Als die Römer durch Feuerbach marschierten:

Der Bürgerverein hat mit einem unterhaltsamem Vortrag die Patenschaft des römischen Wegweisers übernommen

Jürgen Kaiser erzählte den Anwesenden als 'Büttel von Feuerbach' auf gewohnt originelle Art allerlei interessantes über den Hintergrund der Stele an der Hohewartstrasse. Foto: BV Feuerbach Bild 1 von 1: Jürgen Kaiser erzählte den Anwesenden als 'Büttel von Feuerbach' auf gewohnt originelle Art allerlei interessantes über den Hintergrund der Stele an der Hohewartstrasse. Foto: BV Feuerbach

An der Hohewartstrasse in Feuerbach erinnert eine Stele daran, dass hier einst eine römische Strasse lag, die sich von Cannstatt über Pforzheim bis nach Straßburg erstreckte.

Der Bürgerverein Feuerbach hat nun die Patenschaft über den römischen Wegweiser übernommen und Jürgen Kaiser als „Büttel von Feuerbach“ übernahm den geschichtlichen Teil.

Die Römer hatten 85/90 n.Chr. das erste Kastell in Cannstatt errichtet - mit Holzpalisaden und einem Wall. Um 100 n.Chr. bauten sie dann das Castell aus Stein und legten auch ihre Strassen an. Zur Versorgung der Truppen entstanden um Cannstatt Landgüter. So auch in Feuerbach beim Bahnhof. 1897 wurde dort ein römisches Bad ausgegraben, das sein Wasser vom Högenbrünnele bezog. Die Römerstrasse kam über den Pragsattel, die Stuttgarter Straße hinauf, und geht nach der Hohewartstrasse im Wald als Steinsträßle zum Forsthaus . Kurz vor dem Forsthaus sind die Fundamente der Römer noch zu sehen.Die Garnison in Cannstatt bestand aus der ALA I SCUBULORUM, die in Spanien aufgestellt wurde. Also waren hier zu Beginn 500 Panzerreiter, die schwerste römische Einheit. Gepanzerte Reiter mit Lanzen, vergleichbar der heutigen Panzertruppe. Die konnten zu Pferd schnell an den Limes und zu den nächsten Kastellen Böckingen, Welzheim und Köngen. Es war die Schnelle Eingreiftruppe der römischen Armee. Waren es zu Beginn Spanier, waren es schnell Briten und als die Einheit 160 n.Chr. von Cannstatt nach Welzheim verlegt wurde, waren es junge Perser. Die natürlich alle im kleinen Dorf Vicus Cannstatt, das bis 260 n.Chr. bestand, ihre genetischen Spuren hinterließen. Sprich: Klein Cannstatt war bevölkerungsmäßig schon ziemlich globalisiert.

Veröffentlicht am 15.06.2026