Die etwas andere "Schdond":

Im Quartiershaus Kitz7 wagte Max Matheis einen humorvollen Blick ins Gestern

Max Matheis, vielen von früher noch bestens als 'Doctor Marrax' in Erinnerung, bei seiner 'Schwäbische Schdond'. Foto: J. Kaiser Bild 1 von 1: Max Matheis, vielen von früher noch bestens als 'Doctor Marrax' in Erinnerung, bei seiner 'Schwäbische Schdond'. Foto: J. Kaiser

Unter einer "Schdond" versteht der Schwabe eine pietistische Versammlung am Sonntagnachmittag, wo einzelne "Brüder" Bibelverse auslegen.

Der Feuerbacher Max Matheis, früher bekannt unter dem Namen "Dr. Marrax" (der Zauberer), hielt im Quartiershaus Kitz 7 am vergangenen Freitagabend eine „Schwäbische Schdond“ – allerdings ohne Pietismus. Er erweckte bei seinen Zuhörerinnen und Zuhörer vielmehr Resonanzschwingungen auf gleicher Wellenlänge, indem er mit Kindheitssprüchen und -liedern die eigene Kindheit erneut erklingen ließ. Wer kennt noch „Hoppe, Hoppe Reiter…“, „ Gaot a Male s’Bergele nuff..“ und „Heile, Heile Segen…“? Dies , vermischt mit eigenen Geschichten, Erzählungen vom „Rundfunk-Fritzle“ aus Feuerbach, eigenen Gedichten, machten den Charme des Abends aus. Vor vollbesetztem Haus hatte das Programm Premiere. Das Schöne dabei: über die Geschichten kamen alle miteinander ins Gespräch. Kindheit verbindet eben.
So sieht wohl gelebte Nachbarschaft aus – genau das, was die Feuerbacher Stiftung Zeit für Menschen mit ihrer Quartiers- und Nachbarschaftsarbeit erreichen möchte.

Veröffentlicht am 10.06.2025