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Offizielle Meldungen der Stadt Stuttgart zur Corona-Lage im aktuellen Überblick

Zur Corona-Lage veröffentlicht die Stadt Stuttgart derzeit stündlich neue Meldungen über Schließungen, Einschränkungen & Co.. Wir fassen hier alle Meldungen in einer Ticker-artigen Übersicht für Sie zusammen, die täglich aktualisiert wird.

Alle Meldungen sind mit dem jeweiligen Erscheinungsdatum gekennzeichnet. Bitte beachten Sie:

  • Die jeweils neuste Meldung lesen Sie immer zuoberst, alte - ggf. bis auf weiteres noch gültige - rutschen mit der Zeit entsprechend nach unten
  • Keine Gewähr auf Gültigkeit, bitte informieren Sie sich ggf. selbst, ob eine Meldung evtl. bereits überholt ist - das gilt insbesondere für länger zurückliegende Meldungen
  • Aufgrund einer technischen Einschränkung werden Verlinkungen im Text nicht automatisch übernommen - Link daher bitte per Hand ins Browserfenster kopieren ("STRG"+"C" und "STRG"+"V"). Wir bitten, dies zu entschuldigen.

(Ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität)

Bleiben Sie gesund!
Ihre Redaktion feuerbach.de


07.04.: Gemeinderatssitzung am 9. April mit verminderter Besetzung – Live-Stream wird angeboten
Die nächste Gemeinderatssitzung findet am Donnerstag, 9. April, ab 16.30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses statt. Nach einer Übereinkunft zwischen Verwaltung und Fraktionen nehmen daran 15 Stadträtinnen und Stadträte und der Oberbürgermeister mit den jeweils zuständigen Bürgermeisterinnen oder Bürgermeistern teil. Dies ist die übliche Größe von beschließenden Ausschüssen und spiegelt damit die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat wider. Aus Infektionsschutzgründen ist die Zahl der Teilnehmenden im Großen Sitzungssaal vertretbar.
Von der Sitzung des Gemeinderats wird ab 16.30 Uhr ein Livestream angeboten, der auf www.schawa.tv/gemeinderat-live übertragen wird. Eine Übersicht über die Tagesordnung mit den Beschlussvorlagen kann eingesehen werden unter: www.stuttgart.de/tagesordnung. Der Livestream wird im Nachgang untertitelt.
Die Tagesordnung umfasst 32 Punkte. Debatten sind zu zwei Themenkomplexen vorab vereinbart:
- Coronavirus in Stuttgart (mehrere Tagesordnungspunkte),
- Stuttgart – ein sicherer Hafen! Menschen aus Seenot aufnehmen
(Tagesordnungspunkt 30).
Zu diesen beiden Themenkomplexen wird vom Rednerpult aus gesprochen. Ungeachtet dieser Übereinkunft können sich die Stadträtinnen und Stadträte von ihren Plätzen aus zu jedem Tagesordnungspunkt zu Wort melden.
Aus Infektionsschutzgründen und zur Wahrung der Abstandsregeln können auf der Tribüne (Zugang 4. Stock) bis zu sieben Zuschauer zugelassen werden. Die Gemeinderatssitzung wird auch in den Kleinen Sitzungssaal (Zugang 3. Stock) übertragen, dort haben ebenfalls Zuschauer (in begrenzter Anzahl) die Möglichkeit, die Sitzung des Gemeinderats zu verfolgen.


07.04.: Stadt mahnt gegenseitige Rücksichtnahme im Stadtwald an – Regeln zur Eindämmung des Virus gelten auch in der freien Natur
Durch das Coronavirus steht das öffentliche Leben still. Cafés, Restaurants und kulturelle Einrichtungen haben geschlossen. Daher suchen aktuell viele Menschen in der Natur Erholung. Dabei kommt es zu Konflikten zwischen verschiedenen Nutzergruppen wie Spaziergängern und Mountainbikern. Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am Dienstag, 7. April, zur gegenseitigen Rücksichtnahme aufgerufen und betont, dass die Vorgaben zur Eindämmung des Coronavirus auch im Stadtwald gelten.
Im Stadtwald prallen verschiedene Interessen aufeinander: Während beispielsweise Mountainbiker in hohem Tempo über ihre Trails fahren wollen, suchen Spaziergänger häufig die Entschleunigung. Damit beide auf ihre Kosten kommen, ist ein respektvoller Umgang miteinander wichtig. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt weist darauf hin, dass sowohl Mountainbiker als auch Spaziergänger nur die offiziellen Wege des Stadtwalds nutzen sollen. Wer sich abseits der Wege aufhält, schadet der Vegetation und sorgt für Stress bei den Wildtieren
Die Stadt unterstreicht, dass die Corona-Regeln selbstverständlich auch in der freien Natur gelten. Dazu gehört insbesondere das Ansammlungsverbot von mehr als zwei Personen. Außerdem ist der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zwingend einzuhalten.


06.04.: Stadt baut mobiles Arbeiten massiv aus – Leistungsfähigkeit der Stadtverwaltung während der Corona-Krise gesichert
Die Landeshauptstadt Stuttgart hat in den vergangenen zwei Wochen die technischen Grundlagen und Rahmenbedingungen für mobiles Arbeiten massiv ausgeweitet. Dadurch kann in Zukunft für etwa die Hälfte der circa 11.500 Beschäftigten, die schon im Büro einen digitalen Zugang haben, die Arbeit von zu Hause ermöglicht werden. Das hat die Stadt am Montag, 6. April, bekanntgegeben.
In Zusammenarbeit mit der Netze-BW baute die Verwaltung die städtischen VPN Zugänge, die neben anderem die technische Voraussetzung für mobiles Arbeiten sind, in kürzester Zeit auf 5.800 Zugänge aus. Damit können in der Stuttgarter Stadtverwaltung statt der zuvor etwa 200 Beschäftigten mit Telearbeit derzeit rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten.
Erster Bürgermeister Fabian Mayer sagte: „Gerade in so dynamischen Zeiten, wie wir sie momentan erleben, ist es wichtig, dass die Stadtverwaltung arbeits- und leistungsfähig bleibt. Die Digitalisierung ist dabei unverzichtbar, um sicherstellen zu können, dass wichtige Prozesse und Dienstleistungen wie gewohnt stattfinden. Das gibt dem gesellschaftlichen Leben Stabilität“. Gleichzeitig entlaste es die städtischen Beschäftigten. „Viele unsererMitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen die neuen Möglichkeiten und arbeiten nun von zu Hause. Damit stärken wir sie auch in der gerade besonders herausfordernden Aufgabe, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Die nun erfolgte Umstellung bestärkt uns, unsere bereits begonnene Digitalisierungsoffensive ‚Digital MoveS‘ weiter voranzutreiben“, so Mayer weiter.
Steffen Ringwald, Geschäftsführer der Netze BW: „Ein derartiges Ergebnis innerhalb weniger Tage hinzubekommen zeigt die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadt und Netze BW – und das in einem hochkomplexen und sensiblen Umfeld. Wir freuen uns, wenn wir unseren Teil dazu beitragen, dass die Verwaltung in Stuttgart auch in Zeiten Corona weiter effizient funktioniert.“
Weitere technische Voraussetzungen für das mobile Arbeiten sowie die erforderliche Anbindung der Zugänge an die verwaltungsinterne IT-Infrastruktur haben die Expertinnen und Experten der zentralen städtischen Informations- und Kommunikationstechnik geschaffen. Ein sehr wichtiger Aspekt bei dieser großflächigen Umstellung war vor allem auch die effektive Integration in die vorhandene IT-Sicherheitsarchitektur. „Die Informationssicherheit ist ein hohes Gut. Auch wenn die jetzige Umstellung unter hohem Zeitdruck geschah, stand sie an oberster Stelle. Hier machen wir keine Kompromisse“, so Heinz-Hubert Weusthof, Leiter IT der Landeshauptstadt Stuttgart.


06.04.: Ministerium präzisiert Corona-Verordnung – Vertrauenskasse bei Blumenläden jetzt möglich
Die Landesregierung Baden-Württemberg hat die Auslegungshinweise zur Corona- Verordnung bezüglich Ladenschließungen und Geschäftstätigkeiten aktualisiert. Demnach ist es Blumenläden ab sofort möglich, Blumen und Pflanzen vor dem Laden anzubieten und eine Vertrauenskasse zur Selbstbedienung der Kunden aufzustellen.
Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, sagte am Montag, 6. April: „Wir begrüßen die Klarstellungen. Mit der Vertrauenskasse wird sichergestellt, dass es keinen Kontakt zwischen Verkäufer und Kunden gibt. Dennoch lautet die oberste Empfehlung, zuhause zu bleiben.“
Laut der Landesverordnung müssen die Geschäfte die erforderlichen Hygienestandards einhalten. So muss ein Abstand von möglichst zwei Metern, mindestens 1,5 Metern, zwischen Personen gewährleistet sein.
Ausdrücklich untersagt in den Auslegungshinweisen des Landes sind jetzt Verkaufsstände im Freien außer Wochenmärkten. Hiervon ist vor allem der Eisverkauf betroffen.
Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes ist einzusehen unter:
https://www.baden-wuerttem-berg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle- corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/. Insbesondere auf die Regelung zu Ordnungswidrigkeiten in § 9 der Corona-Verordnung wird ausdrücklich hingewiesen. Zur Höhe des angedrohten Bußgelds, siehe den Bußgeldkatalog unter https://www.baden-wuerttem-berg.de/fileadmin/redaktion/m- sm/intern/downloads/Downloads_Gesundheitsschutz/CoronaVO_Bussgeld- katalog.pdf


06.04.: Zuverlässige Unterstützung für Alleinerziehende, Familien und Kinder – Jugendamt baut Angebote gezielt aus
Das Referat Jugend und Bildung hat seine Angebote mit Blick auf die Corona-Krise angepasst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achten die Vorgaben des Infektionsschutzes und haben zugleich Möglichkeiten entwickelt, um die Unterstützung und Betreuung in sensiblen Bereichen, wie dem der Familien und Kinder, zu gewährleisten. Auf diese hat die Stadt am Montag, 6. April, hingewiesen.
Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, sagte: „Gerade Alleinerziehende, Familien und Kinder sind von der aktuellen Situation besonders schwer betroffen. Hier geht es um Fragen der Kinderbetreuung, finanzielle Unterstützung wie auch um familiäre Konflikte, die sich wegen den eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten verschärfen können.“ In dieser Zeit seien verlässliche Ansprechpartner besonders wichtig. „Das Jugendamt Stuttgart hat dort alternative Lösungen erarbeitet, wo Corona uns einschränkt und baut das Angebot dort aus, wo es verstärkt Bedarfe gibt. So können wir Eltern und Kinder in Stuttgart auch in dieser schwierigen Zeit bestmöglich unterstützen“, so Fezer weiter.
Folgende Beratungs- und Unterstützungsangebote sind weiterhin wie gewohnt oder mit erweiterten Angeboten erreichbar:
Unterhaltsvorschusskasse
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unterhaltsvorschusskasse sind ohne Einschränkungen telefonisch erreichbar. Sie kümmern sich aktuell verstärkt um die Bewilligung von Anträgen Alleinerziehender, deren Unterhaltsausfall von keiner anderen Behörde ausgeglichen wird. Fristen für die Rückgabe von Fragebögen zur Überprüfung der Anspruchsvoraussetzungen werden bereits verlängert, so dass die Unterhaltsvorschussleistungen für April die Alleinerziehenden uneingeschränkt erreichen. So soll vorerst bis auf Weiteres verfahren werden.
Weitere Informationen sowie Antragsformulare sind zu finden unter www.stuttgart.de/unterhaltsvorschuss. Betroffene erreichen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unterhaltsvorschusskasse telefonisch von Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr unter den Rufnummern:
0711/ 216-55388, 216-55802 oder 216-25557. E-Mails können gesendet werden an: poststelle.51uvk@stuttgart.de.
Beratungszentren Jugend und Familie
Ebenso sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den elf Beratungsbezirken telefonisch für die Stuttgarter Familien erreichbar, zudem können in dringenden Fällen persönliche Termine vereinbart werden. Ein Schwerpunkt der Arbeit der Beratungszentren hat jetzt mit den eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten von Familien, Jugendlichen und Kindern zu tun. Es kann jetzt im häuslichen Umfeld vermehrt zu Belastungen und Konflikten kommen. Die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Kontakt mit den Familien, die Vormünder mit den Kindern und Jugendlichen.
Bei den Beratungszentren finden Hilfesuchende Beratung bei Erziehungsfragen, bei innerfamiliären Notlagen sowie zur Existenzsicherung. Außerdem gibt es Angebote der psychosozialen Beratung, Beratung im Bereich der Frühen Hilfen, Trennungs- und Scheidungsberatung und Beratung bei Sorgerechts- und Umgangsregelungen sowie Vermittlung von Hilfen zur Erziehung.
Eine Übersicht zu den Beratungszentren und die jeweiligen Telefonnummern finden sich unter: www.stuttgart.de/beratungszentren-jugend-familie. Die Rufnummern sind erreichbar montags, dienstags und mittwochs von 9 bis 16 Uhr, donnerstags von
9 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 12.30 Uhr.
Erziehungshilfen
Die Erziehungshilfen werden wie gewohnt fortgeführt. So sind alle stationären Wohngruppen weiterhin geöffnet und die Einrichtungen der Inobhutnahme stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Das bedeutet, dass auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich der Erziehungshilfen weiterhin Tag und Nacht für junge Menschen im Einsatz sind. Familien in den Wohnanlagen für Alleinerziehende werden weiterhin begleitet, Kinder in der Inobhutnahme und den stationären Hilfen bekommen zurzeit vermehrt Unterstützung bei der Bewältigung des Schulstoffs. Familien, die eine ambulante Hilfe benötigen, bekommen diese im notwendigen Umfang weiter. Dabei werden die stationären Teams durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den städtischen Kindertageseinrichtungen unterstützt.
Das Jugendamt Stuttgart informiert, berät und unterstützt Familien, Alleinerziehende, Kinder, Jugendliche und Alleinstehende in vielen Fragen des Alltags und vermittelt notwendige Hilfen bei sozialen und wirtschaftlichen Notlagen, in Fällen von Kinderschutz, bei Erziehungsschwierigkeiten, beim Bedarf einer Kindertagesbetreuung, bei Straffälligkeit von Jugendlichen oder in Sorgerechts- und Unterhaltsangelegenheiten. In 2019 waren die Beratungszentren des Jugendamts insgesamt mit 12.760 Haushalten in Kontakt. Zu 11.581 dieser Haushalte gehörten Kinder.


