Feuerbach wird zu "Feierbach"!

Vorfreude aufs 34. Kelterfest: "Do feirat mr mit"


ImageDas diesjährige Feuerbacher Kelterfest, das vom 17. bis zum 19. August ansteht, steht gleich unter mehreren historischen Vorzeichen: Neben der Tatsache, dass es in diesem "heiligen Jahr" der Feierlichkeiten zur 100-jährigen Stadterhebung Feuerbachs stattfindet, wird der scheidende Bezirksvorsteher Helmut Wiedemann seine 25. - und letzte - Eröffnungsrede zu einem der wohl schönsten Weinfeste im ganzen Ländle halten.

Im letzten Jahr feierte der Wein-, Obst- und Gartenbauverein sein 125-jähriges Bestehen mit dem Motto „Hand und Herz für die Natur". Jetzt, in diesem Jahr, kann Feuerbach, Stuttgarter Stadtbezirk, auf seine Erhebung zur selbstständigen Stadt vor 100 Jahren zurückblicken. 1907 bis 2007. Grond g'nueg zom feire, und bei uns feiert man gern und ausgiebig.

ImageSchon vor der Stadterhebung und auch danach gab's Festle en masse. 1909 wurde das Rathaus und der neue Bahnhof eröffnet, 1912 feierte man die neue Realschule und die prächtige Festhalle mit einer Feuerbacher Industrie-Ausstellung. 1909 fuhr die erste elektrische Vorortbahn bis in die Stuttgarter Straße, 1929 bis nach Weilimdorf schaffte es die stadteigene Feuerbach-Straßenbahn letztlich bis nach Gerlingen, Die Feuerbacher Festles-Historie kann man an den Bildtafeln in der Kelter bewundern. Diese Weinkarte ist ein Fundus für Feuerbacher Geschichte.
ImageBesonders bemerkenswert: Ausgerechnet der Feuerbacher Wein wurde zum Symbol bis heute. Bei der Stadtfeier 1907 stellten die Bauersleut' einen eigenen Festwagen beim Umzug und der Weingärtner- und Güterbesitzerverein warb erstmals für den Feuerbacher Wein. Im Symbolwagen für die "Feuerbachia" saß die Baumschulenbesitzertochter Johanna Aldinger, liebreich anzusehen.
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Damals kamen die Stadt- und Ortssymbole „in Mode": Das neue Stadtwappen mit Biber und Zahnrad. Daneben der Talkrabb. Dieses Feuerbacher Jahrhundert um 1907 umfasste auch all die Einrichtungen, die es schon früher gab: Feuerwehr seit 1895, Feuerbacher Zeitung 1875, Musik-, Gesang- und Sportvereine entstanden schon vor der Stadterhebung. Die junge Stadt wahrte ihre Tradition mit der Kirbe und dem „Kirbemeedich" auf dem Festplatz "Eyche".

Dazu kamen junge Feste, wie das Brackefest, der Vitamintreff oder das Herbstansingen, alles vom Wein-, Obst- und Gartenballverein initiiert. Auch andere Vereine geben den Feuerbächem einen Grund zum Feiern. Der Weihnachtsmarkt ist entstanden. Der Osterbrauch, Brunnen zu schmücken, ist am Hirschbrunnen durch das Engagement des Forsthaus-Kindergartens seit einigen Jahren zu bewundern.

Ein kleines Jubiläum kann Bezirksvorsteher Helmut Wiedemann begehen. Zum 34. Kelterfest hält er seine 25. Eröffnungsrede. Seine letzte, er geht in den Ruhestand.

Wenn man sich jetzt beim 125er WOGV-Jubiläum und dem Stadtfest zur Stadterhebung ein bißle zurücklehnt, und bei einem Viertele Feuerbacher Wein nachdenkt: Trotz Eingemeindung 1933 ist doch noch viel geblieben. Eine junge Stadt feiert ihre Tradition, und deshalb au heut' wieder en dr Kelter ond drom rom - Prosit Feuerbach!



Das Programm zum Kelterfest:

Es spielen:
Freitag, 17. August 2007, 18-22 Uhr Musikverein Stadtorchester Feuerbach
Samstag, 18. August 2007, 17-22 Uhr Unterhaltungskapelle NECKARTALER
Sonntag, 19. August 2007, 10 Uhr Ökumenischer Gottesdienst mit Posaunenchor und Chorvereinigung Feuerbach
11-14 Uhr RIVERSIDE Jazzband
15-17 Uhr Harmonikafreunde Feuerbach
18-21 Uhr Musikverein Stadtorchester Feuerbach


Veranstalter: Wein-, Obst- und Gartenbauverein Feuerbach e.V., www.wogv.de
(Text ab 2. Absatz: WOGV)


Hier gibt's die diesjährige Kelterfest-Wein- und Essenskarte 2007!
17.08.2007