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Ausstellung: Bildwelten der Stuttgarter Künstlerin Muche vom 21.03. bis 12.05.2018

Hier winkt der Papst, dort zeigt ein kleines, kesses Monster seine scharfen Zähnchen. Auf den Gemälden der Stuttgarter Künstlerin Muche kann man bekannte und vertraut wirkende Figuren und Motive antreffen:

Mickey Mouse und Marilyn Monroe, hier Kreuz, Apfel und Schlange, dort eine Frau, die Eis isst. Die 1973 in Frankreich geborene Künstlerin ist eine passionierte Sammlerin. Sie nutzt verschiedenste Bildvorlagen und Fotografien, die sie auf der Leinwand kühn kombiniert und mit eigenen Motiven verbindet.

Im Kunsthaus Frölich kann man nun in der Ausstellung „dream“ den Bilderkosmos von Muche entdecken. Sie hat Szenografie und Bühnenbild studiert, in ihrer Malerei aber arbeitet sie ausschließlich in der Fläche. Sie will keine Illusionsräume schaffen, die die Wirklichkeit einfach nur abbilden, sondern verzahnt ganz unterschiedliche Bildelemente aus den verschiedensten Kontexten geschickt auf der Fläche. Die Körper, Gesichter, Tiere und Wesen überlagern sich oder gehen ineinander über. Die Gemälde wachsen während des Arbeitsprozesses, ein Motiv bringt das nächste hervor, Formen und Farben scheinen förmlich auf die Fläche zu drängen - und letztlich fügt sich das, was zunächst nicht zusammengehört, zu einem vielstimmigen Chor.Das Spektrum der Techniken, die Muche nutzt, ist breit. Sie malt, zeichnet und sprayt, sie arbeitet aber auch mit Schablonen, klebt und collagiert. Immer wieder nimmt die Künstlerin dabei auch Anleihen an die Kunstgeschichte. Einzelne Bildmotive erinnern an die Pop Art oder an die fließenden Formen des Jugendstils. Es tauchen aber auch Monster auf, befremdliche Wesen und Sprechblasen, wie man es aus dem Comic oder der Street-Art kennt. Muches Farben sind hier laut und schrill, dort lyrisch zart, und zwischen das Figürliche mischen sich auch abstrakte und grafische Elemente.Die Malerei zeigt sich in „dream“ im Kunsthaus Frölich als faszinierendes Abenteuer, das Heterogenes verbinden und wie nebenbei die Logik aushebeln kann. Nichts, das verstört - und doch ist es ein irrwitziges Schau-Spiel, bei dem die Betrachter in komplex verschachtelte Bildebenen und Denkwelten entführt werden.

INFO Die Ausstellung wird am 21.März um 19.30 Uhr eröffnet und ist bis zum 12.05.2018 geöffnet von Montag bis Freitag von 09 bis 18.00 Uhr sowie Mittwoch und Samstag von 09 bis 13 Uhr.

12.03.2018