03.04.: Unterstützung für besonders betroffenen Gruppen – Angebote und Leistungen des Sozialbereichs
Die aktuellen Schutzmaßnahmen während der Corona-Krise treffen bestimmte Personengruppen besonders hart. Sie leiden unter der erschwerten Versorgungslage. Das Referat für Soziales und gesellschaftliche Integration kümmert sich um diese Gruppen mit Informationen, Leistungen und Unterstützung, wie die Stadt am Freitag, 3. April, bekanntgegeben hat.
Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, sagte: „Städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Tag und Nacht im Einsatz, um die Grundversorgung in unserer Stadt sicherzustellen. Sie sorgen für unser aller Wohlergehen, aber besonders kümmern sie sich um Menschen, die unter der erschwerten Versorgungslage stark leiden. Die Stuttgarterinnen und Stuttgarter sollen wissen: Wir sind für Sie da!“ Beeindruckend sei auch die Nachbarschaftshilfe. „Jüngere Menschen engagieren sich für Ältere und übernehmen für sie zum Beispiel Einkäufe. Die Bürgerinnen und Bürger stehen in schwierigen Zeiten zusammen. Wir laden weitere Menschen dazu ein, die besonders Schutzbedürftigen zu unterstützen. Über unsere Austauschplattform ‚Corona - engagiert in Stuttgart‘ können Sie sich über weitere Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements informieren“, so Sußmann weiter.
Folgende Beratungs- und Unterstützungsangebote sind weiterhin wie gewohnt oder mit erweiterten Angeboten erreichbar:
Sozialamt
Das Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart ist für alle Menschen da, die sich in einer persönlichen oder wirtschaftlichen Notsituation befinden und die nicht aus eigener Kraft zu einer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in der Lage sind.
Derzeit können Kunden bis auf Weiteres nur noch nach telefonischer Terminabsprache persönlich bedient werden. Betroffene wenden sich telefonisch oder per Mail an das Sozialamt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter prüfen, ob das Anliegen unbürokratisch, ohne persönliche Vorsprache erledigt werden kann. Nur unter bestimmten Voraussetzungen ist ein individueller Vorsprachetermin möglich.
Vereinfachte Verfahren für Bewilligung und Verlängerungen von Leistungen
Bereits bewilligte Leistungen werden unbürokratisch und ohne die eigentlich notwendige persönliche Vorsprache bis Jahresende verlängert, damit die Betroffenen die nötigen Mittel erhalten. Diese Regelung betrifft zum Beispiel die Leistungen der Grundsicherung, des Asylbewerberleistungsgesetzes sowie Leistungen für Wohnungslose oder Menschen mit Behinderung.
Unterstützung für EU-Staatsbürger, die in ihr Heimatland zurückkehren wollen
Für EU-Staatsbürger, die in ihr Heimatland zurückkehren wollen, aber kein Geld für die Rückreise haben, werden schnelle und unbürokratische Lösungen gefunden. Hier arbeitet das Sozialamt eng mit den Trägern der Freien Wohlfahrtspflege zusammen.
Ständiger Austausch mit den Trägern der sozialen Dienste
Gemeinsam mit den Trägern der Freien Wohlfahrtspflege wird auch in der aktuellen Lage sichergestellt, dass die soziale Infrastruktur funktioniert und zugleich alle notwendigen Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Es gibt in Stuttgart viele Menschen, die auf tägliche Hilfen und Unterstützung angewiesen sind: Pflegebedürftige müssen weiter gepflegt werden, Menschen mit psychischen Erkrankungen müssen versorgt und beraten werden, Opiatabhängige müssen weiter Zugang zu Substitutionsmitteln und Medikamenten haben und Wohnungslose brauchen Tagesstätten, in denen sie sich duschen können und eine warme Mahlzeit erhalten. Das Sozialamt unterstützt die Träger der sozialen Dienste mit allen Kräften, um diese Versorgung auch in der aktuellen Lage so gut es geht aufrecht zu erhalten.
Bereitstellung von Schutzunterkünfte für Wohnungslose und Geflüchtete
Zum Schutz von Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete sowie der Notunterbringung von Wohnungslosen trifft das Sozialamt Vorkehrungen, um mögliche Verdachtsfälle auf das neuartige Coronavirus zeitnah gesondert unterzubringen und entsprechend zu versorgen. In enger Kooperation mit dem Gesundheitsamt und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) werden mehrere gesonderte Unterkünfte vorbereitet, in denen Menschen ohne eigenen Wohnraum isoliert, medizinische versorgt und betreut werden können.
Hilfsangebote auf Plattform „Corona – engagiert in Stuttgart“
Mit der Plattform „Corona – engagiert in Stuttgart“ (corona-engagiert.stuttgart.de) werden ehrenamtliche und nachbarschaftliche Hilfsangebote zentral gebündelt. Engagierte und Interessierte erhalten Rat und Informationen. Einzelpersonen und Initiativen werden beraten und direkt unterstützt und es werden weitere Ideen für Unterstützungsmöglichkeiten gesammelt und veröffentlicht.
Belange von Menschen mit Behinderung
Simone Fischer, Beauftrage für die Belange für Menschen mit Behinderung der Stadt Stuttgart, bündelt die unterschiedlichen Probleme und Bedürfnisse der in Stuttgart lebenden Menschen mit Behinderung.
Informationen in Leichter Sprache und Gebärdensprache
Auf der Webseite www.stuttgart.de/corona stehen Informationen in leichter und einfacher Sprache und Gebärdensprache zum Corona-Virus zur aktuellen Situation in Stuttgart bereit. Interessierte erfahren wie sie sich mit städtischen Ämtern und Behörden in Verbindung setzen können.
Auf der Website stehen auch E-Mail- und Faxvorlagen für die medizinische Versorgung zur Verfügung.
Gebärdentelefon
Hörgeschädigte und gehörlose Menschen erreichen die städtischen Ämter über die Behördennummer 115. Sie können das Gebärdentelefon D 115 nutzen, um mit den Stuttgarter Ämtern Kontakt aufzunehmen. Sie erhalten dort wichtige Informationen zu Leistungen der Behörden. Sie brauchen keine Dolmetscherin oder keinen Dolmetscher für Gebärdensprache.
Das Gebärdentelefon ist erreichbar Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter
www.gebaerdentelefon.de/115
Jobcenter
In der aktuellen Lage konzentriert sich das Jobcenter auf die Bearbeitung von Neuanträgen sowie die pünktliche Auszahlung von existenzsichernden Geldleistungen.
Das Jobcenter Stuttgart hat seine Arbeitsabläufe an die derzeitige Situation angepasst, um die Gesundheit der leistungsbeziehenden Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeitenden zu schützen. Bis auf Weiteres sind alle Zweig-, Außen- und Fachstellen für den Publikumsverkehr geschlossen, jedoch weiterhin telefonisch und per E-Mail erreichbar. Die Mitarbeitenden beraten telefonisch zu allen leistungsrechtlichen Themen, kurzfristig aufkommenden Anliegen und Fragen rund um die berufliche Eingliederung. Eine telefonische Beratung kann spontan oder auch nach Vereinbarung eines Telefontermins stattfinden. Sollten die Leitungen durch ein erhöhtes Anrufaufkommen belegt sein, erfolgt möglichst schnell ein Rückruf durch die persönlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner des Jobcenters.
Ein persönlicher Kontakt ist in dringenden Fällen nach Vereinbarung möglich.
Termine
Alle bereits vereinbarten Beratungsgespräche und Termine wurden von Seiten des Jobcenters abgesagt – selbstverständlich ohne Nachteile und negative Konsequenzen für die leistungsbeziehenden Bürgerinnen und Bürger. Die Weiterbewilligung und Auszahlung von Leistungen ist dadurch nicht gefährdet.
Unterlagen einreichen
Unterlagen können per E-Mail (möglichst ein Anhang) oder durch Einwurf in die Haus-Briefkästen der Zweig-, Außen- und Fachstellen eingereicht werden. Bei Nachweisen genügt es, diese als Scan oder auch als Handy-Foto zu schicken. Wichtig ist jedoch: E-Mails sollten grundsätzlich an das Postfach der jeweiligen Zweig- oder Fachstelle gesendet werden und nicht an E-Mail-Adressen der jeweils zuständigen Mitarbeitenden des Jobcenters. Im Falle einer Erkrankung können die Anliegen sonst nicht bearbeitet werden.
Unkomplizierte Antragstellung
Wer durch das Coronavirus in eine Notlage gerät und einen Antrag auf Arbeitslosengeld II (ALG II) stellen muss, kann dies unkompliziert und schnell tun. Das notwendige Formular ist online zu finden. Es kann auch formlos – telefonisch oder per E-Mail – ein Antrag bei der Jobcenter-Zweigstelle in Wohnortnähe gestellt werden, die Formulare werden dann zugeschickt. Die jeweiligen Kontaktdaten sind online zu finden unter: www.stuttgart.de/jobcenter
Vereinfachter Zugang zu Arbeitslosengeld II
Mit dem Sozialschutz-Paket wurde vorübergehend ein vereinfachter Zugang zum Arbeitslosengeld II geschaffen. Für einen Zeitraum von sechs Monaten wird in der Regel auf eine Vermögensprüfung verzichtet. Die Unterkunftskosten gelten ohne Prüfung als angemessen.
Akute Notlage
Leistungsbeziehende erhalten ihre Leistungen gewöhnlich zu Anfang des Monats per Überweisung. Bei Neuanträgen wir die Leistung in der Regel innerhalb von drei Tagen nach der Bewilligung auf dem Konto gutgeschrieben. In Notfällen, wenn sofort Geld benötigt wird, stellt das Jobcenter eine Kassenkarte zur Verfügung oder gibt Lebensmittelgutscheine aus.
Hilfe für Selbstständige / Kurzarbeitergeld
Neben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern trifft die Krise nun auch viele Selbstständige und freischaffende Personen. In Einzelfällen werden die Bundes- und Landessoforthilfen nicht bzw. nicht sofort greifen können. Hier steht das Jobcenter unmittelbar bereit, die Sicherung des Lebensunterhalts zu gewährleisten.
Auch für Beschäftigte gilt: Sollte das Kurzarbeitergeld nicht für den Lebensunterhalt genügen und die Bürgerinnen und Bürger auf aufstockende Leistungen angewiesen sein, so kann zusätzlich Arbeitslosengeld II beim Jobcenter beantragt werden.
Abteilung Integrationspolitik: Mehrsprachige Informationen zu Corona
Die Abteilung Integrationspolitik stellt Migrantenselbstorganisationen (Migrantenvereine) mehrsprachige Informationen über die aktuellen Regelungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus zur Verfügung. Sie sind zu finden unter www.stuttgart.de/corona. Die Informationsblätter sollen zeitnah um Videos in sieben Sprachen ergänzt werden.
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03.04.: Stadt hält einfachen Mund-Nasen-Schutz für sinnvoll – Spezial-Masken nur für medizinische und pflegerische Dienste
Die Landeshauptstadt Stuttgart hält es für sinnvoll, wenn Bürgerinnen und Bürger einen einfachen, auch selbst hergestellten, Mund-Nase-Schutz im Nahverkehr oder beim Einkaufen tragen. Der Leiter des Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt, erklärte am Freitag, 3. April: „Der wirksamste Schutz für sich selbst und andere besteht in einer guten Händehygiene, dem Einhalten von Nies- und Hustenregeln und dem Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter). Darüber hinaus hat das Robert-Koch- Institut jetzt betont, dass durch das Tragen eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes das Risiko reduziert werden kann, andere Menschen durch beispielsweise Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken. Durch das Tragen dieser Masken schützt man also andere. Diese prinzipielle Empfehlung des Robert-Koch-Instituts ist aus meiner Sicht nachvollziehbar und deswegen schließen wir uns dem an.“
Oberbürgermeister Fritz Kuhn bekräftigte: „Viele wollen sich sinnvoll beschäftigen und einen persönlichen Beitrag leisten, um diese Krise gemeinschaftlich zu bewältigen.
Es ist ein starkes Signal, dass überall in der Stadt jetzt engagierte Bürgerinnen und Bürger Masken schneidern. Vorsicht und Rücksicht sind entscheidend, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.“ Kuhn betonte, dass daneben die bekannten Verhaltensregeln wie Abstand halten unbedingt einzuhalten sind.
Masken korrekt anwenden – Hygieneregeln nicht vernachlässigen
Das Gesundheitsamt empfiehlt einen sorgsamen Umgang mit dem einfachen Mund- Nasen-Schutz, dem sogenannten Spuckschutz. Amtsleiter Ehehalt sagte: „Wenn der Mund-Nasen-Schutz durchnässt ist, sollte er abgenommen und ggf. ausgetauscht werden.“ Der Spuckschutz reduziere den eigenen Ausstoß von Tröpfchen beim Sprechen oder Niesen. Ehehalt erläuterte: „Der Träger selbst ist nicht vor Ansteckung geschützt. Der beste Schutz für die eigene Gesundheit ist weiterhin die Handhygiene beziehungsweise das Beachten der Abstandsregeln und der Niesetikette. Und wer krank ist, soll zuhause bleiben.“
Ehehalt mahnte: „Ein einfacher Schutz ist im öffentlichen Raum absolut ausreichend. Der Vorrat an medizinischen Spezial-Masken ist begrenzt, diese sollten Menschen der kritischen Infrastruktur vorbehalten bleiben. Wichtig ist, dass beispielsweise das medizinische und pflegerische Personal mit solchen Masken seiner Arbeit nachgehen kann.“
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt für die Nutzung des einfachen, der Allgemeinheit dienenden Mund-Nase-Schutzes unter anderem folgende Regeln:
Die gängigen Hygienevorschriften, insbesondere die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI, www.rki.de) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA, www.infektionsschutz.de) sind weiterhin einzuhalten.
Auch mit Mund-Nase-Schutz sollte der von der WHO empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Meter zu anderen Menschen eingehalten werden.
Beim Anziehen eines Mund-Nase-Schutzes ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Die Hände sollten vorher gründlich mit Seife gewaschen werden.
Der Mund-Nase-Schutz muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob der Mund-Nase-Schutz genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.
Ein durchfeuchteter Mund-Nase-Schutz sollte umgehend abgenommen und ggf. ausgetauscht werden.
Die Außenseite des gebrauchten Mund-Nase-Schutzes ist potenziell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollte diese möglichst nicht berührt werden.
Nach Absetzen des Mund-Nase-Schutzes sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden (mindestens 20- 30 Sekunden mit Seife).
Der Mund-Nase-Schutz sollte nach dem Abnehmen in einem Beutel o.Ä. luftdicht verschlossen aufbewahrt oder (falls dies das Material zulässt) sofort gewaschen werden. Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allem Schimmelbildung zu vermeiden.
Der Mund-Nase-Schutz sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Beachten Sie eventuelle Herstellerangaben zur maximalen Zyklusanzahl, nach der die Festigkeit und Funktionalität noch gegeben ist.
Weitere Hinweise zum Unterschied zwischen einem einfachen, selbst hergestellten Mund-Nase-Schutz für die Allgemeinheit und Spezial-Masken für medizinische und pflegerische Dienste sowie zu deren Handhabung gibt es auf der Homepage des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte unterhttps://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzm asken.html.
Notwendige Verhaltenshinweise
Generell gilt: Das Coronavirus wird durch direkten Kontakt untereinander verbreitet, insbesondere durch Tröpfchenübertragungen und Händeschütteln. Beachten Sie deshalb unbedingt die Hygieneregeln zum regelmäßigen Händewaschen und zum Niesen in die Armbeuge. Bleiben Sie auf Abstand zu anderen Personen, am besten zwei Meter. Das gilt auch beim Schlangestehen. Sie sollten soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren und zuhause bleiben.
Vermeiden Sie unbedingt Ansteckungsrisiken. Nehmen Sie das Coronavirus ernst. Gehen Sie nicht leichtfertig mit Ihrer Gesundheit und der Ihrer Mitmenschen um. Beachten Sie zwingend alle Verbotsregeln, insbesondere auch, dass Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum untersagt sind.
Nur so kann es gelingen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Ansteckungsketten zu unterbrechen.
Hinweis: Unter www.stuttgart.de/corona informiert die Stadt über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


03.04.: Hoffnung in der Corona-Krise: Stadt Stuttgart sammelt Regenbogenbilder von Kindern und hängt sie in Rathausfenstern aus
Unter dem Motto „Die Kurve der Hoffnung – Stuttgart malt den Regenbogen“ ruft die Landeshauptstadt Stuttgart Kinder dazu auf, Regenbogenbilder zu malen und an die Stadt zu schicken. Diese sollen dann für alle sichtbar in den Rathausfenstern ausgehängt werden.
Die städtische Kinderbeauftragte Maria Haller-Kindler sagte am Freitag, 3. April: „Viele Kindergarten- und Grundschulkinder malen derzeit Regenbogenbilder und hängen sie zuhause als Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit in die Fenster. Dieser wundervollen Aktion wollen wir uns als Stadt anschließen – und damit ebenfalls Solidarität zeigen.“
Die gemalten Regenbogenbilder sollten möglichst groß sein. Die Kinder können selbst kreativ werden oder Vorlagen nutzen, die unter dem Link https://coronavirus.stuttgart.de/kinder-jugendliche als Download zum Ausdrucken und Ausmalen zur Verfügung stehen.
Die Bilder können an folgende Adresse geschickt werden: Rathaus Stuttgart Kinderbüro, Marktplatz 1, 70173 Stuttgart.
Auf der Homepage https://coronavirus.stuttgart.de/kinder-jugendliche gibt es für Familien und Kinder darüber hinaus Informationen sowie Unterhaltungs- und Hilfsangebote.


