Elsenhans-Haus
Klagenfurter Straße (28)


Zwischen Klagenfurter Straße 26 und 30 stand bis zu seiner Zerstörung in der damaligen Marktstraße 28 das Haus Elsenhans, in welchem bis Mitte des 19. Jahrhunderts Mitglieder einer bekannten Feuerbacher Familie wohnten. Das Haus wurde im Zweiten Weltkrieg zeitgleich mit dem Alten Rathaus total zerstört und nicht mehr wieder aufgebaut.
So wurde mit der 1955 eingerichteten Rendlenstraße die Verbindung der Klagenfurter Straße mit der Unteren Querstraße ermöglicht (Bild 3).
Der 1731 geborene Familiengründer Balthasar Elsenhans heiratete 1766 Anna Gehr aus Feuerbach und war Jäger und Grenadier im Herzogtum Württemberg. Sein Sohn Johannes (1777-1841) war zunächst Amtsverweser und ab 1814 Schultheiß der Gemeinde Feuerbach. In seine Amtsperiode fallen zwei für Feuerbach bedeutende Vorgänge: 1829 der Erwerb des 1841 zum Schulhaus umgebauten Bandhauses der Universität Tübingen sowie 1834/35 die Übernahme der Kelter in Gemeindebesitz.
Von dessen Söhnen beteiligte sich Johannes, der von Beruf Pfarrer war, an der Revolution von 1848 und kam 18 Monate ins Gefängnis der ehemaligen Festung Hohenasperg; dessen Bruder Ernst (1815-1849), der sein theologisches und nachfolgendes medizinisches Studium aufgegeben und sich als idealistischer Freiheitskämpfer (und aus heutiger Sicht Vorkämpfer unserer Demokratie) dem Badischen Aufstand 1849 angeschlossen hatte, wurde von preußischen Soldaten 1849 in Rastatt standrechtlich erschossen.
Dieses Haus kam danach in den Besitz der Metzgersfamilie Herrmann, welche es im Jahre 1870 aufstocken (Bild 1) und 1908 ein Schaufenster einbauen ließ (auf Bild 2 erkennbar).