin
Nach Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) können Akupunktur und chinesische Medizin viele Krankheiten und Erkrankungen lindern und heilen. Ärzte, die nach der TCM verfahren, beraten und betreuen und therapieren sehr erfolgreich folgende Indikationen:

Erkrankungen des Atmungstraktes:
Akute/chronische Stirn- und Kieferhöhlenentzündung, Akuter/chronischer Schnupfen, Mandelentzündung (Tonsillitis), Allgemeine Erkältungskrankheiten, Akute/chronische Bronchitis, Asthma bronchiale
Augenerkrankungen:
Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Zentrale Netzhautentzündung (Retinitis), Kurzsichtigkeit bei Kindern (Myopie), Grauer Star (Katarakt)
Erkrankungen der Mundhöhle:
Zahnschmerzen, Schmerzen nach Zahnentfernung, Zahnfleischentzündung, Akute/chronische Halsentzündung (Rachenkatarrh)
Erkrankungen des Verdauungstraktes:
Akute/chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Chronisches Geschwür (UIcus), Verstopfungen, Verkrampfungen (Spasmen), Akute/chronische Darmentzündung, Übersäuerter Magen
Neurologische Erkrankungen:
Kopfschmerzen, Migräne, Trigeminusneuralgie, Fazialisparese (Lähmung der Gesichtsnerven), Lähmungen nach Schlaganfall, Periphere Neuropathien, Meniere-Krankheit, Neurogene Blasenfehlfunktion, Bettnässen, Interkostalneuralgie
Orthopädische Erkrankungen:
Schulter-Arm-Syndrom, Schultergelenkserkrankung, Tennisellenbogen, Kreuzschmerzen (Lumbalgie), Rheumatoide Arthritis, Hexenschuss (Ischialgie)
Hauterkrankungen:
Ekzeme, Neurodermitis, Wundheilungsstörungen, Herpes Simplex, Gürtelrose (Herpes zoster)
Allgemeine Erkrankungen:
Heuschnupfen (Pollinosis), Hausstauballergie, Tierhaarallergie


Heilen mit Nadeln - chinesische Akupunktur

Die Akupunktur ist mit Sicherheit die bekannteste Therapie der traditionellen chinesischen Medizin. Sie nutzt die 360 Haupt-Akupunkturpunkte und viele weitere Zusatzpunkte am menschlichen Körper, um das energetische Körpersystem zu regulieren. Jeder Akupunkturpunkt ist dabei einem Organsystem zugeordnet und stellt quasi den Zugang zu den inneren Organen bzw. tiefer liegenden Zonen im Körper dar.
Die Akupunkturpunkte liegen auf den Meridianbahnen, in denen unsere Lebensenergie fließt und die sich - wie das Nerven- und Gefäßsystem - über den ganzen Körper verteilen.

Durch Einstechen dünner Nadeln an ganz bestimmten Akupunkturpunkten werden verschiedenste Energieblockaden gelöst. Laut WHO ist Akupunktur vor allem geeignet bei Erkältungskrankheiten, Magen- und Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und Migräne sowie Lähmungen und Nervenstörungen.
In manchen Fällen ist es sinnvoll, Akupunktur mit einer Heilkräuterbehandlung zu kombinieren.

Heilen mit Pflanzen - chinesische Heilkräuter
Bereits im 16. Jahrhundert verfasste der Arzt Li Shizhen sein berühmtes Werk „Abriss der Kräutermedizin", das 1.892 Arzneien und weit mehr als 10.000 Rezepturen enthielt. Heute sind über 3.000 verfügbare Heilkräuter klassifiziert, von denen praktizierende Ärzte einige hundert für Rezepte nutzen.
In China erfolgen Behandlungen in TCM- Krankenhäusern zu zwei Dritteln mit Heilkräutern, denn nirgendwo sonst in der Welt verfügen Ärzte über eine ähnlich fundierte Ausbildung über Art und Wirkung von pflanzlichen Heilmitteln.
Da diese nicht nur mit anderen Naturheilmethoden, sondern oftmals auch mit mineralischen und tierischen Stoffen kombiniert werden, bieten viele TCM- Mediziner einen speziellen Heilkräuter-Zubereitungs-Service, wo für jeden Patienten die individuelle Rezeptur zusammengestellt wird. Heilkräuter werden häufig in der inneren Medizin, bei chronischen Krankheiten wie koronaren Herzerkrankungen, Lungen- und gastrointestinalen Erkrankungen angewandt.