03.04.: Barrierefreie Informationen zum Coronavirus – Video-Interview mit dem Leiter des Gesundheitsamts in einfacher Sprache
Die Landeshauptstadt Stuttgart informiert unter www.stuttgart.de/corona fortlaufend über aktuelle Hinweise und städtische Entscheidungen. Viele Informationen stehen barrierefrei bereit. In einem Video-Interview beantwortet Professor Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamtes, nun auch Fragen zum Corona-Virus in einfacher Sprache. Das hat die Stadt am Freitag, 3. April, bekanntgegeben.
Simone Fischer, Beauftragte der Stadt für die Belange von Menschen mit Behinderung sagte: „Die Auswirkungen von Corona betreffen gerade auch Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag sehr stark. Sie fragen sich, was sie beachten müssen, wenn sie das Haus verlassen müssen, um Besorgungen zu machen oder wenn sie einen Arzttermin haben. Es ist auch für sie von Interesse, welche Entscheidungen getroffen werden. Um sich zu informieren, benötigen sie für sie verständliche Informationen und gut nutzbare Kommunikationswege.“
Der Leiter des Gesundheitsamts, Professor Stefan Ehehalt, sagte: „Uns ist es wichtig, dass wir wirklich alle Menschen erreichen. Denn nur wenn wir tatsächlich als Gesellschaft zusammenstehen, können wir das, was vor uns liegt, gut bewältigen.“
Die Seite zum Coronavirus der Landeshauptstadt bietet auch barrierefreie Informationen. Menschen, die nicht so gut verstehen oder lesen können, finden hier Angebote in leichter oder einfacher Sprache. Für hörgeschädigte Menschen wurde das Video-Interview mit einem Untertitel versehen. Weitere Informationen stehen in einem Video in Gebärdensprache bereit. Sehbehinderte Menschen können sich die Seite in einer kontrastreichen Version anzeigen lassen. Allgemein ist die Kommunikation für hörgeschädigte Menschen mit der Stadtverwaltung über das Gebärdentelefon 115 der Behördennummer möglich.
Notwendige Verhaltensregel in Zeiten des Coronavirus
Generell gilt: Das Coronavirus wird durch direkten Kontakt untereinander verbreitet, insbesondere durch Tröpfchenübertragungen und Händeschütteln. Beachten Sie deshalb unbedingt die Hygieneregeln zum regelmäßigen Händewaschen und zum Niesen in die Armbeuge. Bleiben Sie auf Abstand zu anderen Personen, am besten zwei Meter. Das gilt auch beim Schlangestehen. Vermeiden Sie es dringlich, Menschentrauben zu bilden. Überhaupt sollten Sie soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren und zuhause bleiben. Vermeiden Sie unbedingt Ansteckungsrisiken. Nehmen Sie das Coronavirus ernst. Gehen Sie nicht leichtfertig mit Ihrer Gesundheit und der Ihrer Mitmenschen um. Beachten Sie zwingend alle Verbotsregeln. Nur so kann es gelingen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Ansteckungsketten zu unterbrechen.
Unter www.stuttgart.de/corona informiert die Stadt über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


03.04.: Zugang zu Arbeitslosengeld II vorübergehend erleichtert – Jobcenter Stuttgart hat Arbeitsabläufe angepasst
Mit dem Sozialschutz-Paket wurde vorübergehend ein vereinfachter Zugang zum Arbeitslosengeld II geschaffen. Bürgerinnen und Bürgern, denen durch die aktuelle Corona-Krise das Einkommen oder die wirtschaftliche Existenz wegbricht, erhalten unbürokratisch Hilfe beim Jobcenter.
Das vom Bundesrat am 27. März 2020 verabschiedete Gesetz für leichteren Zugang zu sozialer Sicherung unterstützt Menschen, die in Folge der Corona-Pandemie kurzfristig und unverschuldet in eine Notlage geraten sind. Zugleich kann das Jobcenter schnell und unbürokratisch Hilfe leisten.
Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 beim Jobcenter Stuttgart einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Arbeitslosengeld II) stellt und dabei erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, darf Erspartes in den ersten sechs Monaten behalten. Erst danach greifen wieder die bislang geltenden Regelungen für den Einsatz von Vermögen.
Wer bereits Arbeitslosengeld II bezieht und bis Ende August einen Weiterbewilligungsantrag stellen müsste, erhält die Leistung ohne Folgeantrag unbürokratisch weiterbewilligt, in der Regel für ein Jahr. Es wird dennoch gebeten, wesentliche Änderungen mitzuteilen, um die SGB II-Leistungen sofort in der richtigen Höhe gewähren zu können und eine aufwändige Korrektur im Nachhinein zu vermeiden. Solche Änderungen liegen zum Beispiel vor, wenn inzwischen Einkommen weggebrochen ist oder ein Haushaltsmitglied auszieht bzw. hinzukommt.
In den ersten sechs Monaten des Leistungsbezugs werden bei Neuanträgen zudem die Ausgaben für Wohnung und Heizung in jedem Fall in tatsächlicher Höhe anerkannt. Niemand, der zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf existenzsichernde Leistungen stellt, soll deshalb jetzt umziehen müssen. Dies gilt auch für Leistungsbeziehende, bei denen aktuell geprüft wird, ob die Mietkosten angemessen sind.
Arbeitsabläufe im Jobcenter Stuttgart angepasst
Das Jobcenter Stuttgart hat seine Arbeitsabläufe an die derzeitige Situation angepasst, um die Gesundheit der leistungsbeziehenden Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeitenden zu schützen. Bis auf Weiteres sind alle Zweig-, Außen- und Fachstellen für den Publikumsverkehr geschlossen, jedoch weiterhin telefonisch, per E-Mail oder auf dem Postweg erreichbar. Auch können Unterlagen und Post direkt in die Hausbriefkästen der Zweig- und Fachstellen eingeworfen werden. Ein persönlicher Kontakt ist in dringenden Fällen nach Vereinbarung möglich.
Ausführliche Kontaktinformationen sowie Informationen zur Antragstellung und die entsprechenden Formulare sind online zu finden unter: www.stuttgart.de/jobcenter


02.04.: Provisorische Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion geschlossen – Bürgermeisterin Sußmann dankt allen Helfern – Neue Fieber-Ambulanz im Neckarpark wird um Abstrichstelle erweitert
Die Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion hat am Mittwoch, 1. April, geschlossen. Anfang der Woche hat die Ambulanz neue Räumlichkeiten in der Jugendherberge Stuttgart Neckarpark in der Elwertstraße bezogen, sie wird betrieben von der Kassenärztlichen Vereinigung. Patienten, die dort vorstellig werden wollen, brauchen eine ärztliche Überweisung. Neben der Beratung und Behandlung erkrankter Personen findet sich in der neuen Ambulanz eine reine Abstrichstelle für Corona- Verdachtsfäll.
Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, dankte am Donnerstag, 2. April, allen Beteiligten für die Unterstützung der Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion: „Ich danke allen Helferinnen und Helfern, die in der Fieber-Ambulanz Großartiges geleistet haben. Dazu zähle ich in erster Linie das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Stuttgart, die Ärztinnen und Ärzte und die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Ebenso gebührt mein Dank der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft, dass sie die Nutzung des Alten Reitstadions ermöglicht hat. Die Zusammenarbeit hat mit allen Beteiligten auch in Stresssituationen ausgesprochen gut funktioniert.“
DRK leistete Hunderte Arbeitsstunden in der Fieber-Ambulanz im Reitstadion
Am 17. März 2020 ging die Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion als Provisorium zur schnellen Hilfe und Entlastung der Kliniken im Auftrag der Stadt Stuttgart in Betrieb. Zu Beginn sind täglich im Durchschnitt 30 Patienten behandelt worden. Innerhalb kurzer Zeit ist der Bedarf für die Einrichtung in der Talstraße auf die Behandlung von durchschnittlich 200 Patienten pro Tag angewachsen. Wegen des kurzfristigen Aufbaus der Einrichtung, mussten Anpassungen im laufenden Betrieb vorgenommen werden. Insgesamt sind in der Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion 1.200 Patienten behandelt worden. Täglich waren dort bis zu acht Helferinnen und Helfer des DRK im Einsatz, die mehrere hundert Arbeitsstunden leisteten.
Mit dem Rückbau der ursprünglichen Fieber-Ambulanz im Reitstadion übergibt das DRK den Betrieb der Fieber-Ambulanz an die Kassenärztliche Vereinigung. Das DRK Stuttgart wird weiterhin die beiden Quarantänestationen im Auftrag der Stadt Stuttgart betreuen, den sogenannten „Corona-Hausbesuchsdienst“ fortführen und vor Ort im Katharinenhospital Stuttgart und im Robert Bosch Krankenhaus unterstützen.
Kapazitäten in der Fieber-Ambulanz Neckarpark aufgestockt
Die in den Neckarpark verlagerte Fieber-Ambulanz hat am Montag, 30. März, eröffnet. Die Sprechstunde findet täglich von 10 bis 18 Uhr statt. Behandelt werden Patienten mit Atemwegsinfekten auf Überweisung durch den Hausarzt oder durch den niedergelassenen Kinder- und Jugendarzt. Die Versorgung erfolgt für die erwachsenen Patienten durch Hausärzte und für die pädiatrischen Patienten durch Kinderärzte. Eine Vorstellung in der Fieber-Ambulanz ohne Überweisung ist nicht vorgesehen.
Anfang der Woche war ein Arzt vor Ort, der im Schnitt 70 Patienten behandelte. Mittlerweile wurden die Kapazitäten aufgestockt: Aktuell kümmern sich drei Ärzte sowie ein Kinderarzt um die Besucher. Zusätzlich unterstützen circa acht Studierende sowie ein Praxismanager den Ablauf. Seit Montag wurden insgesamt rund 400 ärztliche Untersuchungen vorgenommen und 250 Abstriche gemacht.
Weil der Bedarf an Rachenabstrichen steigt, wird die neue Fieber-Ambulanz um eine Abstrichstelle ergänzt. Ärzte, die ihre Patienten bereits untersucht haben und feststellen, dass ein Corona-Test nötig ist, können ihre Patienten mit einem entsprechenden Überweisungsschein zur Fieber-Ambulanz schicken. Diese werden dort dann nicht noch einmal ärztlich untersucht, sondern bekommen lediglich den Rachenabstrich.


02.04.: Stadt warnt vor Betrugsmaschen
In verschiedenen Städten haben Betrüger zuletzt bundesweit versucht, mit der Angst vor dem Coronavirus Geld zu machen. Davor hat die Landeshauptstadt Stuttgart am Donnerstag, 2. April, gewarnt. Die Kriminellen setzen teilweise auf perfide Methoden. So geben sie sich beispielsweise als Amtsperson aus oder wenden den Enkeltrick- Betrug an.
Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, sagte: „Uns haben Berichte aus mehreren Städten erreicht, wonach Kriminelle versuchen, das Virus für ihre Betrügereien zu missbrauchen. Sie wollen die Verunsicherung der Menschen schamlos ausnutzen, um sich zu bereichern.“ Der beste Schutz gegen Betrüger sei ein gesundes Misstrauen, so Schairer.
Teilweise klingeln die Täter an der Haustür und geben sich als Ärzte oder Mitarbeiter des Gesundheitsamts oder des Amts für öffentliche Ordnung aus, die Corona-Tests durchführen wollen. Tatsächlich führen weder das Gesundheitsamt noch das Amt für öffentliche Ordnung unangekündigte Corona-Tests in Privatwohnungen durch.
Die Stadt rät:
- Legen Sie auf, wenn Sie telefonisch aufgefordert werden, kostenpflichtige
Tests zu machen
- Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder das Gesundheitsamt und fragen Sie,
ob für Sie ein Test angeordnet wurde
- Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder
durch das Fenster genau an
- Lassen Sie sich bei unerwartetem Besuch von angeblichen
Behördenvertretern immer einen Ausweis zeigen
- Fragen Sie im Zweifel telefonisch bei der Behörde nach, ob ein Mitarbeitender
von dort zu Ihnen entsandt wurde
- Übergeben Sie kein Geld an vermeintliche Tester an Ihrer Haustür
- Lassen Sie keine Fremden in Ihre W ohnung
Auch der sogenannte Enkeltrick erlebt durch das Coronavirus ein Comeback: Die Betrüger suchen im Telefonbuch nach älter anmutenden Vornamen und nehmen anschließend telefonisch Kontakt auf. Sie geben sich als Enkel aus und schildern ihre vermeintliche Notlage. Dazu rät die Stadt:
- Halten Sie immer Rücksprache mit Ihren Angehörigen
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte
Personen
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
- Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen
Grundsätzlich gilt: Rufen Sie im Zweifel die Polizei unter 110 an und informieren Sie auch Verwandte, Freunde und Nachbarn über diese neue Art der Betrugsmasche.


02.04.: Sozialamt sucht Ehrenamtliche mit medizinischer Qualifikation zur Unterstützung in Schutzunterkünften
Das Sozialamt der Stadt Stuttgart sucht engagierte Bürgerinnen und Bürger mit medizinischen Qualifikationen, die Menschen in Schutzunterkünften unterstützen. In den Schutzunterkünften sind Menschen untergebracht, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden oder bei denen es sich um Verdachtsfälle handelt. Um die Gesundheit der Betroffenen kümmert sich medizinisches Fachpersonal. Die Ehrenamtlichen sind begleitend und unterstützend tätig. Sie stehen u. a. für Gespräche, Fragen, Einkäufe zur Verfügung. Schutzkleidung wird gestellt.
Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, sagte: „Viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter reagieren in der aktuellen Corona-Krise solidarisch und unterstützen ältere, alleinstehende Personen, Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder Familien in besonderen Lebenssituationen dabei, Alltagsaufgaben zu bewältigen. Dieses große gesellschaftliche Engagement freut mich sehr. Wichtig ist, dass wir auch die Menschen in den Blick nehmen, die nicht im privaten Umfeld leben können. Auch sie brauchen Unterstützung – wie beispielsweise geflüchtete oder wohnungslose Menschen.“
Zur Unterbringung und Betreuung von Erkrankten oder Verdachtsfällen schafft die Stadt in Schutzunterkünften mehr als 300 Plätze. Die gemieteten Gebäude sind über mehrere Stadtbezirke verteilt und werden von verschiedenen Hilfsdiensten im Auftrag der Stadt betrieben. Durch die Schutzunterkünfte sollen die Kliniken weiter entlastet, eine gute medizinische Betreuung gesichert und die Lage von isolierten Erkrankten verbessert werden.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die in den Schutzunterkünften helfen wollen, können sich bei der Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement im Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart melden: per E-Mail an corona- engagiert@stuttgart.de oder unter Telefon: 0711/216-88588.


01.04.: Meist Erwachsene mittleren Alters betroffen – Männer erkranken öfter als Frauen – Verstorbene über 63 Jahre
Die Zahl der Neuinfektionen in Stuttgart mit dem neuartigen Coronavirus steigt täglich. Es haben sich mittlerweile Menschen aller Altersgruppen angesteckt, am meisten verbreitet ist die Krankheit derzeit bei Personen mittleren Alters und etwas mehr Männer als Frauen sind an Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankt. Das zeigt eine Analyse des Gesundheitsamts vom Mittwoch, 1. April.
Demnach waren zum Zeitpunkt der Auswertung insgesamt 799 Infektionen in Stuttgart registriert: 54 Prozent davon sind Männer und 46 Prozent Frauen. Verstorben sind sechs Männer und eine Frau, sie waren alle über 63 Jahre alt und litten unter Vorerkrankungen.
Amtsleiter Professor Stefan Ehehalt erläuterte: „Diese Zwischenbilanz ist aufschlussreich, sie spiegelt im Übrigen auch den Bundestrend wider. Man sieht, es ist kein ‚Senioren-Virus‘, wie verschiedentlich in Medienberichten zu lesen ist. Auffällig ist, dass mehr als ein Drittel aller Infizierten zwischen 26 und 40 Jahren alt ist.“ Gründe dafür sieht er unter anderem in der hohen Mobilität dieser Menschen, dem Freizeitverhalten und zahlreichen sozialen Kontakten. „Das ist zahlenmäßig die größte Gruppe für eine Erkrankung, die somit auch das Virus am häufigsten überträgt. Auch wenn junge vielleicht unbeschwerter sind, ich sage klar: Niemand ist unverwundbar.“ Das Risiko, dass die Infektion einen schweren Verlauf nimmt, steige mit dem Alter und wenn Menschen mit Krankheiten wie zum Beispiel an Herz, Lunge oder Leber zu kämpfen haben. „Deswegen sprechen wir auch von vulnerablen Gruppen. Unser Hauptaugenmerk gilt dem Schutz dieser Menschen. Aus diesem Grund haben wir zu umfassenden Maßnahmen gegriffen, wie einem Besuchsverbot von Senioren- und Pflegeheimen.“
Prof. Ehehalt sagte weiter: „Die Lage ist weiter ernst und dynamisch. Das Risiko für Ansteckungen bewertet das Robert-Koch-Institut als hoch. In Stuttgart verzeichnen wir leider immer noch ein Wachstum an Neuinfektionen. Zu erkennen ist, dass die Maßnahmen, vor allem die drastische Kontaktreduktion, das Wachstum begrenzen. Deswegen ist es so wichtig, die Verordnung des Landes ebenso wie die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Nur so sichern wir ein funktionsfähiges Gesundheitssystem für alle.“
Ehehalt warnte eindringlich: „Das Virus macht vor niemandem Halt. Auch jüngere Menschen können durch eine Erkrankung schwere Folgeschäden erleiden, beatmungspflichtig werden oder an dem Virus sterben. Jeder kann und muss etwas tun, um diese Pandemie zu brechen. Gesellschaftliche Solidarität ist jetzt enorm wichtig. Deswegen haben wir uns bewusst für das Motto entschieden: ‚Stuttgart geht auf Abstand – und steht zusammen.‘“
Mehr Infos gibt es unter www.stuttgart.de/corona.


