Klimafreundlich durch die Stadtbezirke:

Orts- und Bürgerbusse in Feuerbach, Botnang und Weilimdorf dank Förderung der Stadt weiterhin unterwegs

Der Feuerbacher Ortsbus wird betrieben von der Firma Wöhr Tours. Foto: feuerbach.de Bild 1 von 1: Der Feuerbacher Ortsbus wird betrieben von der Firma Wöhr Tours. Foto: feuerbach.de

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadtbezirke Feuerbach, Botnang und Weilimdorf profitieren weiterhin von einem lokalen Angebot der klimafreundlichen Mobilität.

In allen drei Stadtbezirken werden die lokalen Bürger- und Ortsbusse auch künftig unterwegs sein. „Den Unterstützern der Orts- und Bürgerbusse gebührt großer Dank für Ihren Einsatz. Die haben sich die Hilfe der Stadt mehr als redlich verdient. Mit dem klaren Auftrag des Gemeinderats im Rücken konnten wir jetzt ein ordentliches Hilfspaket schnüren. Das ist gut für Botnang, Feuerbach und Weilimdorf“, so Martin Körner, Leiter des zuständigen Grundsatzreferats beim Oberbürgermeister.

Die Folgen der Corona-Pandemie hatten auf die Bürger- und Ortsbusse gravierende Auswirkungen. Deren Fahrgastzahlen hatten sich im Jahr 2021 zwar erholt, jedoch noch nicht das Niveau von vor der Pandemie erreicht. Zudem waren die Betriebs- kosten aufgrund der Energiepreise stark angestiegen. Die Buslinien waren bislang rein privat finanziert und erhielten keine öffentlichen Mittel. Sie standen daher akut vor dem Aus.

Rettungsschirm fängt das Defizit auf
Die Fraktionen im Gemeinderat hatten beschlossen, die Defizite teilweise durch einen "Corona- und Energiekosten"-Rettungsschirm auszugleichen. Dieser Rettungsschirm soll die Mindereinnahmen wegen gesunkener Fahrgastzahlen und der geringeren Werbeeinnahmen der letzten drei Jahre sowie die gestiegenen Betriebskosten im laufenden Jahr kompensieren. Für das Jahr 2023 fließen daher 54.000 Euro aus bereits beschlossenen Haushaltsmitteln an die Betreiber der Bürger- und Ortsbusse in den drei Stadtbezirken. Der Rettungsschirm soll auch die Zusatzkosten für die weiterhin hohen Energiekosten übernehmen. Für jede der drei Buslinien wird mit rund 6000 Euro gerechnet.
Die Betreiber stehen zudem vor Investitionen, da die Busse in den kommenden Jahren ersetzt werden müssen. Die Gemeinderatsfraktionen haben beschlossen, dass die Stadtverwaltung Lösungswege erarbeiten soll, wie diese Defizite künftig gedeckt werden können. Zurzeit geht die Stadtverwaltung von einem jährlichen Defizit von 36.000 Euro je Jahr und Busverkehr aus.

Zudem gibt es einen Vorschlag für ein neues Ticketmodell: Die Betreiber werden gebeten, ab dem laufenden Jahr alle Tickets des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) anzuerkennen. Das wäre eine große Verbesserung: Die Nutzer könnten dann mit einem Verbundticket die Bürger- und Ortsbusse ohne Aufpreis nutzen.

Veröffentlicht am 23.05.2023