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Limoverkauf an der Hohewartschule
Livia und ihre Freundinnen bieten vor den Sommerferien beim Abschlussfest der Zweitklässler der Hohewartschule an einem Stand ihre selbstgemachte Limonade an. Nun haben sie die bei der Sammelaktion eingenommen 115 Euro dem Stuttgarter Tierheim als Spende übergeben. Von Georg Friedel
Die Plakate sind mit Herzchen versehen. Gemalte Limonadenbecher und Tiere zieren zudem die Bilder. „Eine Limo kostet ein Euro. Wir spenden ans Tierheim“, steht außerdem auf den Schildern. Und: „Mit Liebe gemacht!“ Auf einem kleinen Tisch steht die Limonade in einem großen Gefäß zum Verkauf, daneben die Becher. Frisch aufgeschnittene Orangen- und Limonen-Scheiben schwimmen in dem selbstgemachten Sommersonnentrunk. Da kriegt jeder Durst.

Eine der Zweitklässlerinnen der Hohewartschule hatte die Idee zu der tollen Aktion: „Wir waren alle echt schnell einverstanden“, sagt Livia aus der 2. Klasse der Hohewartschule. Für die Kinder spielte dabei auch eine große Rolle, dass Tiere, die im Heim landen, jede Hilfe und Unterstützung brauchen können. Die achtjährige Livia aus Feuerbach begründet das so: „Wir haben ja als Menschen viel mehr als die Tiere. Wir haben Kleidung, wir haben ein Bett, wir haben Eltern, wir haben eigentlich alles und alle Tiere, die es im Tierheim halt gibt, die haben auf jeden Fall nicht so viel wie wir." Und so entwickelte sich die Spendenaktion beim Abschlussfest quasi zu einem Selbstläufer: „Richtig nett von den Menschen fanden wir auch, dass sie uns öfters 20, 15 oder auch 10 Euro einfach so gegeben haben und gar keine Limo dafür wollten“, loben die Kinder die Selbstlosigkeit und Großzügigkeit mancher Festbesucher.
Kurz vor den Sommerferien sind die Mädchen dann mit einigen Geschwistern und Müttern im Schlepptau nach Botnang ins Stuttgarter Tierheim aufgebrochen, um die Spende dort eigenhändig zu übergeben. 115 Euro kamen zusammen. Die Summe überreichten sie bar einer Mitarbeiterin aus dem Tierheim: „Bei uns zählt jeder Euro und jeder Cent“, freut sich Petra Veiel. Die Sprecherin des Stuttgarter Tierheims beklagt, dass die Zahl derjenigen Menschen, die sich die Haltung und auch eine ordentliche medizinische Versorgung ihrer Haustiere finanziell nicht mehr leisten können, seit einigen Jahren zunehme: „Das ist seit der Corona-Zeit schlimmer geworden“, sagt Veiel.

Geldübergabe im Tierheim