01.04.: Grundsatzentscheidung des Gemeinderats über Sanierung des Opernhauses verschiebt sich – OB Kuhn: „Voraussetzungen für Beschluss nicht gegeben“ – Ministerin Bauer: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“
Die aktuelle Corona-Krise führt zu Verschiebungen beim städtebaulichen Wettbewerb Neuer Stadtraum B14 und dem Bürgerforum zur Sanierung des Opernhauses. Da die Ergebnisse aus beiden Verfahren in die Grundsatzentscheidung des Gemeinderats über die Opernhaussanierung einfließen sollen, ändert sich hierfür der Zeitplan. Stadt und Land haben sich über die notwendige Verschiebung verständigt, teilten Landeshauptstadt Stuttgart und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst am Mittwoch, 1. April, mit.
Bislang war die Grundsatzentscheidung zur Opernhaussanierung noch vor der Sommerpause 2020 vorgesehen. Zuvor sollte Ende Mai das Preisgericht für den Wettbewerb B14 stattgefunden haben. Auch das Bürgerforum zur Sanierung des Opernhauses hätte bereits stattfinden sollen. Beide Veranstaltungen können aktuell wegen der Corona-Krise nicht stattfinden und sollen möglichst im Herbst nachgeholt werden. Die jeweiligen Ergebnisse werden in die weiteren Beratungen in den Gremien einfließen. Dabei soll dann auch geklärt werden, welche weiteren Planungsschritte vor der Grundsatzentscheidung möglich und sinnvoll sind.
Eine Grundsatzentscheidung des Gemeinderats zur Sanierung des Opernhauses ist wegen der OB-Wahl im November nicht denkbar und daher erst im kommenden Jahr zu erwarten.
Oberbürgermeister Fritz Kuhn, in diesem Jahr auch Vorsitzender des Verwaltungsrats der Württembergischen Staatstheater, erklärte am Mittwoch, 1. April: „Voraussetzung für eine Grundsatzentscheidung zur Sanierung des Opernhauses im Gemeinderat ist das Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs zur Kulturmeile, denn dadurch werden die Sanierungspläne beeinflusst. Ein Ergebnis liegt nun aber wegen der Corona-Krise bis zu den Sommerferien nicht vor. Deswegen müssen wir die Grundsatzentscheidung verschieben. Die Verschiebung ist schmerzhaft. An der Notwendigkeit, den Littmann-Bau von Grund auf zu sanieren und zukunftsfähig zu machen, ändert das nichts. Die Sanierung des Opernhauses bleibt richtig und wichtig für die Kulturstadt Stuttgart und das ganze Land.“ Kuhn warb um Verständnis für die Verschiebung bei den Beschäftigten der Staatstheater: „Wir müssen uns der Realität stellen, und die wird aktuell durch das Coronavirus bestimmt.“
Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, bekräftigte: „Die Corona-Krise zwingt uns leider zu Anpassungen unseres Zeitplanes, das lässt sich nicht verhindern. Sobald aber die Voraussetzungen vorliegen, wollen wir in Abstimmung mit dem Verwaltungsrat die weiteren Planungsschritte in die Wege leiten, um trotz der Verzögerungen notwendige Vorbereitungsarbeiten anzugehen. Denn die Generalsanierung unseres Opernhauses ist jetzt so dringlich wie vor der Corona-Krise. Gerade in diesen Wochen der erzwungenen Auszeit merken wir, wie sehr wir die Kultur vermissen.“


01.04.: Stadt fordert Bau- und Gartenmärkte zur dringenden Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen auf
Die Landeshauptstadt hat am Mittwoch, 1. April, Bau- und Gartenmärkte angeschrieben und aufgefordert, die Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus einzuhalten. Die Polizei Stuttgart hatte bei Kontrollen festgestellt, dass die vorgeschriebenen Maßnahmen nicht in allen Märkten eingehalten werden.
Bei Nichtbeachtung drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 25.000 Euro und die Verhängung weitergehender Vorschriften bis hin zur Schließung aller Bau- und Gartenmärkte.
Die Stadt hat in ihrem Schreiben an die Bau- und Gartenmärkte erneut die zwingend erforderlichen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus aufgelistet. Dies sind insbesondere:
- Die Steuerung des Zutritts der Kunden
- Die Vermeidung von Warteschlangen
- Die Einhaltung eines Abstands von möglichst 2 Metern, mindestens jedoch
von 1,5 Metern zwischen den Personen, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind
Die Landesregierung Baden-Württemberg hatte am 17. März die Verordnung über die infektionsschützenden Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassen. Neben der Schließung von Hochschulen, Schulen und Kindergärten, einem Betretungsverbot für Heime für ältere und behinderte Menschen und Krankenhäuser und einem Kontaktverbot für Gruppen ab drei Personen in der Öffentlichkeit enthält die Verordnung Regelungen für Handel und Gewerbe. Diese wurden am 28. März nochmals um die oben genannten Vorgaben für den Kundenbetrieb verschärft.
Demnach ist zunächst bis zum 19. April der Betrieb aller Verkaufsstellen des Einzelhandels untersagt. Ausnahmen gelten unter anderem für den Lebensmitteleinzelhandel und für Bau-, Garten- und Tierbedarfsmärkte, die die notwendigen infektionsschützenden Maßnahmen ergreifen, um ihre Kunden vor der Gefahr einer Übertragung des Coronavirus zu schützen.


31.03.: Stadt verschärft Hinweise für Müllentsorgung – Abfälle aus Quarantäne-Haushalten nur über Restmülltonne entsorgen
Um die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen, ist es wichtig, dass positiv getestete oder unter Quarantäne gestellte Personen ihre Abfälle sicher entsorgen. Die Landeshauptstadt Stuttgart hat die Sicherheitshinweise weiter verschärft. Das hat die Stadt am Dienstag, 31. März, bekanntgegeben.
Demnach sind alle Abfälle aus Quarantäne-Haushalten ausschließlich über die Restmülltonne zu entsorgen. Des Weiteren sollen Altglas und Pfandverpackungen, Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe bis zur Aufhebung der Quarantäne im Haushalt aufbewahrt werden.
Der Technische Bürgermeister Dirk Thürnau sagte: „Bei der Entsorgung von Abfällen, an denen Viren haften können, müssen wir noch vorsichtiger sein. Das gilt vor allem für Personen und Haushalte, die sich momentan in Quarantäne befinden. Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus kann jeder etwas tun, um Mitglieder im Haushalt oder Hausbewohner zu schützen, ebenso die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWS, die das wichtige System der Müllentsorgung aufrechterhalten.“
Die Sicherheitshinweise gelten insbesondere für Taschentücher, Aufwischtücher, Hygieneartikel, Schutzkleidung und Abfälle aus Desinfektionsmitteln. Diese Abfälle müssen in stabilen Müllsäcken gesammelt und anschließend sicher verschlossen werden, beispielsweise durch Verknoten. Die Müllsäcke sind direkt in die Abfalltonnen zu bringen und dürfen nicht daneben gestellt werden. Sind die Abfalltonnen bereits gefüllt, müssen die Müllsäcke bis zur nächsten Abholung an einem möglichst kühlen und nicht frei zugänglichen Ort wie im Keller gelagert werden. So kann eine Gefährdung von anderen Nutzern der Restmülltonnen und den Mitarbeitern der Abfallwirtschaft Stuttgart ausgeschlossen werden.
Nicht vom Coronavirus betroffene Haushalte sollten ihren Müll weiter wie bisher entsorgen, um die Kapazitäten in den Müllverbrennungsanlagen nicht unnötig zu belasten. Weitere Informationen zur korrekten Entsorgung von Abfällen sind zu finden unter: www.stuttgart.de/abfall.


31.03.: Stadt bringt Sofortmaßnahmen zur Abmilderung finanzieller Notlagen auf den Weg – Auf Antrag Unterstützung möglich
Zur Abmilderung der Corona-Krise haben Bund und Land bereits umfangreiche Sofortprogramme für die Wirtschaft sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft auf den Weg gebracht. Auch die Landeshauptstadt Stuttgart will die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise abmildern und ergreift Sofortmaßnahmen, die sie unmittelbar gestalten kann. Der Gemeinderat wird sich mit dem Vorschlag der Verwaltung in seiner am Donnerstag, 9. April, geplanten Sitzung befassen.
Der Bürgermeister für Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen, Thomas Fuhrmann, erklärte am Dienstag, 31. März: „Die Pandemie wird weitreichende finanzielle Auswirkungen in nahezu allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen haben. Gerade jetzt muss die Stadt flexibel reagieren können und finanziell handlungsfähig bleiben. Dazu haben wir dem Gemeinderat Vorschläge gemacht, wie Betrieben, Vereinen oder Kulturschaffenden durch die Krise geholfen werden kann.“ Der Bürgermeister weiter: „Wir müssen bis zum Sommer beobachten, wie sich die wirtschaftliche Lage entwickelt und dann gegebenenfalls mit haushaltsrechtlichen Maßnahmen reagieren.“
Auf Antrag bei der Stadt sind bei den kommunalen Steuern, insbesondere im Bereich der Gewerbesteuer Stundungen vorgesehen. Ebenfalls könnten Mieten, Nebenkosten und Pachten für städtische Gebäude und Grundstücke zinslos gestundet werden. Voraussetzung hierfür ist eine unverschuldete finanzielle Notlage des Antragsstellers, die auf die aktuelle Corona-Krise zurückgeht.
Für Kultur und Sport sieht die Verwaltung weitere Aufwendungen von bis zu 5 Millionen Euro vor, diese sollen in Notlagen eingesetzt werden können. Ein Verfahren wird noch erarbeitet. Dazu können bereits beschlossene Zuwendungen in den Bereichen der Kultur- und Sportförderung flexibel gehandhabt, zum Beispiel vorgezogen werden.
Der städtische Haushaltsvollzug soll bis Ende Juli flexibilisiert werden, damit die Ämter schnell auf die neuen Aufgaben reagieren können.


30.03.: BM Schairer würdigt Engagement der Glaubensgemeinschaften in der Corona-Krise – „Sie vermitteln Hilfe und Seelsorge in dieser außergewöhnlichen Zeit“
Das Coronavirus legt weite Teile des öffentlichen Lebens lahm. Auch öffentliche Gottesdienste können aus Infektionsschutzgründen nicht mehr stattfinden. Um den Kontakt zu den Gläubigen zu halten, gehen die Glaubensgemeinschaften neue Wege und bieten zum Beispiel Videobotschaften, Gottesdienste per Livestream, Telefonseelsorge und andere spirituelle Impulse an. Der Religionsbeauftragte der Landeshauptstadt Stuttgart, Bürgermeister Dr. Martin Schairer, hat das Engagement der verschiedenen Glaubensgemeinschaften am Montag, 30. März, gewürdigt.
Schairer sagte: „Wir alle erleben gerade ungewisse Tage, das Corona-Virus hat dafür gesorgt, dass unser Alltag nicht mehr so ist wie wir ihn kennen. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verlangen uns allen eine Menge ab, aber gerade in Krisenzeiten sind Zusammenhalt und Solidarität umso wichtiger.“ Der Bürgermeister betonte, es sei ein starkes Zeichen, dass die Glaubensgemeinschaften nach neuen Wegen suchten, um Kontakt zu den Menschen zu halten, Trost zu spenden und Zuversicht zu vermitteln. Schairer: „Damit vermitteln sie Hilfe und Seelsorge in dieseraußergewöhnlichen Zeit.“ Auch das Engagement bei der Organisation von Hilfsaktionen und Unterstützung sei wertzuschätzen, man denke etwa an das Angebot von Videobotschaften, Gottesdiensten per Livestream, Telefonseelsorge und andere spirituelle Impulse.


30.03.: Neue Plattform zur Unterstützung des freiwilligen Engagements ist online
Auch in der Corona-Krise reagieren die Stuttgarterinnen und Stuttgarter solidarisch. Viele organisieren auf unterschiedlichen Wegen Hilfsangebote für ihre Mitmenschen.
Das neue Internetangebot corona-engagiert.stuttgart.de unterstützt Stuttgarterinnen und Stuttgarter dabei, im eigenen Stadtbezirk die passende ehrenamtliche Hilfe zu finden. Die Zielgruppen sind ältere, alleinstehende Personen, Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Familien in besonderen Situationen sowie Menschen, die sich aus anderem wichtigen Grund nicht selbst helfen können.
Mit diesem Angebot vernetzt die Landeshauptstadt Stuttgart das selbstbestimmte Engagement und unterstützt die große Hilfsbereitschaft der Einwohnerinnen und Einwohner. Initiativen und Organisationen, die Hilfe anbieten oder vermitteln, können ihr Angebot aufnehmen lassen. Menschen, die sich engagieren wollen, können direkt Kontakt mit den Initiativen in ihrer Nähe aufnehmen.
Die Plattform beantwortet Fragen zu den Rahmenbedingungen des Engagements, zeigt neue Engagementformen auf und informiert über Möglichkeiten des solidarischen Handelns. Weitere Initiativen und Organisationen sind eingeladen, ihre Angebote per E-Mail (corona-engagiert@stuttgart.de) einzureichen. Außerdem können unter dieser Adresse kreative Ideen und gute Beispiele mitgeteilt werden.


29.03.: Fieber-Ambulanz bezieht am Montag neue Räumlichkeiten im Neckarpark – Überweisung durch Hausarzt oder Kinder- und Jugendarzt erforderlich
Die im Auftrag der Landeshauptstadt Stuttgart und der Kassenärztlichen Vereinigung betriebene Fieber-Ambulanz bezieht neue Räumlichkeiten. Ab Montag, 30. März, findet die Sprechstunde täglich von 10 bis 18 Uhr in der Jugendherberge Stuttgart Neckarpark statt. Die Stadt reagiert damit auf den zunehmenden Bedarf an ärztlicher Behandlung und bessert entsprechend nach.
Die Fieber-Ambulanz Neckarpark behandelt Patienten mit Atemwegsinfekten auf Überweisung durch den Hausarzt oder durch den niedergelassenen Kinder- und Jugendarzt. Die Versorgung erfolgt für die erwachsenen Patienten durch Hausärzte und für die pädiatrischen Patienten durch Kinderärzte. Eine Vorstellung in der Fieber- Ambulanz ohne Überweisung ist nicht vorgesehen.
Die Fieber-Ambulanz ist am 17. März mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes im Alten Reitstadion im Rahmen einer Soforthilfe als Provisorium eingerichtet worden. Damit sollten die Stuttgarter Kliniken entlastet werden. Seit Eröffnung sind bereits mehr als 1.000 Patienten zur Abklärung in die Fieber- Ambulanz gekommen. Der Betrieb im Alten Reitstadion wird noch für kurze Zeit übergangsweise fortgeführt – parallel zur verlagerten Fieber-Ambulanz im Neckarpark.
Coronavirus: Wer wird getestet?
Die Landeshauptstadt Stuttgart verfolgt das Ziel, so viele Menschen wie möglich zu testen. Vorrangig stehen hierbei die Bürgerinnen und Bürger im Fokus, bei denen eine Covid19-Diagnose einen großen Einfluss auf die Therapie sowie das Umfeld hat.
Getestet werden sollen daher vor allem Personen mit respiratorischen Symptomen,
- die zu einer Risikogruppe gehören,
- die einen schwereren Krankheitsverlauf haben,
- die direkten Kontakt zu einem nachweisbar Corona-Erkrankten hatten,
- die der kritischen Infrastruktur angehören.
Nähere Informationen hierzu sind auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts zu finden:
http://multimedia.gsb.bund.de/RKI/Flowcharts/covid19-arzt/


29.03.: 708 registrierte Infektionen in Stuttgart – Sieben Todesfälle
In Stuttgart gibt es inzwischen 708 registrierte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus, teilte die Stadt am Sonntag, 29. März, mit. Genesen sind 250 Personen. Sieben Stuttgarterinnen oder Stuttgarter sind bisher insgesamt an den Folgen der Viruserkrankung verstorben (jeweils Stand: 29. März, 15:30 Uhr).
Notwendige Verhaltenshinweise
Generell gilt: Das Coronavirus wird durch direkten Kontakt untereinander verbreitet, insbesondere durch Tröpfchenübertragungen und Händeschütteln. Beachten Sie deshalb unbedingt die Hygieneregeln zum regelmäßigen Händewaschen und zum Niesen in die Armbeuge. Bleiben Sie auf Abstand zu anderen Personen, am besten zwei Meter. Das gilt auch beim Schlangestehen. Sie sollten soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren und zuhause bleiben.
Vermeiden Sie unbedingt Ansteckungsrisiken. Nehmen Sie das Coronavirus ernst. Gehen Sie nicht leichtfertig mit Ihrer Gesundheit und der Ihrer Mitmenschen um. Beachten Sie zwingend alle Verbotsregeln, insbesondere auch, dass Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum untersagt sind.
Nur so kann es gelingen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Ansteckungsketten zu unterbrechen.
Hinweis: Unter www.stuttgart.de/corona informiert die Stadt über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


27.03.: Gabenzäune nicht zielführend – Stadt setzt auf Hilfe, die ankommt
In der Corona-Krise zeigen viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter ihre Solidarität, indem sie Hilfsangebote für ihre Mitmenschen organisieren. Medienberichten zufolge wurden auch in der Landeshauptstadt zwei Gabenzäune eingerichtet, wo Lebensmittel und Altkleider hinterlassen wurden.
Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, sagte am Freitag, 27. März: „Es ist toll zu sehen, dass sich so viele Stuttgarterinnen und Stuttgartern für ihre Mitmenschen einsetzen möchten.
Das zeigt die hohe Solidarität und Mitgefühl unserer Stuttgarterinnen und Stuttgarter mit den Schwächeren in der Gesellschaft. Bei aller Spendenfreudigkeit bitte ich folgendes zu bedenken: Bei Lebensmittelspenden wissen wir nicht, ob die Hygienestandards eingehalten oder die Lebensmittel eventuell verdorben sind und dadurch die Empfänger gefährdet werden könnten. Gerade auch in diesen schwierigen Zeiten stehen unsere bewährten Anlaufstellen für Wohnungslose weiterhin offen. Die Landeshauptstadt und die freien Träger haben ein gutes Hilfesystem, was die Menschen erreicht.“
Stuttgart hat ein gut ausgebautes Netz an Einrichtungen, die wohnungslosen Menschen offen stehen: Hier erhalten sie unter anderem Mahlzeiten, können duschen oder Kleidung bekommen. Auch die Straßenambulanz MedMobil ist mit Einschränkungen weiter im Einsatz. Diese Tagesstätten sind aktuell auch weiterhin besetzt, selbstverständlich unter Beachtung aller notwendigen Vorsichtsmaßnehmen:
- Tagesstätte der Caritas in der Olgastraße 46
- Franziskusstube der Caritas in der Paulinenstraße 18
- Wärmestube im Haus der Diakonie in der Büchsenstraße 34-36
- Ambulante Hilfe e.V. in der Kreuznacher Straße 41a
- Zentrale Winternotübernachtung in der Hauptstätter Straße 150
- Geschützte Räume für Frauen (Femmetastisch) in der Heusteigstraße 20
- Bahnhofsmission am Hauptbahnhof bei Gleis 16 (Ausgang zum
Schlossgarten)

Stadt unterstützt Engagement von Bürgern und Initiativen
Seit Montag, 23. März, unterstützt die Landeshauptstadt engagierte Einzelpersonen, Gruppen und Initiativen mit einer professionellen Infrastruktur. Hilfsangebote können an poststelle.corona- engagiert@stuttgart.de gerichtet werden. Ohne Online-Zugang steht die zentrale Telefonnummer 0711/216-88588 zur Verfügung. Hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Koordinierungsstelle Bürgerengagement aus dem Haupt- und Personalamt sowie aus dem Sozialamt sammeln und veröffentlichen die eingehenden Angebote. Unterstützt werden sie dabei von ehrenamtlichen Beraterinnen und Beratern der Freiwilligenagentur. Poststelle und Telefon sind zunächst montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr besetzt, freitags von 9 bis 15 Uhr.


