Was ist eigentlich dieses Ding vor dem Bahnhof?

Kunstinstallation soll Denkanstösse geben

Foto: feuerbach.de Bild 1 von 1: Foto: feuerbach.de

Der Wiener Platz vor dem Feuerbacher Bahnhof verwandelt sich - seit kurzem steht dort u.a. der "Post-Shelter", eine schwarze, giebelartige Skulptur aus verkohltem Altholz.

Aber was hat es mit dieser "Skulptur" auf sich?
Laut der Künstlergruppe "Finding the Wild", bestehend aus den Künstlern Jazmin Charalambous und Felix Mohr, soll diese an eine Notunterkunft erinnern und eine gedankliche Brücke zum Tiefbunker gleich nebenan schlagen, der über zehn Jahre lang nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Notunterkunft für Geflüchtete und Wohnungslose diente.

Die Struktur lädt die Öffentlichkeit ein, sich an einem Dialog zu beteiligen:
Was braucht es, damit eine Gesellschaft überleben kann?

Mehr als nur ein Kunstwerk ist diese Installation ein Treffpunkt, ein Denkmal und ein Ausgangspunkt für Gespräche. Rund um die Skulptur entfaltet sich ein Programm öffentlicher Veranstaltungen: ein gemeinsamer Bauworkshop, eine Performance zur Wassergewinnung und ein abschließendes Fest mit gemeinsamem Essen zum Ende des Projekts.

Ein integrierter Briefkasten bietet den Feuerbachern die Möglichkeit, ihre Gedanken zu teilen und an Wettbewerben teilzunehmen – mit der Chance, bis zu 300 € zu gewinnen. Die eingereichten Beiträge werden bei der Abschlussveranstaltung am 21. Juni vorgestellt. An diesem Tag verändert die Skulptur ihre Form und wird im Rahmen einer Kochperformance zum Mitessen mit dem Künstler Shinroku Shimokawa in neuer Gestalt präsentiert.

Schutz ist nicht nur eine Wand oder Decke. Schutz ist das, was wir teilen.
Was würdest du gerne mit uns teilen?
Der Briefkasten von Post-Shelter wartet auf deine Gedanken!
Mehr Informationen unter www.postshelterprojekt.de


Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs BUNKER.RESONANZ, unterstützt von KiöR Stuttgart.

Veröffentlicht am 15.05.2025