Wohnhaus Friedrich Körner

Linzer Straße 57

Bild 1 von 2: Villa (Bild 2012: Arendt 2011)Bild 2 von 2: Hinweis auf das Baujahr an der Stirnseite der Villa (Bild 2014: Arendt)

In der Linzer Straße (benannt 1938 nach der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz, 190 T. Einwohner) befinden sich zahlreiche denkmalgeschützte Wohnhäuser, welche mit ihrer außergewöhnlichen Architektur immer noch beeindrucken.
Gebaut wurden sie zwischen 1910 und 1929, als diese Straße noch Kirchhofstraße hieß (der Name wurde wegen des angrenzenden Alten Friedhofs so gewählt).
Die architektonischen Hinweise sind den Listen der Kulturdenkmale entnommen.
 
Diese mit reichen barocken und klassizistischen Gliederungsformen versehene, denkmalgeschützte Villa (Bild 1) wurde im Jahre 1913 vom Architekten Carl Bengel und dem Baugeschäft August Bürger (Bild 2) gebaut. August Bürger war der Vater von Richard Bürger, der 1934 in Feuerbach die Lebensmittel-Firma Bürger gegründet hatte. Im Jahre 1978 wurde die Firma nach Ditzingen verlagert.

Die Villa war 1929 im Besitz des Direktors Otto Schmidt. Später wohnte hier der Journalist Friedrich Körner, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg um die Wiederherstellung der Turnbewegung verdient gemacht hat und entscheidend am Wiederaufbau der deutschen Turnpresse beteiligt war. Am 24. März 1965 erhielt er dafür das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Quellen: Adreßbuch Feuerbach 1929, Liste der Kulturdenkmale, Stadtarchiv Stuttgart, Bürger GmbH Ditzingen.