26.03.: Mit Viren belastete Abfälle grundsätzlich über Restmülltonne entsorgen
Um die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen, ist es wichtig, dass positiv getestete oder unter Quarantäne gestellte Personen ihre Abfälle sicher entsorgen. Darauf hat die Landeshauptstadt Stuttgart am Donnerstag, 26. März, hingewiesen.
Der Technische Bürgermeister Dirk Thürnau sagte: „Bei der Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus müssen wir in allen Bereichen aufmerksam sein und entsprechende Vorkehrungen treffen. Dies gilt auch für die sichere Entsorgung des Restmülls, besonders wenn sich hierin Viren befinden können. Zum Schutz Ihrer Familienmitgliedern, Mitbewohnern und Nachbarn sowie zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Stuttgart bitte ich Sie, sich an diese Regeln zu halten und umsichtig zu handeln.”
Betroffene Haushalte sollen ihre Abfälle grundsätzlich über die Restmülltonne entsorgen. Dies gilt insbesondere für Taschentücher, Aufwischtücher, Hygieneartikel, Schutzkleidung und Abfälle aus Desinfektionsmitteln. Diese Abfälle werden idealerweise in stabilen Müllsäcken gesammelt und anschließend sicher verschlossen, beispielsweise durch Verknoten. So kann eine Gefährdung von anderen Nutzern der Restmülltonnen und den Mitarbeitern der Abfallwirtschaft Stuttgart ausgeschlossen werden.
Die Müllsäcke sind direkt in die Abfalltonnen zu bringen und dürfen nicht daneben gestellt werden. Sind die Abfalltonnen bereits gefüllt, müssen die Müllsäcke bis zur nächsten Abholung an einem möglichst kühlen und nicht frei zugänglichen Ort wie im Keller gelagert werden.
Nicht vom Coronavirus betroffene Haushalte sollten ihren Müll weiter wie bisher entsorgen, um die Kapazitäten in den Müllverbrennungsanlagen nicht unnötig zu belasten. Weitere Informationen zur korrekten Entsorgung von Abfällen sind zu finden unter: www.stuttgart.de/abfall.


26.03.: Corona-Hotline für Stuttgarter Unternehmen
Die Aktiven Stuttgarter – Gemeinschaft der Vereine für Handel, Handwerk, Gewerbe, Dienstleistungen und Freie Berufe haben eine neue Corona-Hotline für Unternehmen initiiert und koordiniert. Die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart fördert die Initiative. Die Corona-Hotline ist täglich von 13 bis 17 Uhr erreichbar unter der Rufnummer 30001822.
Das Angebot richtet sich an alle hilfesuchenden Stuttgarter Unternehmen. Gerade die kleinen Stuttgarter Unternehmen sowie die freien Berufe benötigen besondere Unterstützung in dieser Krise. Aus diesem Grund haben die aktiven Stuttgarter eine Hotline eingerichtet. Fachleute aus den Bereichen Unternehmensberatung, Recht, Coaching oder Gesundheit stehen ehrenamtlich für Auskünfte zur Verfügung. Ziel ist es, den Unternehmen niederschwellig zu helfen, individuelle Fragen rund um das Virus, Hygiene- und Arbeitsvorschriften zu beantworten und Informationen zu wirtschaftlichen Hilfen wie Zuschüsse, Förderprogramme, Kredite oder Kurzarbeit weiterzugeben. Die Anfragen der Unternehmen werden nach Eingang an einen passenden Experten weitergeleitet und innerhalb der nächsten 24 Stunden beantwortet.
Ines Aufrecht, die Leiterin der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart, erklärt: „In dieser besonderen Zeit ist der Zusammenhalt wichtig, ehrenamtliches Engagement und Know-how müssen gebündelt und zur Unterstützung der Stuttgarter Unternehmen eingesetzt werden. Wir bedanken uns bei allen, die dieses Angebot möglich machen.“
Das Angebot der Aktiven Stuttgarter ergänzt die Dienstleistung der Wirtschaftsförderung. Die Wirtschaftsförderung ist Lotse zu Unterstützungsmaßnahmen unter anderem von Bund und Land. Zudem fördert sie lokale Initiativen. Mit der Hotline der aktiven Stuttgarter stehen nun Experten zur Verfügung, die unter anderem auch zu spezifischen arbeits- und steuerrechtlichen Fragestellungen Auskunft geben können.
Interessierte Steuerberater, Rechtsanwälte, Unternehmensberater und Bankfachleute, die die Corona-Hotline stundenweise ehrenamtlich unterstützen wollen, können sich bei Angelika Grupp, Vorsitzende der Aktiven Stuttgarter, unter grupp@aktive-stuttgarter.de melden. Auch per E-Mail können die Unternehmen ihre Anfragen einreichen an corona@aktive-stuttgarter.de.
Weitere Informationen hat das Team der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart, Telefon 216-60708 oder E-Mail wifoe@stuttgart.de.


26.03.: Mehr Platz für Infizierte und zur Quarantäne – Stadt mietet Schutz-Unterkünfte
In Stuttgart sind inzwischen 565 (Stand: 26. März 2020, 14 Uhr) gemeldete Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, teilte die Stadt am Donnerstag, 26. März, mit. Drei Menschen sind an den Folgen der Viruserkrankung verstorben (Stand: 26. März, 14 Uhr). Um die Kliniken weiter zu entlasten, eine gute medizinische Betreuung zu sichern und die Lage von isolierten Erkrankten zu verbessern, schafft die Stadt jetzt vorsorglich über 300 Plätze zur Unterbringung und Betreuung. Die gemieteten Gebäude sind über mehrere Stadtbezirke verteilt und werden von verschiedenen Hilfsdiensten im Auftrag der Stadt betrieben.
Die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann erklärte: „Wir schaffen Schutz-Unterkünfte. Sie bieten Erkrankten einen Schutzraum zur Genesung.“ Sußmann weiter: „Sie können genutzt werden von Menschen, die sich als Verdachtsfälle in häusliche Isolation begeben müssen, oder von Erkrankten mit mildem Verlauf, deren Quarantäne angeordnet wurde, aber nicht in der eigenen Wohnung möglich ist. Auch können wir hier vorübergehend Patienten betreuen, die nicht im Krankenhaus versorgt werden müssen, sich aber auch nicht zu Hause versorgen können.“ Die Menschen seien an den Orten in Einzelzimmern untergebracht und würden so lange wie nötig professionell mit Pflege und Essen versorgt. Für sie gelten strenge Regeln der Quarantäne, deren Einhaltung überwacht würde. Die Zuweisung erfolge nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt.
Die erste Einrichtung nimmt am Freitag, 27. März, ihren Betrieb auf. Das Deutsche Rote Kreuz kümmert sich dann in Stuttgart-Mitte um Quarantänefälle aus dem Kreis von Geflüchteten und von wohnungslosen Menschen. Das Gebäude bietet 34 Plätze. Wenn der Bedarf steigt, so könnten Schutz-Unterkünfte in Stuttgart-Wangen (40 Plätze), in Stuttgart-Ost (90 Plätze) zur Unterbringung allgemeiner Quarantänefälle genutzt werden. Zwei weitere Objekte böten 165 Plätze. Der Bürgermeister für Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen, Thomas Fuhrmann unterstrich: „Wir habenintensiv nach Objekten gesucht, die den Patienten besten Schutz bieten. Wichtig war uns, dass die Rahmenbedingungen und die Konditionen stimmen. Denn wir brauchen Flexibilität, um bei steigenden Infektionen handlungsfähig zu bleiben.“


26.03.: Hotline für Bürgerinnen und Bürger jetzt auch am Wochenende erreichbar
Bei Fragen rund um das Thema Corona erhalten Bürgerinnen und Bürger Antworten und Hilfe über die Corona-Hotline. Diesen Service weitet die Landeshauptstadt Stuttgart aus: Ab sofort ist die Anlaufstelle auch am Wochenende von 11 bis 15 Uhr erreichbar. Das hat die Stadt am Donnerstag, 26. März, bekanntgegeben.
Fabian Mayer, Erster Bürgermeister, sagte: „Das Angebot wurde von Beginn an sehr gut angenommen. Seither lernen wir stetig dazu − nicht nur, was die Inhalte betrifft, zu denen Bürgerinnen und Bürger um Rat und Antworten bitten, sondern auch bei den Erreichbarkeiten. Auf die fortwährend hohe Anzahl an Anrufen haben wir nun reagiert und unser Angebot ausgebaut. Auch am Wochenende wollen sich die Bürger informieren. Ich bin glücklich, dass sich unter unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so viele Freiwillige gemeldet haben. ”
Seit dem 19. März ist die Hotline für Bürgerinnen und Bürger geschaltet. Seither nehmen geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Ämtern der Stadt werktags rund 1600 Anrufe entgegen. Insgesamt konnten so in einer Woche rund 8000 Anrufe bedient werden. Besonders häufig werden dabei Fragen zu Testergebnissen sowie zu den Regeln für Quarantäne und häuslicher Isolation gestellt. Ebenso häufig erkundigen sich Bürgerinnen und Bürger nach Entschädigungen, Selbständige bitten um Informationen zu möglichen Unterstützungsleistungen. Des Weiteren drehen sich die Anrufe um Fragen des täglichen Lebens, wie der Besuch bei medizinischen Diensten, Physiotherapeuten und Logopäden.
Die Corona-Hotline ist fortan an Samstagen und Sonntagen von 11 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0711/216-88200 zu erreichen, montags bis freitags sind von 8 bis 18 Uhr die Telefonnummern 0711/216-88688 und 0711/216-88888 geschaltet. Im Internet informiert die Stadt unter www.stuttgart.de/corona über das Virus, über neue Verordnungen und Regelungen sowie über die Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


25.03.: Aktion sport@home mit den Stuttgarter Sportvereinen bietet tägliche Sportstunde
Die Aktion sport@home des Amts für Sport und Bewegung in Kooperation mit dem Sportkreis Stuttgart und den Stuttgarter Sportvereinen bringt ab Donnerstag, 25. März, die Angebote der Sportvereine mit einer täglichen Kurseinheit um 17.30 Uhr in die Wohnzimmer der Stuttgarter. Die Videos werden auf dem facebook-Kanal der Stadt „Stuttgart – meine Stadt“ sowie unter www.stuttgart.de/corona online gestellt.
Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, sagte: „Die erforderlichen Maßnahmen zum Infektionsschutz aufgrund des Coronavirus beeinflussen unser gewohntes Leben stark. So ist es derzeit für viele von uns nicht möglich, das geliebte wöchentliche Training beim Sportverein zu besuchen. Ab sofort kommen die Vereine daher mit einem Angebot zu den Stuttgarterinnen und Stuttgartern nach Hause. Mit der Aktion sport@home wollen wir zum einen die Möglichkeit bieten, sich trotz eingestelltem Sportbetrieb fit zu halten. Zum anderen verbinden wir mit der Aktion die Bitte, den Stuttgarter Sportvereinen in dieser für uns alle herausfordernden Zeit die Treue zu halten.“
Die Videoserie zeigt Kursangebote der Stuttgarter Sportvereine. Auf dem Programm stehen unter anderem Functional Fitness, Yoga, Aerobic und Zumba. Eine Folge dauert rund 25 Minuten und steht jeden Tag um 17.30 Uhr auf dem städtischen facebook-Kanal „Stuttgart – meine Stadt“ zur Verfügung. In Stuttgart gibt es knapp 300 Sport treibende Vereine mit rund 255.000 Mitgliedern, die im Sportkreis Stuttgart organisiert sind.
Die Aktion ist zunächst für die Zeit der Einstellung des Sportbetriebs geplant. Die Videos sind auf den städtischen facebook-Kanal und unter www.stuttgart.de/corona zu finden. Hier informiert die Stadt auch über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


24.03.: OB Kuhn entsetzt über volle Stadtbahnen – SSB hat engeren Takt im morgendlichen Berufsverkehr zugesagt
Oberbürgermeister Fritz Kuhn, zugleich SSB-Aufsichtsratsvorsitzender, hat entsetzt auf die vollen Stadtbahnen und Busse im morgendlichen Berufsverkehr reagiert. Der OB hat aufgrund der zahlreichen Beschwerden von Fahrgästen am Dienstag, 24. März, kurzfristig eine Telefonkonferenz mit Vorstand und Geschäftsführung von SSB und VVS einberufen. Kuhn erklärte im Anschluss: „Ich habe unmissverständlich klargemacht, dass in Zeiten, in denen sich die Leute vor Ansteckung mit dem Coronavirus schützen sollen und wollen, vollbesetze Bahnen und Busse nicht fahren dürfen. Der SSB-Vorstand hat mir zugesichert, bereits von Mittwoch an im morgendlichen Berufsverkehr mehr Bahnen fahren zu lassen und vermehrt Gelenkbusse einzusetzen.“
Die SSB will nach eigener Darstellung umgehend auf den hoch frequentierten Stadtbahnlinien morgens zwischen ca. 6 und 8 Uhr einen 15-Minuten-Takt anbieten – abweichend vom Sonntagsfahrplan, der im Wesentlichen einen 30-Minuten-Takt vorsieht. Außerdem soll geprüft werden, ob der 15-Minuten-Takt auch bereits früher beginnen kann.