Heilen mit Wärme - Moxibustion
Ähnlich wie beider Akupunktur wird bei der Moxibustion von außen, also über die Oberfläche der Haut, Einfluss genommen auf das Qi, den Strom der Lebensenergie. Sie ist eine kombinierte Therapie, bei der eine gezielte Wärmebehandlung der Akupunkturpunkte über die Haut erfolgt. Dabei wird eine so genannte „Moxa-Zigarre" - eine aus dem Beifußkraut Artemisia geflochtene und zu dicken Stäbchen gerollte Matte angezündet und etwa zwei Zenitimeter über der Haut gehalten. Das Artemisia-Kraut kann auch direkt auf der Haut abgebrannt werden, ohne Brandwunden zu hinterlassen.
Durch die Erwärmung der Haut wird die Durchblutung verbessert und vor allem bei Blasen-, Nieren-, Eierstock- und Gebärmutterentzündungen sowie bei Ohren- und Nasennebenhöhlenerkrankungen, Bronchitis und Erkältungen eine heilende Wirkung erzielt.

Heilen mit Händen - chinesische Tuina-Heilmassage

Tuina steht für. „Schieben" (Tui) und „Greifen" (Na) und stellt eine der wichtigsten Heilmethoden der chinesischen Medizin dar. Dabei werden - im Gegensatz zu Akupunktur und Moxibustion - nicht nur einzelne Punkte, sondern die ganzen Meridiane behandelt und somit der ganze Körper „bewegt".
Hierbei lösen sich vor allem Verspannungen und Energieblockaden. Die chinesische Tuina-Massage lässt den Atem gleichmäßig fließen, den ganzen Körper geschmeidig werden, der Geist wird dabei klar und die Seele entspannt sich. Die Tuina-Massage wird oft zusammen mit anderen Heilmethoden eingesetzt und hilft besonders bei Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, Magen- und Darmerkrankungen sowie bei Allergien und Asthma. Zur Vorbeugung und Stärkung der Abwehrkraft - jedoch nicht in akuten Fällen - können bestimmte Stellen des Körpers auch selbst massiert werden.

Heilen mit Glaskugeln - Schröpftherapie
Ziel des Schröpfens ist in erster Linie, die Selbstheilungskräfte des Organismus zu stärken oder in Gang zu bringen, falls diese von sich aus nicht dazu in der Lage sind. Ebenso werden die körpereigenen Abwehrkräfte angeregt und unterstützt. Beim Schröpfen werden Glaskugeln verschiedener Größe über einer Flamme erwärmt und mit der Öffnung nach unten auf die Haut gesetzt. Beim Abkühlen entsteht dann im Kugelinneren ein Vakuum, das die Haut ansaugt und dadurch die Durchblutung fördert. Die Vorteile dieser Methode sind zum einen, dass sie bei richtiger Anwendung völlig unschädlich ist und keinerlei Nebenwirkungen verursacht, und zum anderen, dass die beeindruckende Wirkung des Schröpfens schon innerhalb weniger Stunden spürbar ist.
Schröpfen wird vor allem bei einer Reihe von Symptomen angewandt, die auf Fehlregulationen des vegetativen Nervensystems beruhen und verschiedene Funktionsstörungen zur Folge haben - z.B. Durchblutungs- und Schlafstörungen oder bei muskulären Problemen - und stellt eine hervorragende Ergänzung zu anderen Heilmethoden dar.

Heilen durch Bewegung - Tai-Chi

Tai-Chi bedeutet ursprünglich „das Höchste". Vor hunderten von Jahren entwickelten jene, die nach einem Weg suchten, den menschlichen Körper und Geist zur höchsten Stufe zu erheben, ein geniales System, das heute als Tai-Chi- Übungssystem bekannt ist. Dieses System, das auf Prinzipien beruht, von denen seine Begründer kein klares Wissen oder Verständnis hatten, hat sich seitdem als das fortschrittlichste System der körperlichen Bewegungspraxis und Geisteskonditionierung erwiesen, das je von Menschen hervorgebracht wurde.
Beim Tai-Chi handelt es sich um sanfte, langsame und fließende Heil- und Entspannungsübungen, durch die Körper, Geist und Seele in harmonischem Einklang und somit gesund bleiben. Das Immunsystem wird gestärkt, um Krankheiten vorzubeugen und so die Lebensqualität zu verbessern.





Institut für Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
Zong Yi
im Haus der Gesundheit ,
Stuttgarter Straße 33
70469 Stuttgart
Tel. 8606315
Fax: 8606418
www.tcm-zongyi.de


07.01.2010

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