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Was ist Osteophatie?
Vortrag bei rehamed

Osteophatie ist eine sehr erfolgreiche medizinische Heilmethode für körperliche Funktionsstörungen. Am Mittwoch, den 22.02.2006 um 20:15 Uhr findet bei rehamed ein interessanter Vortrag über dieses wichtige Thema statt.

Ralph Weingart, Osteopatisch tätiger Physiotherapeut und Mitglied im Verband der Osteopathen (VOD), wird die Frage "was ist Osteophatie" klären und die Methoden der Osteophatie zur Behandlung von körperlichen Beeinträchtigungen wie Erkrankungen des Bewegungsapparates, Hals -Nasen- Ohren- Erkrankungen, Kopfschmerzen usw. aufzeigen und erläutern.
Darüber hinaus werden konkrete Behandlungsmöglichkeiten und -angebote vorgestellt.


Was ist Osteopathie ?

Die osteopathische Medizin dient vorwiegend der Erkennung und Behandlung von Funktions-störungen. Diagnose und Therapie erfolgen mit spezifischen osteopathischen Techniken, die mit den Händen ausgeführt werden. Die Anwendung osteopathischer Medizin setzt genaueste Kenntnisse der Anatomie und Physiologie voraus. Zu den Grundlagen der Osteopathie zählen die Einheit des menschlichen Körpers, die wechselseitige Abhängigkeit von Struktur und Funk-tion sowie die selbstregulierenden Kräfte im Körper.

Es gibt drei Therapieschwerpunkte:

1. Craniosakrale Therapie (Behandlung des Schädels und der Kreuzbeinrelation)
2. Parietale Therapie (Behandlung der Gelenke)
3. Viszerale Therapie (Behandlung des Bauchraumes)


Geschichte der Osteopathie


Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) begründete vor über 120 Jahren die Osteopathie. Er reagierte damit auf den Mangel an Kenntnissen der damaligen Schulmedizin. Machtlos hatte er als Arzt mitansehen müssen, wie seine erste Frau und vier seiner Kinder an Krankheiten starben. Deshalb suchte Still nach einem neuen Verständnis von Gesundheit, von Krankheit, vom menschlichen Körper und von dem, was Medizin sein sollte. Seit Stills Zeit hat sich die Osteopathie rasant weiterentwickelt und ist um wesentliche Bereiche ergänzt worden. Anfang des Jahrhunderts erreichte die Osteopathie England, in den fünfziger Jahren gelang sie nach Frankreich. Inzwischen gehört die Osteopahie in den USA und einigen europäischen Länder, insbesondere England und Belgien zu einer allgemein anerkannten Therapieform der Medizin.




Wie funktioniert Osteopathie ?

Unser Körper stimmt alle lebensnotwendigen Funktionen in ständiger Bewegung aufeinander ab. Ein Großteil dieser Mobilität ist uns selten bewußt. Hierzu zählen der pulsierende Blutstrom, die rhythmische Atembewegung, die unwillkürliche Arbeit unserer Verdauungsorgane, die Strö-mung der Körperflüssigkeiten und schließlich die Bewegungen der Muskulatur, der Sehnen, Ge-lenke und des Bindegewebes. Werden die Bewegungen einzelner Körperstrukturen einge-schränkt, beeinflusst das deren Funktion. Ist die Funktion einer Struktur gestört, zeigt sie sich in einer veränderten Beweglichkeit. Nicht immer signalisiert uns der Körper eine Funktionsstörung durch Schmerzen oder andere Beschwerden. Unser Organismus ist sehr anpassungsfähig und kann manche "Störung", wie Fehlhaltungen, streßbedingte Verspannungen oder sogar Ver-letzungen lange Zeit ausgleichen. Dabei wird die eingeschränkte Funktion von anderen Körper-strukturen übernommen. So "verlagern" sich Funktionsstörungen und wirken sich auf andere Bereiche des Körpers aus. Mit seinen feinfühligen und geschulten Händen kann der Osteopath Funktionsstörungen ertasten, die sich ihm in Form von Bewegungseinschränkungen zeigen. In-dem er mit seinen Händen die Bewegungseinschränkungen löst, hilft er dem Körper, Funktionsstörungen zu beheben.


Welche Krankheiten können behandelt werden ?

Osteopathie kann grundsätzlich bei allen Funktionsstörungen des Körpers angewandt werden, selbst wenn diese schon längere Zeit bestehen. Altersbeschränkungen gibt es dabei nicht.

Beispiele:

- Erkrankungen des Bewegungsapparates: z.B. Rückenschmerzen, Ischias, Hexenschuß, Schiefhals, Bandscheibenprobleme, Schulterschmerz, Knieschmerzen, Hüftgelenkschmerzen
- Hals -Nasen- Ohren- Erkrankungen wie chronische Infekte, Ohrgeräusche/Tinnitus
- Chronische Blasenentzündung
- Chronische Verdauungsbeschwerden (z.B. Verstopfung, Reizdarm)
- Kopfschmerzen (von Spannungskopfschmerz bis zu Migräne)
- Senkungsbeschwerden von Blase, Niere usw.
- Unterleibs- und Menstruationsbeschwerden
- Venöse Stauungsbeschwerden, schwere Beine, Krampfadern, Hämorrhoiden
- Kinder mit Lernschwierigkeiten, Allergien, Koliken ,Schluckbeschwerden
- Schleudertrauma


Kontraindikationen: Infektionen, Thrombose, schwere Allgemeinerkrankungen, Tumor
Die Osteopathie ist keine Notfall- Medizin und auch bei seelischen Problemen nicht hilfreich.


Ostespathie ist keine Kassenleistung!

Osteopathie ist als Kassenleistung bisher nicht vorgesehen. Es kann jedoch vorkommen, dass gesetzliche Krankenkassen in Einzelfällen Kosten zumindest anteilig übernehmen. Bei privater Krankenversicherung sind die Chancen auf Kostenerstattung entschieden größer. Dennoch ist es ratsam, sich vor Therapiebeginn genau nach den Zahlungsmodalitäten zu erkundigen.


Der Erstbesuch dauert inklusive Diagnostik circa eine Stunde. Die Folgebehandlungen liegen zwischen 40 und 60 Minuten. Mit einer einzigen Behandlung ist es nur in Ausnahmefällen getan. In der Regel werden 3 bis 10 Behandlungseinheiten durchgeführt. Die ersten Behandlungseinheiten erfolgen in kurzem Zeitabstand (z.B. 1x wöchentlich) und werden dann auf 3 - 6wöchige Abstände ausgedehnt. Eine Nachbehandlung nach mehreren Monaten kann sinnvoll sein.

Detaillierte Auskunft erhalten Sie an der Anmeldung in unserem Hause oder unter der Tel:. 0711 - 13 53 20 24



rehamed

Sport und Rehabilitation unter ärztlicher Betreuung
Stuttgarter Str. 33
Telefon 0711/ 13 53 20-0
Portrait


14.02.2006

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