24.03.: Aktion „Fit mit Clips für Kids“ bietet Bewegungsideen für Kinder
Nachmachen ausdrücklich erwünscht: Kurze Videoclips mit Bewegungsideen für zu Hause finden Kinder und Eltern ab sofort täglich auf www.stuttgart.de/corona. Die Kinderbeauftragte der Stadt, Maria Haller-Kindler, hat die Aktion „Fit mit Clips für Kids“ am Dienstag, 24. März, gestartet. Das Projekt setzt sie zusammen mit dem Amt für Sport und Bewegung und dem Gemeinschaftserlebnis Sport um.
Die Videoclips stellen Hüpf- und Geschicklichkeitsspiele sowie weitere Bewegungsideen vor, die auf kleinem Raum und ohne besonderes Equipment zu Hause oder vor der Haustür nachgemacht werden können. Haller-Kindler sagte: „Kinder müssen sich unbedingt bewegen, damit sie fit bleiben. Dass die Spiel- und Bolzplätze momentan geschlossen sind, ist eine harte Einschränkung für Familien. Hier wollen wir mit unserem Angebot anknüpfen und Alternativen aufzeigen. Die kurzen Clips animieren zum Ausprobieren und können zu einem festen Element in der gerade für Kinder wichtigen Tagesstruktur werden. So wollen wir auch verhindern, dass sich unnötiger Stress in den Familien aufbaut.“
Daniela Klein, Leiterin des Amts für Sport und Bewegung, richtete sich direkt an die Kinder: „Bewegung ist der Schlüssel für ein gesundes Aufwachsen. Auch wenn ihr gerade nicht zum Sport, in die Kita oder in die Schule dürft, gibt es viele Möglichkeiten in Bewegung zu bleiben. Probiert es aus – ihr werdet sehen, ihr habt viel Spaß dabei.“
Uwe Jaeger vom Gemeinschaftserlebnis Sport sagte: „Die Aktion stieß bei uns auf offene Ohren, können wir doch momentan nicht unserer Aufgabe nachkommen, Kindern und Jugendlichen Sport- und Bewegungsangebote anzubieten – wohlwissend, dass diese gerade jetzt von entscheidender Wichtigkeit für die körperliche und psychische Gesundheit sind.“
Die Aktion ist zunächst für die Zeit der Schulschließung täglich bis 19. April geplant. Die kurzen Videoclips sind unter www.stuttgart.de/corona zu finden. Hier informiert die Stadt auch über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


24.03.: Verwaltung plant Verzicht auf Kita-Beiträge
Die Landeshauptstadt Stuttgart plant, Eltern von Gebühren für die Kinderbetreuung zu befreien. Demnach würde die Stadt im April auf Kita- und Essensbeiträge in städtischen Einrichtungen verzichten. Für freie Träger und Tagespflegepersonen sind Erstattungen vorgesehen. Das geht aus einer Vorlage an den Gemeinderat hervor, die die Verwaltung am Dienstag, 24.März, veröffentlicht hat. Der Gemeinderat soll darüber in seiner nächsten planmäßigen Sitzung am 2. April entscheiden. Auszugleichen sind rund 3,2 Millionen Euro. Die Abbuchung der Elternbeiträge wird bis zur Beschlussfassung ausgesetzt.Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, sagte: „Selbst unter normalen Umständen ist es herausfordernd, Arbeit und Kinderbetreuung zu vereinbaren. Die geschlossenen Betreuungseinrichtungen trifft tausende Eltern ins Mark.“ Sie müssten neben all ihren eigenen Sorgen nun die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren. Fezer weiter: „Sie haben Urlaub genommen, arbeiten von zu Hause oder haben alternativen Lösungen suchen müssen. Das kostet viele Nerven und es kostet vielen auch bares Geld. Deswegen wollen wir den Eltern und Sorgeberechtigten entgegenkommen und ihnen eine Last nehmen.“Der Vorschlag der Verwaltung schließt auch freie Träger und die Kindertagespflege mit ein. Die Entscheidung, auf Kostenbeiträge ganz oder teilweise zu verzichten, liegt in der Entscheidungshoheit des jeweiligen Trägers. Wenn sich Träger dazu entscheiden, erhalten sie von der Landeshauptstadt eine Erstattung.Ebenso soll die finanzielle Förderung von Tagespflegepersonen ohne Einschränkungen weiter erfolgen. Fezer: „Die Kindertagespflege ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Kindertagesbetreuung in Stuttgart. Viele Betreuerinnen und Betreuer sind selbstständig. In den letzten Jahren haben wir uns bewusst dazu entschieden, die Kindertagespflege in Stuttgart zu stärken. Hieran halten wir auch in schwierigen Zeiten fest.“Für die Zeit des Betriebsverbots hat die Landeshauptstadt eine Notfallbetreuung eingerichtet. Hierauf haben Eltern Anspruch, wenn entweder beide Erziehungsberechtigte oder der alleinerziehende Elternteil im Bereich kritische Infrastruktur tätig sind.


23.03.: Landeshauptstadt bündelt und unterstützt freiwillige Hilfsangebote – neue Plattform „Corona: Engagiert in Stuttgart“
Stuttgart hält zusammen: Während der Corona-Krise reagieren die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger solidarisch, viele organisieren auf unterschiedlichen Wegen Hilfsangebote für ihre Mitmenschen. Dieses Engagement stärkt die Landeshauptstadt fortan mit einer professionellen Infrastruktur. Das hat die Stadt am Montag, 23. März, bekanntgegeben.
Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, sagte: „Stuttgart hält gerade in schwierigen Zeiten zusammen. Das zeigt die große Anzahl an Engagierten, die sich jetzt für ihre Mitmenschen einsetzen möchten und sich Hilfsangebote überlegen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und können von Botengängen über Besorgungen bis hin zu technischem Support reichen. Das hilft enorm, um die weitere Ausbreitung einzudämmen und auch, um die sozialen und individuellen Folgen abzufedern.“
Erster Bürgermeister Fabian Mayer sagte: „Indem wir nun eine passgenaue Infrastruktur schaffen, können wir diese Kräfte bündeln und koordiniert vorgehen. Hier können wir auf das Know-How der Verwaltung und ihrer Fachämter setzen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zweier Ämter sowie Beraterinnen und Berater der Freiwilligenagentur betreuen die Poststelle, nehmen Anrufe entgegen und koordinieren alles Weitere, sodass sich Hilfesuchende und Hilfebietende unkompliziert und schnell finden können.“
Mit folgenden Bausteinen unterstützt die Stadt das Engagement von Bürgern und Initiativen:
Hilfsangebote in Stuttgart werden gesammelt und veröffentlicht, Einzelpersonen und Initiativen, die Hilfe anbieten wollen, werden beraten und unterstützt, Ideen für Unterstützung ohne physischen Kontakt werden zusammengestellt und es wird über weitere Möglichkeiten des solidarischen Handelns informiert.
Engagierte Einzelpersonen, Gruppen und Initiativen können Hilfsangebote an poststelle.corona-engagiert@stuttgart.de richten. Ohne Online-Zugang steht die zentrale Telefonnummer 0711/216-88588 zur Verfügung. Hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Koordinierungsstelle Bürgerengagement aus dem Haupt- und Personalamt sowie aus dem Sozialamt sammeln und veröffentlichen die eingehenden Angebote. Unterstützt werden sie dabei von ehrenamtlichen Beraterinnen und Beratern der Freiwilligenagentur. Poststelle und Telefon sind zunächst montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr besetzt, freitags von 9 bis 15 Uhr.
Des Weiteren wird bis Freitag, 27. März, eine neue Plattform „Corona: Engagiert in Stuttgart“ geschaltet. Dort werden Hilfsangebote und grundlegende Informationen vermittelt sowie Empfehlungen für ein freiwilliges Engagement bereitgestellt, wie zum Beispiel zum Gesundheitsschutz und zu allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen.
Bürgertelefon
Alle anderen Fragen zum Thema Corona werden beim Bürgertelefon der Stadt Stuttgart unter den Telefonnummern 0711/216-88888 und 0711/216-88688 beantwortet. Diese Hotline ist von montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar.
Unter www.stuttgart.de/corona informiert die Stadt über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


23.03.: Trauungen vor Stuttgarter Standesämtern nur noch ohne Gäste möglich
Aus Gründen des Infektionsschutzes hat die Bundesregierung verfügt, dass Ansammlungen von mehr als zwei Menschen in der Öffentlichkeit verboten sind. Die Standesämter der Landeshauptstadt Stuttgart setzen die Verfügung um und führen Trauungen ab sofort nur noch mit dem Paar (ohne weitere Gäste) durch. Das hat die Stadt am Montag, 23. März, bekanntgegeben.
Das Standesamt Stuttgart ist unter der Rufnummer 0711-216-88852 oder per E-Mail unter standesamt@stuttgart.de erreichbar. Die Kontaktdaten der Standesämter in den Bezirksrathäusern sind unter https://www.stuttgart.de/standesaemter aufrufbar.
Die Liste der vom eingeschränkten Dienstbetrieb betroffenen Ämter wird fortlaufend aktualisiert und ist zu finden unter www.stuttgart.de/corona.


20.03.: Infektionen steigen weiter – Fieber-Ambulanz im Reitstadion schafft Kapazitäten
Das neuartige Coronavirus breitet sich in Stuttgart weiter aus. Der Leiter des Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt sagte am Freitag, 20. März: „Wir nehmen jeden Infektions- und jeden Verdachtsfall sehr ernst. Wir recherchieren in jedem Fall die Lage und prüfen, was zu tun ist, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.“ Ehehalt beziffert die Zahl der gemeldeten Erkrankungen in Stuttgart auf 341 (Stand: Freitag, 20. März, 17.30 Uhr). „Die Zahlen steigen weiter deutlich: Aktuell haben wir 4,5-mal so viel Fälle wie noch vor einer Woche. Infektionsketten sind nur noch schwer lückenlos nachvollziehbar. Deswegen sind alle umso mehr gefordert, der Ausbreitung des Virus Einhalt zu gebieten.“ Das Gesundheitsamt zählt über 1.500 Kontaktpersonen und auch acht von der Viruskrankheit Genesene.
Für Coronaviren besteht eine gesetzliche Meldepflicht. Nach Eingang der Meldungen wird jeder Fall überprüft, unter anderem, welches örtliche Gesundheitsamt zuständig ist oder ob Doppelmeldungen vorliegen. Ehehalt erklärte: „Im Rahmen der Ermittlungen kann es zu gewissen Schwankungen kommen, die für solch ein dynamisches Geschehen typisch sind.“ Die Meldungen an das Landesgesundheitsamt erfolgen tagesaktuell. Wichtig sei es, die vorhandenen Testkapazitäten wirkungsvoll einzusetzen. „Wir müssen daher gut überlegen, wie wir die vorhandenen Tests einsetzen. Insbesondere da jetzt immer mehr Menschen stationär behandelt werden“, so Ehehalt.
Prof. Jan Steffen Jürgensen, Medizinischer Vorstand des Klinikums Stuttgart: „In der Frühphase der Epidemie haben wir konsequent mit dem Gesundheitsamt jeden Verdachtsfall rückverfolgt und Kontaktpersonen ermittelt, um Übertragungsketten zu durchbrechen. Mit der stärkeren Verbreitung konzentrieren wir uns jetzt auf die wirklich schutzbedürftigen Menschen, die von schweren Verläufen bedroht sind. Zusätzlich schotten wir Erkrankte ab und dämmen Weiterverbreitung ein.“
Getestet auf Coronavirus SARS-CoV-2 werden in Stuttgart vor allem Menschen mit einem höheren Erkrankungsrisiko bzw. schwereren Krankheitsverläufen. Leicht erkrankte Personen ohne Risikofaktoren für Komplikationen (zum Beispiel Immunsuppression, relevante chronische Grunderkrankungen, hohes Alter) können bei Gewährleistung einer ambulanten Betreuung durch einen behandelnden Arzt und bei gesicherter häuslicher Versorgung zuhause bleiben, bis sie wieder ganz gesund sind. In der Regel ist dies der Fall, wenn für die Dauer von zwei Tagen keinerlei Symptome mehr vorhanden sind. Haushaltsangehörige sollten sich in anderen Räumen als die erkrankte Person aufhalten. Falls dies nicht möglich ist, wird die Einhaltung eines Abstands von mindestens einem besser zwei Meter zum Patienten empfohlen. Zudem seien die Hygieneregeln einzuhalten.
Fieber-Ambulanz als Auffangstation
Des Weiteren hat das Gesundheitsamt darauf hingewiesen, dass in der Fieber- Ambulanz im Alten Reitstadion weitere Kapazitäten geschaffen werden. Die Fieber- Ambulanz dient dazu, die Stuttgarter Kliniken zu entlasten. Grundsätzlich können dort alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter vorsprechen, die aus Risikogebieten zurückgekehrt sind oder Kontakt zu Corona-Infizierten hatten.
Zur Vereinfachung der Abläufe können die Bürgerinnen und Bürger nun auch ohne Voranmeldung oder Überweisung durch einen Hausarzt in der Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion auch am Wochenende zwischen 10 und 18 Uhr vorsprechen. „Wir möchten uns bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, ohne die der Betrieb einer Fieber-Ambulanz wie der im Reitstadion nicht möglich wäre“, erklärte Ralph Schuster, Krisenmanager des DRK Kreisverband Stuttgart.
Das Gesundheitsamt hat das DRK beauftragt, eine Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion in Bad Cannstatt einzurichten. Das DRK Stuttgart setzt derzeit rund 120 Helfer im Stadtgebiet ein. Diese unterstützen bei der Einrichtung und dem Betrieb von Fieberambulanzen, Teststellen, Behandlungszentren, Hausbesuchsdiensten und Infrastruktur.
Notwendige Verhaltenshinweise
Generell gilt: Das Coronavirus wird durch direkten Kontakt untereinander verbreitet, insbesondere durch Tröpfchenübertragungen und Händeschütteln. Beachten Sie deshalb unbedingt die Hygieneregeln zum regelmäßigen Händewaschen und zum Niesen in die Armbeuge. Bleiben Sie auf Abstand zu anderen Personen, am besten zwei Meter. Das gilt auch beim Schlangestehen. Vermeiden Sie es dringlich, Menschentrauben zu bilden. Überhaupt sollten Sie soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren und zuhause bleiben. Vermeiden Sie unbedingt Ansteckungsrisiken. Nehmen Sie das Coronavirus ernst. Gehen Sie nicht leichtfertig mit Ihrer Gesundheit und der Ihrer Mitmenschen um. Beachten Sie zwingend alle Verbotsregeln. Nur so kann es gelingen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Ansteckungsketten zu unterbrechen.
Unter www.stuttgart.de/corona informiert die Stadt über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


20.03.: Kampf gegen Corona – OB Fritz Kuhn begrüßt Verschärfungen des Landes: „Verbot von Ansammlungen ist richtig und notwendig“
Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat die Verschärfungen der infektionsschützenden Maßnahmen durch die Landesregierung ausdrücklich begrüßt. Der OB sagte am Freitag, 20. März: „Das Verbot von Ansammlungen mit mehr als drei Personen auf öffentlichen Plätzen und in Parks ist richtig. Wir müssen die Menschen vor Ansteckung schützen, auch mit einschneidenden Maßnahmen. Und wir müssen offenbar auch Menschen, die trotz eindringlicher Warnungen immer noch in größeren Gruppen anzutreffen sind, vor sich selbst schützen. Deswegen ist das Verbot dringend notwendig. Ich appelliere eindringlich an alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter: Halten Sie sich an das Verbot und zwar ab sofort. Sie schützen sich und Ihre Mitmenschen, und Sie helfen damit, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.“
Der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, hatte am Freitag, 20. März, weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus verkündet. So werden nach einem Beschluss der Landesregierung ab Samstag, 21. März, alle Gastronomiebetriebe im Land geschlossen. Die Abholung und Lieferung von Speisen ist weiterhin zulässig. Zudem sind nur noch Ansammlungen von bis zu drei Personen auf öffentlichen Plätzen erlaubt – es sei denn, es handelt sich um Eltern mit ihren Kindern. Innenminister Thomas Strobl wies darauf hin, dass Verstöße mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro oder auch mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden können. Die Landespolizei werde auf die Einhaltung der Beschränkungen achten.


20.03.: Informationen für Unternehmen
Was tun bei erkrankten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? Wo gibt es schnelle Liquiditätshilfen? Welche Regelungen für Kurzarbeit greifen in der aktuellen Situation? Wer trägt welche Kosten und wo gibt es weitere Unterstützung? Informationen zu diesen und anderen Fragestellungen rund um das Coronavirus sowie Kontaktdaten zu kompetenten Stellen erhalten Unternehmen unter anderem auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Auswirkungen des Coronavirus: Informationen und Unterstützung für Unternehmen.
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg: Informationen zu den Auswirkungen des Coronavirus (für Unternehmen)
Für die besonders betroffenen Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer in der Kultur- und Kreativwirtschaft hat das Kompetenzzentrum Kultur und Kreativwirtschaft des Bundes Informationen und Angebote zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen zusammengestellt.
Für weiterführende, branchenspezifische Informationen und Unterstützung sind die Berufsverbände und -kammern Ansprechpartner.
Auch die Stadt Stuttgart prüft aktuell bereits Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen vor Ort. Bei Fragen hilft das Team der Wirtschaftsförderung unter wifoe@stuttgart.de.
Weitere Informationen für Unternehmen auf www.stuttgart.de/coronavirus und www.stuttgart.de/wirtschaft-arbeit.

