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Nicht eine Show, ein Superschnäppchen oder ein bekannter Promi waren der 'Star' des diesjährigen Jubiläums-Höflesmarkts 2025, sondern das brandneue Wimmelbuch 'Mein kunterbuntes Feuerbach' der Illustratorin Bianca Brinner! Es zeigt den Stadtbezirk auf eine sehr frische, bisher nicht dagewesene unterhaltsam-informativ-charmante Art, um die uns andere Stadtbezirke ab jetzt wohl beneiden dürften. Mehr Infos dazu im Text. Fotos: feuerbach.de, S. Müller-Baji, GHV Feuerbach
Traditionell am ersten Juliwochenende räumt man im Stadtbezirk auf Initiative des Gewerbe- und Handelsvereins (GHV) die Bänke und Stände raus und feiert den Sommer – jedoch im 950-Jahre-Jubiläumsjahr mit noch mehr Extras und Superlativen als sonst!
Gleich am oberen Ende der Festmeile, im Höfle der Buchhandlung Schairer, sahen sich die Besucher ernsthaft herausgefordert: Dort hatte man zum Jubiläum nämlich ein Feuerbach-Quiz ausgearbeitet. Es winkten Buchgutscheine, doch die fünf Fragen hatten es insich - darunter: „Wie hieß das in Feuerbach geborene Mitglied des Politbüros der DDR?“ Schulterzucken. Prompt stieß man in der Folge entlang der Stuttgarter Straße immer wieder auf Menschen, die über den Quiz-Zetteln brüteten und auf alle erdenkliche Weise das Internet - oder oft erfolgreicher - die Feuerbacher Senioren befragten.
Aber noch etwas anderes begegnete einem auf diesem Höflesmarkt auf Schritt und Tritt: Das druckfrische Feuerbacher Wimmelbuch, das nun zum ersten Mal dem breiten Publikum präsentiert wurde! Illustratorin Bianca Brinner beantwortete am Stand vom GHV alle Fragen und immer wieder stieß man auf Poster mit Szenen aus dem Buch, das bei dieser Gelegenheit natürlich auch erstmals zum Verkauf angeboten wurde und sich direkt zu einem echten Verkaufsschlager im Jubiläumsjahr zu entwickeln schien. Das Buch kostet 18,50 Euro und ist exklusiv nur an 5 Stellen erhältlich: Bei den Buchhandlungen Schairer und Hübsch und Gut, bei "boys&girls", der Godel-Parfümerie sowie im OrganiX Biomarkt.
Am Stand nebenan konnte man zudem mit dem „950 Jahre“-Cocktail auf das Stadtjubiläum anstoßen und die Band „Schnibbelpieper“ aus Botnang sorgte mit Gute-Laune-Musik für Stimmung.
In der Leistungsschau in der Kelter präsentierten unterdessen „Die Meister“ im GHV ihr jeweiliges Metier und brachen auch gleich eine Lanze: Egal, ob es um neue Türen und Fenster ging oder um die aktuellen Tendenzen beim Innenausbau - hier konnten sich Interessierte aus erster Hand informieren und Lösungsansätze für ihre Bedürfnisse und Vorhaben finden. Am Stand von Sanitär-Schmaus war ein Kunde voll des Lobs für das lokale Handwerk: „Wenn man sich seine Dienstleistungen einfach von irgendwoher holt, dann hat man keine Sicherheit. Die Leute vor Ort machen einen realistischen Preis und sind dann aber auch da und kümmern sich.“ Der WOGV überraschte bei seiner Ausstellung „50 Jahre Kelterfest“ zudem selbst Kenner mit interessanten und teilweise unbekannten Details über dieses beliebte Sommerfest der Feuerbacher.
Auf dem Kelterplatz steppte dann ab 13 Uhr der Bär. „Frohnella & Klausi“ zogen Groß und Klein an wie das Licht die Motten: Ein toller Mitmachzirkus und ein Seifenblasenspektaktel, das seinesgleichen sucht, waren ganz nach dem Geschmack der Kids!
Auch abseits der Jubiläums-Extras zeigte man sich herzlich und erlebnisreich. Allgemein war man der Meinung, dass der Zuspruch etwas geringer ausfiel als in den Jahren zuvor. Allerdings hatte man jetzt am ersten Juliwochenende auch starke Konkurrenz von den vielen anderen Veranstaltungen die zeitgleich in anderen Stuttgarter Stadtbezirken stattfanden. Und dann mögen wahrscheinlich auch die hohen Temperaturen so manchen von einem ausgiebigen Bummel etwas abgehalten haben. Nicht nehmen lassen wollte sich der vormalige Bezirksvorsteher und jetzige Erste Bürgermeister von Göppingen, Johannes Heberle, den Besuch in seiner alten Wirkstatt: „950 Jahre Feuerbach, das kann ich mir doch nicht entgehen lassen.“, so Heberle gut gelaunt im Gespräch. Sein Nachfolger Nick Gumenick hat sich bei seinem Rundgang mit dem GHV-Vorsitzenden Jürgen G. Reichert ebenfalls ins Festgetümmel gestürzt und konnte so die ersten Eindrücke von diesem lebenswerten Stadtbezirk gewinnen.
Natürlich gab es für die Besucher auch wieder schöne Dinge „Made in Feuerbach“ und zahlreiche Tipps für die Freizeitgestaltung zu entdecken. Die Vereine und Einrichtungen präsentierten sich, vom Stadtseniorenrat bis zum Friedrichsbau Varieté. An der sogenannten “Show-Fläche” Grazer/ Stuttgarter Straße wurde auch wieder getanzt – natürlich quer durch die Sparten. Die Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) war wieder mit dem „Bärenhospital“ dabei, und bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) gab es Tipps, wie Kinder besser schwimmen lernen.
Neben den vielen Höflesmarkt-Schnäppchen des örtlichen Einzelhandels wurde außerdem an allen Ecken und Enden gegrillt und leckere Speisen angeboten. Zu trinken gab es auch einiges aus der Sparte “Made in Feuerbach”: Hausgebrautes Bier, Wein und Sekt aus heimischen Lagen – aber auch Champagner für die Frankophilen, „damit man mal den Vergleich hat...“.
Gerade das ist es, was aus dem langen Einkaufssamstag ein echtes Stadtbezirksfest macht: Jeder steuert etwas bei und alle haben Spaß: Die einen, die viel erleben wollten und die anderen, die wegen der Hocketse gekommen sind. Und am meisten diejenigen, die wegen etwas bestimmtem gekommen waren und unverhofft auch etwas für sie Neues entdecken konnten.
So bildete, ein bisschen wie am Ende jeden Asterix-Comics, nach viel Entdeckungslust, Genuss- und Gemeinschaftserlebnissen eine „Lange Tafel“, an der Teilnehmer sowie Gäste den Tag ausklingen lassen konnten, schliesslich den perfekten Abschluß dieses 38. Feuerbacher Höflesmarkts – frei nach dem Motto „So geht der Feuerbacher Sommer!“.
Von Susanne Müller-Baji, feuerbach.de