Gospel-Forum

Junghansstraße 9

Bild 1 von 3: Gospel-Forum 2012 (Bild: Arendt)Bild 2 von 3: Eingang Gospel-Forum 2012 (Bild: Arendt)Bild 3 von 3: Gottesdienst im Gospel-Forum (Bild: BGG)

Diese Straße ist benannt nach Erhard Junghans (1823-1870), Begründer der Schramberger Uhrenindustrie, sowie nach seinen Söhnen Erhard (1849-1923) und Artur (1852-1920).

Nach dem Kauf eines Grundstückes in der Junghansstraße im Jahre 1998 folgte zwischen 1998 und 2001 die Errichtung des Veranstaltungszentrums GOSPEL FORUM als Versammlungsort der „Biblischen Glaubensgemeinschaft“ BGG Stuttgart, welche als Freikirche zur neocharismatischen Bewegung zählt. Der Begriff „Gospel“ leitet sich vom englischen Wort „gospel“ ab, was Evangelium oder gute Nachricht bedeutet.
Das Forum ist im Industriegebiet Feuerbach ein auffälliger, 20 Meter hoher Bau mit Glasfronten. Die Kapazität ist für 2.500 Gläubige ausgelegt. Der erste Gottesdienst in diesem Hause und die Einweihung fanden im Januar 2001 statt. Das Forum  dient als Veranstaltungsort für Feierlichkeiten, Seminare und Konferenzen. In ihm befinden sich eine Bibelschule, sowie Jugend- und Kinderräume, ebenso wie eine eigene Sporthalle und Tiefgarage sowie die sogenannte „Blaue Kapelle“.
Dieses Gotteshaus erfreut sich wachsenden Zuspruchs. „Heute gibt es neben dem Zentrum in Stuttgart-Feuerbach überall in den Regionen um Stuttgart herum, in Deutschland und vielen anderen Ländern der Erde, Arbeitsbereiche dieser wachsenden christlichen Gemeinde.“
Ausgelöst hat diese Glaubensbewegung die Missionarin Paula Gassner, welche in der Zeit zwischen 1935 und 1937 die „Stuttgarter Gebetskreise des vollen Heils“ gründete. Während des Zweiten Weltkrieges hatte sie an verschiedenen Orten Haus- und Saalveranstaltungen abgehalten und großen Zulauf gehabt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sie auf dem Cannstatter Wasen Zeltveranstaltungen und auf dem Schlossplatz Freiveranstaltungen durchgeführt. Aus ihrer Verbindung mit Karl Friedrich Fix (1897-1969) entstand schließlich mit der „Volksmission entschiedener Christen“ der Vorläufer der BGG, welche im Oktober 1955 von Paula Gassner als gemeinnütziger Verein „Biblische Glaubens Bewegung“ gegründet wurde. Bis zu ihrem Tode 1981 leitete Paula Gassner die BGG.
Die allgemeine Kritik an der BGG bezieht sich vor allem auf die Betonung dämonischer Einflüsse. Auch der SWR berichtete im Rahmen seiner dreiteiligen Serie „Engel, Teufel, Hexen“  in der Folge Teufel – Rückkehr der Exorzisten kritisch über die Gemeinde. Im Jahr 2005 gab es einen Dialog, bei dem sich Ehemalige der BGG bei dem Leiter Peter Wenz kritisch zu Wort meldeten. 
Zur BGG gehören auch Gemeindegründungen für Ausländergruppen, beispielsweise Ghanaer, Kongolesen, Italiener und Philippinos. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren Gemeindegründungsprojekte in ganz Deutschland initiiert. Die BGG gehört keiner bestimmten Konfession und keinem Gemeindebund an. Die BGG gehört nicht zu den der Evangelischen Allianz nahe stehenden Werken. Auf lokaler Ebene arbeitet sie in der Evangelischen Allianz in Stuttgart mit.


Quellen: Die Stuttgarter Straßennamen, Gospel Forum, WIKIPEDIA

www.gospel-forum.de