Persönliche Vorsprache beim Jugendamt nur nach telefonischer Anmeldung möglich
Aus Gründen des Infektionsschutzes schränkt das Jugendamt Stuttgart seit Dienstag 17. März, bis auf Weiteres die Möglichkeiten der persönlichen Vorsprache ein. Kundinnen und Kunden können nur nach telefonischer Terminabsprache persönlich bedient werden. Eine Beratung per Telefon oder E-Mail findet statt. Antragsformulare können per Post zugesandt oder in den Briefkasten eingeworfen werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter prüfen im Gespräch am Telefon, ob Anliegen unbürokratisch, ohne persönliche Vorsprache erledigt werden können. Aus Gründen des Infektionsschutzes sind die Maßnahmen entscheidend, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.
Information zur Vergabe von städtischen Kita-Plätzen
Aktuell werden die städtischen Kitaplätze für das Kita-Jahr 2020/21 zentral vergeben. Alle Familien auf der Warteliste werden zum 1. April 2020 schriftlich über eine Platzzusage oder zum Nachrückverfahren informiert. Wir bitten um Verständnis, dass derzeit keine Auskünfte zum Stand der Vergabe erfolgen kann.
Die Zentralen Dienste in der Wilhelmstraße 3, 70182 Stuttgart und in der Hauptstätter Straße 68, 10178 Stuttgart schränken aus Gründen des Infektionsschutzes seit Dienstag 17. März, bis auf Weiteres die Möglichkeiten der persönlichen Vorsprache ein. Eine Beratung per Telefon oder E-Mail findet statt. Antragsformulare können per Post zugesandt oder in den Briefkasten eingeworfen werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter prüfen im Gespräch am Telefon, ob Anliegen unbürokratisch, ohne persönliche Vorsprache erledigt werden können.
Beratungszentren in den Stadtbezirken
Aus Gründen des Infektionsschutzes schränken die 11 Beratungszentren Jugend und Familie des Jugendamtes in Stuttgart seit Dienstag, 17. März, bis auf Weiteres die Möglichkeiten der persönlichen Beratung in den Beratungszentren und auch im Rahmen von Hausbesuchen ein. Darunter fallen auch die Willkommensbesuche für Familien mit Neugeborenen. Die Beratung findet verstärkt telefonisch und per Email
Zentrale Dienste statt. Wir bitten um Verständnis, dass persönliche Beratungen nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung stattfinden. Davon ausgenommen sind Krisensituation und familiäre und persönliche Notlagen. Auch hier bitten wir nach Möglichkeit, um vorherige telefonische Kontaktaufnahme.


19.03.: Verhalten in Zeiten von Corona – OB Kuhn: „Regeln zwingend notwendig“ – Polizei kontrolliert Einhaltung der Verordnungen
Damit sich das Coronavirus nicht weiter ausbreitet, sind alle Versammlungen und Veranstaltungen verboten. Die Regelung gilt grundsätzlich sowohl drinnen als auch draußen. Hintergrund der Regelung ist, dass sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig an einer Örtlichkeit aufhalten. Zudem sind Sport- und Spielplätze geschlossen. Dennoch treffen sich nach wie vor viele Menschen in öffentlichen Parks und auf Plätzen – wie Schlossplatz, Marienplatz oder Max-Eyth-See – und halten dabei den Mindestabstand von zwei Metern nicht ein. Immer wieder wird auch die Sperrung der Sport- und Spielplätze ignoriert. Stadt und Polizei weisen darauf hin, dass die infektionsschützenden Maßnahmen, die in den Verordnungen des Landes Baden- Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart niedergeschrieben sind, für die Bevölkerung bindend sind.
Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte am Donnerstag, 19. März: „Jeder muss die Verhaltensregeln unbedingt beachten. Das fällt nicht immer leicht, aber die Regeln sind zwingend notwendig und dienen dem eigenen Schutz und dem Schutz aller. Das gilt beim Einkauf und im öffentlichen Raum. Wer sich nicht an die Verhaltensregeln hält, wer jetzt noch in Gruppen die Plätze oder Parks bevölkert, handelt sehr fahrlässig und gefährdet unser Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und die Ansteckungsketten zu unterbrechen.“
Die Polizei überwacht ab jetzt intensiv die Einhaltung der Verordnungen, insbesondere im Hinblick auf untersagte Veranstaltungen und Versammlungen. Kontrolliert wird verstärkt im öffentlichen Raum – insbesondere auf Straßen, Plätzen, in Anlagen und an sonstigen Treffpunkten.
Verhaltensregeln beachten
Generell gilt: Das Coronavirus wird durch direkten Kontakt untereinander verbreitet, insbesondere durch Tröpfchenübertragungen und Händeschütteln. Beachten Sie deshalb unbedingt die Hygieneregeln zum regelmäßigen Händewaschen und zum Niesen in die Armbeuge. Verzichten Sie aufs Handgeben. Fassen Sie sich nicht ins Gesicht. Bleiben Sie auf Abstand zu anderen Personen, am besten zwei Meter. Das gilt unbedingt auch beim Schlangestehen im Supermarkt, im Baumarkt, wo auch immer. Vermeiden Sie es dringlich, Menschentrauben zu bilden – in Parks, auf öffentlichen Flächen und auf Sport- oder Spielplätzen.
Überhaupt sollten Sie soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren und zuhause bleiben. Vermeiden Sie unbedingt Ansteckungsrisiken. Nehmen Sie das Coronavirus ernst. Gehen Sie nicht leichtfertig mit Ihrer Gesundheit und der Ihrer Mitmenschen um. Beachten Sie zwingend alle Verbotsregeln. Nur so kann es gelingen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Ansteckungsketten zu unterbrechen.
Unter www.stuttgart.de/corona informiert die Stadt über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


19.03.: Stadt warnt eindringlich vor sogenannten „Corona-Partys“ – Leiter des Gesundheitsamts: „Gefahr für das eigene Leben und das Leben anderer“
Die Landeshauptstadt Stuttgart warnt eindringlich vor sogenannten „Corona-Partys“. Zu solchen Feiern zuhause oder auf öffentlichen Plätzen wird derzeit unter jungen Leuten in sozialen Medien eingeladen, nachdem öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen sowie der Betrieb von Vergnügungsstätten untersagt sind. Wie das Robert-Koch-Institut sieht auch das städtische Gesundheitsamt in solchen Partys eine große Gefahr.
Amtsleiter Prof. Stefan Ehehalt sagte am Donnerstag, 19. März: „Es ist ein verheerender Irrtum zu glauben, dass solche Corona-Partys harmlos sind.“ Selbst wenn die Infektion mit dem Coronavirus bei jungen Menschen weniger heftig verlaufe, „so sind sie gefährliche Virusträger und können alle in ihrem Umfeld anstecken – zuhause in der Familie und in der Öffentlichkeit“, erklärte Ehehalt weiter.
Stadt und Land unternehmen derzeit alles, um eine noch schnellere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Dabei ist es besonders wichtig, soziale Kontakte möglichst zu vermeiden. Ehehalt: „Partys sind hier nicht nur kontraproduktiv und leichtsinnig, sondern auch verantwortungslos und hochriskant. Sie stellen eine Gefahr für das eigene Leben und das Leben anderer dar.“
Um sich selbst und Risikogruppen – wie ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen – zu schützen, müsse das gesellschaftliche Leben aktuell eingeschränkt werden. „Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Deshalb steigt das Risiko einer Ansteckung, je näher man sich kommt“, so der Leiter des Gesundheitsamtes.
Weitere Informationen und nützliche Links zum Coronavirus gibt es im Internet unter www.stuttgart.de/corona.


19.03.: Bürgertelefon: Stuttgart schaltet ab sofort Corona-Hotline
Die Landeshauptstadt Stuttgart schaltet ab Donnerstag, 19. März 2020, eine Corona- Hotline, das Bürgertelefon. Dies hat das Haupt- und Personalamt bekannt gegeben. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Ämtern der Stadt beantworten unter den Telefonnummern 0711/216-88888 und 0711/216-88688 Fragen rund um das Thema Corona. Der Start des Bürgertelefons erfolgt aus dem Stand, ein weiterer Ausbau ist geplant. Die Hotline wird zunächst von montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar sein.
Allgemeine Fragen zur Landeshauptstadt Stuttgart beantwortet weiterhin das ServiceCenter der Stadtverwaltung unter der Rufnummer 0711/216-0 oder der Behördennummer 115.
Unter www.stuttgart.de/corona informiert die Stadt über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


19.03.: Wertstoffhöfe bleiben vorerst geöffnet – Besucher sollen Vorgaben beachten
Die Landeshauptstadt Stuttgart hält ihre Wertstoffhöfe bis auf Weiteres offen. Für die fünf Höfe gelten die Öffnungszeiten und Annahmebedingungen wie bisher.
Der Technische Bürgermeister Dirk Thürnau erklärte am Donnerstag, 19. März: „Wir merken derzeit einen Ansturm auf die Wertstoffhöfe. Es werden nahezu doppelt so viele Anlieferer gezählt wie bisher“. Dies führt aktuell zu einer Überlastung der Wertstoffhöfe und des Personals.
Derzeit dürfen sich höchstens zehn Fahrzeuge gleichzeitig auf dem Hof befinden. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden Verhaltensregeln und Hygienevorschriften im Umgang mit den Wertstoffhofbesuchern vorgegeben.
Der AWS informiert über den aktuellen Stand über die AWS-App und über die Homepage der Stadt Stuttgart (www.stuttgart.de/abfall unter aktuelle Meldungen)
Notwendige Verhaltensregel in Zeiten des Coronavirus
Generell gilt: Das Coronavirus wird durch direkten Kontakt untereinander verbreitet, insbesondere durch Tröpfchenübertragungen und Händeschütteln. Beachten Sie deshalb unbedingt die Hygieneregeln zum regelmäßigen Händewaschen und zum Niesen in die Armbeuge. Bleiben Sie auf Abstand zu anderen Personen, am besten zwei Meter. Das gilt auch beim Schlangestehen. Vermeiden Sie es dringlich, Menschentrauben zu bilden. Überhaupt sollten Sie soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren und zuhause bleiben. Vermeiden Sie unbedingt Ansteckungsrisiken. Nehmen Sie das Coronavirus ernst. Gehen Sie nicht leichtfertig mit Ihrer Gesundheit und der Ihrer Mitmenschen um. Beachten Sie zwingend alle Verbotsregeln. Nur so kann es gelingen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Ansteckungsketten zu unterbrechen.
Unter www.stuttgart.de/corona informiert die Stadt über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


18.03.: Wer zum „Einzelhandel für Lebensmittel“ zählt
Die Landeshauptstadt Stuttgart hat „Einzelhandel für Lebensmittel“, der nach der Corona-Verordnung des Landes geöffnet bleiben darf, erläutert. Damit will das Amt für öffentlich Ordnung der Branche eine Hilfestellung geben, teilte die Verwaltung am Mittwoch, 18. März, mit.
Weiterhin geöffnet bleiben dürfen demnach alle Geschäfte, deren Hauptzweck der Verkauf von Essen und Getränken ist. Dies gilt vor allem für Supermärkte und Getränkemärkte. Darüber hinaus sind aber auch Tee- und Kaffeeläden, Süßigkeitenverkauf, Gemüse- und Obsthändler, Wein- und Spirituosenhandlungen, sogenannte Tante Emma Läden und alle der Nahversorgung dienenden Lebensmittelgeschäfte nicht vom aktuellen Verbot erfasst. Diese Geschäfte dürfen zu den üblichen Öffnungszeiten weiterhin Kunden bedienen. Neu ist, dass auch ein Sonntagsverkauf zugelassen wird. Ebenfalls öffnen dürfen Bäckereien und Metzgereien zu den bisherigen Öffnungszeiten.
Außerdem dürfen gemäß der Landesverordnung, die am 17. März 2020 veröffentlicht wurde, geöffnet sein: Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Hofläden, Raiffeisen-, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel.
Alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zu den oben genannten Einrichtungen gehören, müssen geschlossen bleiben, auch in Einkaufszentren.
Die Verordnung des Landes knüpft an die Leitlinien der Bundesregierung und der Regierungschefs der Bundesländer vom 16. März 2020 zum einheitlichen Vorgehen angesichts der Corona-Epidemie in Deutschland an.


18.03.: Schutzbedürftige jetzt noch stärker im Fokus – Video-Interview mit dem Leiter des Gesundheitsamts
Das neuartige Coronavirus breitet sich auch in der Landeshauptstadt Stuttgart weiter aus. Oberstes Ziel ist nach wie vor, die Infektionsketten zu unterbrechen. Allerdings steigen die Erkrankungsfälle rasant. Daher werden schutzbedürftige Gruppen jetzt noch mehr in den Fokus genommen.
Der Leiter des Gesundheitsamts, Professor Dr. Stefan Ehehalt, sagte am Mittwoch, 18. März 2020: „Wir testen weiterhin und intensivieren die Tests sogar – nämlich dort, wo es die größte Relevanz gibt. Die Tests werden strukturiert und standardisiert durchgeführt, zum Beispiel bei der Aufnahme von kritisch kranken Patienten im Krankenhaus. Gerade bei diesem Personenkreis werden vermehrt Screening- Untersuchungen gemacht, um abzuklären, ob jemand am Coronavirus erkrankt ist. Genauso geht man bei Patienten mit Anzeichen eines Infekts vor, die im Krankenhaus aufgenommen werden. Hier erfolgt eine Kohortierung auf speziellen Stationen, wo alle Patienten strukturiert getestet werden.“
Hinweise für erkrankte Personen
Personen, die Anzeichen eines Atemweginfekts bei sich feststellen, rät Professor Ehehalt: „Leicht erkrankte Personen ohne Risikofaktoren für Komplikationen (zum Beispiel Immunsuppression, relevante chronische Grunderkrankungen, hohes Alter) können bei Gewährleistung einer ambulanten Betreuung durch einen behandelnden Arzt und bei gesicherter häuslicher Versorgung zuhause bleiben, bis sie wieder ganz gesund sind.“ In der Regel sei dies der Fall, wenn für die Dauer von zwei Tagen keinerlei Symptome mehr vorhanden sind. Haushaltsangehörige sollten sich in anderen Räumen als die erkrankte Person aufhalten. Falls dies nicht möglich ist, wird laut dem Leiter des Gesundheitsamts die Einhaltung eines Abstands von mindestens einem bis zwei Meter zum Patienten empfohlen. Zudem seien die Hygieneregeln einzuhalten.
Ehehalt weiter: „Schwerer erkrankte Personen wenden sich an ihre Kinder- und Jugendarztpraxis beziehungsweise Hausarztpraxis und besprechen das weitere Vorgehen. Hierbei sollte man vorher dort anrufen und sagen, dass man an einem Atemwegsinfekt erkrankt ist.“ In Abhängigkeit der klinischen Symptome beziehungsweise weiterer Faktoren erfolge dann gegebenenfalls die weitere Diagnostik und Testung entweder in der Praxis oder in der in Stuttgart neu eingerichteten Fieberambulanz oder im Krankenhaus. Bei Notfällen sollten Patienten in jedem Fall Kontakt mit der Rettungsleitstelle (112) aufnehmen.
Ein Video-Interview mit Professor Ehehalt gibt es am Mittwoch, 18. März, ab circa 19 Uhr im Internet unter www.stuttgart.de/corona zu sehen.
Notwendige Verhaltensregel in Zeiten des Coronavirus
Generell gilt: Das Coronavirus wird durch direkten Kontakt untereinander verbreitet, insbesondere durch Tröpfchenübertragungen und Händeschütteln. Beachten Sie deshalb unbedingt die Hygieneregeln zum regelmäßigen Händewaschen und zum Niesen in die Armbeuge. Bleiben Sie auf Abstand zu anderen Personen, am besten zwei Meter. Das gilt auch beim Schlangestehen. Vermeiden Sie es dringlich, Menschentrauben zu bilden. Überhaupt sollten Sie soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren und zuhause bleiben. Vermeiden Sie unbedingt Ansteckungsrisiken. Nehmen Sie das Coronavirus ernst. Gehen Sie nicht leichtfertig mit Ihrer Gesundheit und der Ihrer Mitmenschen um. Beachten Sie zwingend alle Verbotsregeln. Nur so kann es gelingen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Ansteckungsketten zu unterbrechen.
Unter www.stuttgart.de/corona informiert die Stadt über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


18.03.: Land verschärft Öffnungszeiten für Speiselokale
Die baden-württembergische Landesregierung hat in ihrer Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vom 17. März 2020 (Corona-Verordnung) die von der Landeshauptstadt bisher verfügten Regeln für den Betrieb von Speiselokalen verschärft. Wie die Stadtverwaltung am Mittwoch, 18. März, mitteilte, gelten in der Stadt ab sofort die Beschränkungen aus der Corona-Verordnung des Landes.
Danach ist der Betrieb von Gaststätten bis zum 19. April 2020 grundsätzlich untersagt. Vom Verbot ausgenommen sind unter strengen Auflagen nur Gaststätten, die Speisen und Getränke anbieten sowie Mensen. Gemäß den Auflagen muss in diesen Lokalitäten sichergestellt sein: Die Plätze für die Gäste sind so angeordnet, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist. Ferner gilt, dass Stehplätze so gestaltet sein müssen, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Gästen gewährleistet ist. Schließlich dürfen die Lokale, die unter diese Ausnahmen fallen, frühestens ab sechs Uhr geöffnet sein und müssen spätestens ab 18 Uhr geschlossen werden. Die Stadt hatte bisher die Öffnung bis 23 Uhr gestattet, was durch die Landesverordnung überholt ist.
Im Einvernehmen mit dem Amt für öffentliche Ordnung der Landeshauptstadt Stuttgart wird die Polizei die Einhaltung dieser Landesverordnung kontrollieren, wie es bisher auch schon geschehen ist. Bei Verstößen gegen die Verordnung wird die Polizei Strafanzeigen erstatten.


