(Nicht nur) Lockdowns gut überstehen:

Zur inneren Ruhe finden - Ananda Jyoti Yoga by Carmen bietet spezielle Kurse für Kinder und Trauernde an

Carmen Altinmakasci, re., bietet in ihrer Yogaschule neben normalen Kursen für Erwachsene auch spezielle Kurse für Kinder und Trauernde an. Fotos: Privat Bild 1 von 1: Carmen Altinmakasci, re., bietet in ihrer Yogaschule neben normalen Kursen für Erwachsene auch spezielle Kurse für Kinder und Trauernde an. Fotos: Privat

Konzentrierte Stille liegt über dem Raum: Einige Tannenzapfen und ein paar Lichter sorgen für anheimelnde Stimmung, eine Buddha-Antlitz aus einem Stamm geschnitzt schaut zu und die kleinen Teilnehmer des Kinder-Yogakurses basteln Waldwichtel.

Yoga ist nicht nur Körperbeherrschung, das lernt man beim Zusehen. Yoga ist vor allem ein Weg, um zur Ruhe zu kommen und sich im Augenblick zu versenken.

Carmen Altinmakasci, Betreiberin von “Ananda Jyoti Yoga by Carmen”, erzählt, sie hätte rückblickend auch schon gerne als Kind diesen Weg für sich entdeckt. Sie selbst ist aber erst als Erwachsene zum Yoga gekömmen, als mehrere Todesfälle in ihrem Umfeld sie in eine tiefe Krise stürzten. In der Zeit danach sei sie kaum zur Ruhe gekommen, erzählt sie. Gleichzeitig reifte der Wunsch in ihr, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich wichtig sind im Leben.
Mit dem Yoga, sei das aber durchaus keine Liebe auf den ersten Blick gewesen: Es habe schon ein bisschen gedauert, bis sie im Yoga eine neue Perspektive für ihr Leben ausmachen konnte, aber als es soweit war, sei die Veränderung umso deutlicher gewesen. Und jetzt wagt sie den Schritt und eröffnet in den Räumlichkeiten ... Straße ... ihre eigene Yoga-Schule. Dass sie jetzt selbst lehrt, hält sie nicht davon ab, ihrerseits Schülerin bei sorgfältig ausgewählten Lehrern zu sein: “Beim Yoga ist das so, dass man nie aufhört zu lernen: Selbst wenn jemand Lehrer ist, lernt er immer noch weiter.”

Schwerpunkt von “Ananda Jyoti Yoga by Carmen” sind die Kinder-Yoga-Kurse, soweit die Pandemie das derzeit zulässt. Die Kleinen lernen dort weit mehr als Dehn- und Stretch-Übungen: Bei diesem Treffen führt der Weg des Yogas beispielsweise durch den Wichtelwald: Die Dekoration der kleinen Ruhe-Oase greift mit Zweigen und Tannenzapfen das Waldthema auf, die Kinder basteln ganz versunken Waldwichtel, die aber auch kleine Gespenster sein könnten.

Den Alltag draußen lassen, mit eigenen Händen etwas schaffen, aber auch mal Toben – “das alles ist wichtig, damit die Kinder die Erholung schaffen”, so Carmen Altinmakasci. Natürlich gibt es auch die Übungen, die man sich gemeinhin unter Yoga vorstellt und vielfach geht es darum, wie der Baum im Wichtelwald seinen Schwerpunkt, seine Standhaftigkeit und gleichzeitig seine Nachgiebigkeit zu finden. Konzentration, innere Ruhe und Versenkung in ein Thema – eigentlich ist das, was Carmen Altinmakasci lehrt, auch so etwas wie praktische Lebenshilfe.

Und weil das nicht nur für Kinder ist, will Carmen Altinmakasci ab dem kommenden Februar ein spezielles Yoga anbieten, für Trauernde und für Menschen, die mit Verlusten oder mit Umbruchsituationen umgehen müssen. Falls es die Corona-Lage zulässt. Bei diesem neuen Angebot, wird es sich um eine geschlossene Gruppe handeln, erzählt sie, gerade wie die meisten konventionellen Trauergruppen: Wichtig ist hier auch, dass man sich kennt und seine Erfahrungen teilen kann, ohne befürchten zu müssen dass davon etwas nach außen getragen wird.

Im Moment macht die Pandemie wieder jede Planung zunichte. Wobei gerade bei der gegenwärtig so unsicheren Situation Yoga-Stunden ein wunderbares und Sinn stiftendes Geschenk sein können. Gutscheine und Kurskarten können übrigens auch online bestellt und bezogen werden können, sowie vor Ort bei “Ananda Jyoti Yoga by Carmen”. Ananda Jyoti kommt übrigens aus dem Sanskrit und bedeutet „das Licht der Freude“.

Veröffentlicht am 14.12.2020