Stadt baut Hitzeschutz an Schulen systematisch aus:

Stuttgart entwickelt Hitzeschutzkatalog für rund 150 Schulen

In Stuttgart sollen 150 Schulen einzeln bewertet werden, damit Maßnahmen wie Sonnenschutz, Verschattung oder Kühlung dort umgesetzt werden, wo der Bedarf am größten ist. Grundlage ist eine systematische Bestandsaufnahme aller Standorte.

Das Schulverwaltungsamt der Landeshauptstadt Stuttgart entwickelt einen Maßnahmenkatalog für den Hitzeschutz an den rund 150 städtischen Schulen. Jede Schule soll einzeln bewertet werden, damit zusätzliche Maßnahmen dort umgesetzt werden können, wo der Bedarf besonders groß ist. Anlass sind die zunehmenden Hitzeperioden. Das hat die Verwaltung am 21. Juli 2026 im Schulbeirat bekanntgegeben.

Die Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, Isabel Fezer, sagte: „Langfristig soll der Hitzeschutz fester Bestandteil der Schulgebäudeplanung werden. Parallel erarbeitet die Stadt einen Hitzeaktionsplan für Schulen und Kindertageseinrichtungen, der den Rahmen für weitere Maßnahmen bilden soll.“ Und weiter: „Die Schulen unterscheiden sich erheblich in Alter, Bauweise und Lage. Deshalb brauchen wir keine pauschalen Lösungen, sondern passgenaue Maßnahmen für jeden einzelnen Standort. So können wir die vorhandenen Mittel dort einsetzen, wo sie die größte Wirkung für Schülerinnen und Schüler sowie die Beschäftigten entfalten.“

Der bauliche Zustand der Schulen wird derzeit unter dem Schwerpunkt Hitzeschutz systematisch erfasst. Dabei werden unter anderem Sonnenschutz, Lüftungsmöglichkeiten, Raumtemperaturen sowie besonders belastete Gebäudeteile betrachtet. Auf dieser Grundlage will das Schulverwaltungsamt kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen priorisieren.

Bereits heute setzt die Stadt verschiedene Hitzeschutzmaßnahmen um. Dazu gehören die Lüftung der Schulgebäude vor und nach dem Unterricht durch die Hausmeister, Trinkwasserspender, Ventilatoren, die Reparatur und Nachrüstung von Sonnenschutzanlagen sowie Verschattung im Außenbereich. Bei Sanierungen und Neubauten werden Hitzeschutz und Verschattung bereits berücksichtigt.
Darüber hinaus prüft das Schulverwaltungsamt weitere Maßnahmen. Vorgesehen ist es, je nach Bedarf zusätzliche außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen und Verschattungen zu schaffen, weitere Bäume auf Schulgeländen zu pflanzen, mobile Klimageräte einzusetzen, Lüftungsanlagen, um Kühlregister zu ergänzen, sowie Abkühlbereiche etwa in Mensen oder Aulen einzurichten. Welche Maßnahmen wo und wann umgesetzt werden können, hängt von den baulichen Gegebenheiten am jeweiligen Standort und den verfügbaren Finanzmitteln ab.


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Veröffentlicht am 04.08.2026