18.03.: Vorgaben für Trauerfeiern
Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch Folgen für Beerdigungen und Trauerfeiern. Die Landeshauptstadt hat auf allen 42 Friedhöfen die Feierhallen geschlossen. Verstorbene werden weiterhin bestattet. Eine kleine Trauergemeinde mit maximal zehn Personen kann sich während der Bestattung am Grab oder der Urnenwand zusammenfinden. Der Technische Bürgermeister Dirk Thürnau erklärte am Mittwoch, 18. März: „Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens sind weitreichend. Es ist weiter möglich, Verstorbenen das letzte Geleit zu geben und sich von ihnen zu verabschieden. Leider sind auch bei diesen Gelegenheiten Kontakte zu minimieren. Trauernde sollten derzeit, wenn möglich, Distanz zueinander wahren.“ Auch bei der abschließenden Trauerfeier gelten die allgemeinen Vorgaben des Infektionsschutzes gegen das Coronavirus: Es sollten möglichst wenige Personen – nicht mehr als zehn – zusammenkommen, die die Hygieneregeln wie Abstand, Nieß- und Handhygiene beachten.


18.03.: Notwendige Verhaltensregel in Zeiten des Coronavirus
Generell gilt: Das Coronavirus wird durch direkten Kontakt untereinander verbreitet, insbesondere durch Tröpfchenübertragungen und Händeschütteln. Beachten Sie deshalb unbedingt die Hygieneregeln zum regelmäßigen Händewaschen und zum Niesen in die Armbeuge. Bleiben Sie auf Abstand zu anderen Personen, am besten zwei Meter. Das gilt auch beim Schlangestehen. Vermeiden Sie es dringlich, Menschentrauben zu bilden. Überhaupt sollten Sie soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren und zuhause bleiben. Vermeiden Sie unbedingt Ansteckungsrisiken. Nehmen Sie das Coronavirus ernst. Gehen Sie nicht leichtfertig mit Ihrer Gesundheit und der Ihrer Mitmenschen um. Beachten Sie zwingend alle Verbotsregeln. Nur so kann es gelingen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Ansteckungsketten zu unterbrechen.
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18.03.: Stadt richtet Verwaltungsstab ein
Die Landeshauptstadt Stuttgart hat zur Bewältigung der Coronavirus-Epidemie den Verwaltungsstab eingesetzt. Dieser bündelt die ämter- und referatsübergreifende Zusammenarbeit, erleichtert Abstimmungen und beschleunigt Entscheidungen. Oberbürgermeister Fritz Kuhn leitet den Verwaltungsstab. Bisher hatte es bereits eine vorbereitende Stabsgruppe gegeben.
Die Einsetzung des Stabs war nötig geworden, da die Weltgesundheitsorganisation eine Pandemie festgestellt hat. Damit befindet sich die Landeshauptstadt in Stufe 3 der Gefahrenabwehr („orange“). Die Stufen sind unterteilt in Infektionsverdachtslage („Grün“); Seuchenlage („gelb“), Epidemie- bzw. Pandemie („orange“) und Katastrophe („rot“).
Der Verwaltungsstab ist eine erprobte Organisationsform. Die Behördenleitung wird verlässlich und referatsübergreifend durch einen administrativ organisierten Stab unterstützt. Ziel ist eine zügige, abgestimmte und effiziente Umsetzung der im Verwaltungsstab getroffenen Entscheidungen durch die Referate, Ämter und Abteilungen.
Mitglieder im Verwaltungsstab sind neben Oberbürgermeister Fritz Kuhn alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Stadtdirektorin Andrea Klett-Eininger, der Leiter des Gesundheitsamtes, Prof. Stefan Ehehalt, der Medizinische Vorstand des Klinikums Stuttgart, Prof. Jan Steffen Jürgensen, Fachämter, Feuerwehr und Polizei. Gegebenenfalls werden weitere interne wie externe Institutionen oder Fachleute hinzugezogen.
Der Stab kommt in der Regel einmal am Tag zusammen.


18.03.: Spiel- und Bolzplätze geschlossen – Stadt setzt Landesverordnung um
Die 603 Spiel- und Bolzplätze wie auch die fünf Waldspielplätze in Stuttgart sind ab sofort geschlossen. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt bringt aktuell an alle Spiel- und Bolzplätzen Schilder an, die auf das Betretungsverbot aufmerksam machen. Die Polizei wird die Einhaltung kontrollieren. Die Stadt setzt damit die „Verordnung derLandesregierung über Infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2“ vom 17. März 2020 um.
Der Technische Bürgermeister Dirk Thürnau erklärte am Mittwoch, 18. März: „Es ist ein harter Schnitt für alle Eltern und Kinder, gerade jetzt wo Kindergärten und Schulen geschlossen sind. Dennoch gilt, dass soziale Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren sind. Überall wo sich Menschen treffen, können Viren übertragen werden. Deswegen sind ab sofort unsere Spiel- und Bolzplätze geschlossen.“
Die Kinderbeauftragte der Stadt Maria Haller-Kindler appelliert an die Kinder: „Es ist wirklich hart für euch, dass ihr die Spielplätze in nächster Zeit nicht mehr besuchen dürft, jetzt wo das Wetter so schön ist. So könnt ihr aber mithelfen, dass das Virus sich nicht so schnell ausbreitet und vor allem alte Menschen, wie eure Großeltern nicht ernsthaft krank werden.“ Sie kündigte Ideen für Bewegungsspiele an. „Wir werden auf der Corona-Website Tipps veröffentlichen. Nachbarn und Mitbewohner bitte ich um Verständnis für Familien und Kinder, die in den nächsten Wochen viel Zeit in ihren Wohnungen verbringen werden. Seien Sie bitte nachsichtig, wenn es mal etwas lebhafter wird als sonst.“
Die Stadt informiert online über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben unter: www.stuttgart.de/corona.


17.03.: Kulturbürgermeister Dr. Mayer ruft zur Verbundenheit mit den Kulturbetrieben auf – „Bitte fordern Sie keine Abo- oder Eintrittskarten zurück“
Um die Ausbreitung der neuartigen Coronavirus zu stoppen, sind seit Samstag, 14. März 2020, auch kulturelle Veranstaltungen jedweder Art untersagt. Alle Veranstaltenden, insbesondere private Theater und Konzertbetriebe sind hiervon betroffen.
Dr. Fabian Mayer, Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht, wendet sich daher an alle Bürgerinnen und Bürger: „Die durch die Stadt Stuttgart getroffenen Maßnahmen treffen letztlich alle Kulturschaffenden und Kultursuchenden, von den Bibliotheknutzenden über Museumsbesuchende bis hin zum Veranstaltungspublikum. Gerade aber bei Konzerten und Theatern ist jedoch Verbindlichkeit wichtig. Daher bitte ich Sie, nach Möglichkeit Ihre Verbundenheit dadurch zu zeigen, dass Sie keine Abonnement- oder Eintrittskarten zurückfordern. Dies hilft den Kulturschaffenden in doppelter Hinsicht: finanziell wie ideell. Zusammenhalt und Solidarität sind momentan wichtiger denn je. Auch wir als Stadt werden unseren Beitrag leisten.“
Zum Schutz der Bevölkerung vor Corona-Infektionen hat die Landeshauptstadt Stuttgart den gesamten Veranstaltungsbetrieb in allen kulturellen Einrichtungen untersagt. Dies gilt seit Samstag, 14. März, bis auf Widerruf.
Damit soll erreicht werden, dass der enge Kontakt unterbunden wird und sich das Coronavirus nicht verbreiten kann. Die Untersagung folgt dem dringenden Appell der Gesundheitsbehörden, soziale Kontakte auf das nötige Minimum zu reduzieren. Oberstes Ziel bleibt, die Infektionsketten zu unterbrechen und die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.


17.03.: OB Kuhn unterstützt Linie von Bund und Ländern in Sachen Einzelhandel
Oberbürgermeister Fritz Kuhn begrüßt nachdrücklich, dass die Landesregierung die Leitlinien der Bundesregierung voll umfänglich umsetzen will. Die Leitlinien zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich hatten Bund und Länder gemeinsam erarbeitet. Sie waren von der Bundekanzlerin am Montag, 16. März vorgestellt worden.
Kuhn erklärte am Dienstag, 17. März: „Solche Einschnitte in das öffentliche Leben kannten wir bisher nicht. Aber ich unterstütze ausdrücklich, dass zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus auch in Stuttgart der Einzelhandel eingeschränkt wird. Wir alle müssen mehr tun, um die Ansteckungsketten zu unterbrechen. Jetzt entscheidet sich, ob wir das Virus eindämmen können. Wer jetzt unvernünftig ist, gefährdet sich und andere.“ Für Panik bestehe aber kein Anlass. Kuhn: „Ich verstehe die Sorgen vieler Bürgerinnen und Bürger. Aber alle Läden, die zum Leben notwendige Waren anbieten, bleiben geöffnet. Das gilt auch für die medizinische Versorgung.“


17.03.: Stadt will rechtlich gegen Falschinformationen vorgehen
Es kursieren aktuell zahlreiche Informationen auf unterschiedlichen Kanälen zum Coronavirus. Jetzt sind zwei Seiten auf der Plattform Facebook aufgetaucht, die den Anschein erwecken, behördliche Aussagen zu verbreiten. Darunter sind auch gezielte Falschinformationen. Die Stadt prüft deswegen rechtliche Schritte, wie sie am Dienstag, 17. März, mitteilte.
Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Es ist unverantwortlich, die Öffentlichkeit zu verwirren oder Panik zu erzeugen. Da hört der Spaß auf! Wir gehen mit aller Kraft gegen Fake News vor.“
Die Stadt bietet auf all ihren Kanälen umfangreiche, geprüfte und verlässliche Informationen. Der Appell des OB: „Seien Sie wachsam, achten Sie bei allem, was Sie hören oder lesen, auf die Quellen. Nur vertrauenswürdige Quellen wie Behörden oder Medienhäuser, die nach der Sorgfaltspflicht arbeiten, verbreiten verlässliche Aussagen.“
Zweifelhafte Aussagen können gemeldet werden unter: presse@stuttgart.de. Ein Kriterium für Seriosität ist im Übrigen ein vollständiges Impressum auf einer Website und auch in den sozialen Medien.
Die Stadt informiert online über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben unter: www.stuttgart.de/corona.


17.03.: Stadt konzentriert Schutz auf besonders Gefährdete
Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt in Stuttgart wie auch in Baden- Württemberg rapide an. Die Landeshauptstadt setzt weiterhin alles daran, Infektionsketten zu unterbrechen. Künftig nimmt sie besonders schutzbedürftige Personen in den Blick, wie die Stadt am Dienstag, 17. März, mitteilte. Diese Strategie ist mit den großen Kliniken in Stuttgart und den niedergelassenen Ärzten abgestimmt.
Der Leiter des Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt: „Unser besonderes Augenmerk gilt in dieser Phase nun denjenigen, die von dem Virus stark gefährdet sind, wie zum Beispiel Ältere, Pflegebedürftige und chronisch Kranke. Wir konzentrieren unsere Kräfte, unsere medizinischen Ressourcen auf die schutzbedürftigen Personen.“ Das bedeutet, dass zukünftig Testungen auf Coronavirus SARS-CoV-2 in Stuttgart nur noch bei Menschen mit einem höheren Erkrankungsrisiko bzw. schwereren Krankheitsverläufen durchgeführt werden. Alle anderen mit milden Krankheitsverläufen wird die häusliche Isolation empfohlen, bis sie wieder ganz gesund sind.
Daher empfehle er allen: „Reduzieren Sie Sozialkontakte. Wenn Sie husten oder niesen müssen, schützen Sie Ihr Umfeld und achten Sie auf eine gute Händehygiene.“ Menschen mit mildem Erkrankungsverlauf sollten nach Möglichkeit zuhause bleiben, sich schonen und auskurieren. Die Betreuung erfolge durch den niedergelassenen Hausarzt. Ehehalt weiter: „Durch die häusliche Isolation werden andere Menschen, die durch Coronaviren schwer krank werden können, vor einer Ansteckung geschützt. Bei einer Erkrankung mit Coronaviren werden die Symptome behandelt, deswegen ist eine Testung auf Coronaviren nur für Patienten notwendig, die zum besonders gefährdeten Personenkreis gehören bzw. die schwerer erkrankt sind.“ Bei schwererem Erkrankungsverlauf sollten Patienten in jedem Fall Kontakt mit dem Hausarzt, dem kassenärztlichen Notdienst (Telefon 116 117) oder bei Notfällen mit der Rettungsleitstelle (112) aufnehmen.
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17.03.: Fieber-Ambulanz im Reitstadion – Offen für Patienten mit Zuweisung durch den Hausarzt – Deutsches Rotes Kreuz unterstützt Stadt und Ärzte
Das Coronavirus breitet sich auch in Stuttgart rasant aus. Um möglichst viele Patienten auch bei weiter steigenden Infektionszahlen bestmöglich zu versorgen, hat das Gesundheitsamt das Deutsche Rote Kreuz beauftragt, eine Fieberambulanz im ehemaligen Reitstadion in Bad Cannstatt aufzubauen. Dort können niedergelassene Ärzte ihre Patienten mit schwereren Infektionskrankheiten zur Abklärung vorstellen. Eine direkte Vorsprache ist nicht vorgesehen. Die Ambulanz hat am Dienstag,
17. März, ihren Dienst aufgenommen.
Der Leiter des Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt: „Diese Ambulanz dient der medizinischen Abklärung von Patienten mit schwereren Infektionskrankheiten. Niedergelassene Ärzte können nach Absprache Patienten zur Abklärung dorthin verweisen.“ Und weiter: „Dort kann in begründeten Fällen auch auf einen Befall mit dem neuartigen Coronavirus getestet werden.“
Das DRK Stuttgart setzt hier rund 60 Personen ein, gleichzeitig sind 25 im Einsatz. Ein Großteil von Ihnen ist ehrenamtlich aktiv. Ressourcen wurde frei, weil Kurse der Breitenausbildung ausfallen wie auch Sanitätsdienste bei Veranstaltungen. Das RK- Stuttgart unterstützt die Ambulanz am Städtischen Klinikum sowie die Kassenärztliche Vereinigung beim Besuchsdienst mit Fahrzeug und Fahrer.


17.03.: Anmeldung zur Notfallbetreuung an Schulen (PDF-Datei)

17.03.: Anmeldung zur Notfallbetreuung an Kindertagesstätten (PDF-Datei)

16.03.: Sportbürgermeister Dr. Schairer appelliert an Solidarität der Vereinsmitglieder – „Rückforderungen von Beiträgen bedrohen Existenz der Vereine“
Seit Samstag, 14. März, ist der gesamte Trainings- und Sportbetrieb in Stuttgart untersagt. Mitglieder wenden sich nun nach Angabe des Amts für Sport und Bewegung vermehrt mit Rückforderungen von Beiträgen an die Vereine.
Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, appelliert daher an die Vereinsmitglieder. Er sagte am Montag, 16. März: „Die durch die Stadt Stuttgart getroffenen Maßnahmen zum Sportbetrieb treffen alle Vereinsmitglieder. Die Stilllegung und vor allem die damit einhergehenden Rückforderungen von Beiträgen durch Vereinsmitglieder bringen viele Vereine an wirtschaftliche Grenzen.“ Dies bedrohe die Existenz der Vereine. Schairer weiter: „Ich bitte Sie daher: Sehen Sie derzeit von Rückforderungen ab! Auch hier ist unsere Solidarität gefragt, damit unsere Vereine überleben und wir in Zukunft wieder Sport treiben können.“
Zum Schutz der Bevölkerung vor Corona-Infektionen hat die Landeshauptstadt Stuttgart den gesamten Trainings- und Sportbetrieb in allen Turn- und Sporthallen, auf allen Vereinssportanlagen, in sonstigen Vereinsräumen und in Fitnessstudios aller Art untersagt. Dies gilt seit Samstag, 14. März, bis auf Widerruf. Einzig ausgenommen sind Rehabilitationssport und Physiotherapie soweit ärztlich verordnet und auch nur für Personen ohne Infektionsanzeichen.
Damit soll erreicht werden, dass der enge Kontakt beim Sport in Vereinen oder Studios unterbunden wird und sich das Coronavirus dabei nicht verbreiten kann. Die Untersagung folgt dem dringenden Appell der Gesundheitsbehörden, soziale Kontakte auf das nötige Minimum zu reduzieren. Oberstes Ziel bleibt es, die Infektionsketten zu unterbrechen und die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.
Die Stadt informiert online über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben unter: www.stuttgart.de/corona.


Veröffentlicht am 02.04.2020